Freitag, 3. November, Mossel Bay, Garden Route, Südafrika
Heute fleißig Schule gemacht. Es ist oft nicht leicht, hat aber Sinn gemacht die letzten beiden Tage da dran zu bleiben. Am Ende sind alle erleichtert und gestärkt, dass sie nicht aufgegeben haben.
Gestern haben wir die erste Familie mit vier Kindern im gleichen Wohnmobil getroffen. Sehr cool. Er Schauspieler aus Dänemark, hat drei Monate in Pretoria einen dänischen Film gedreht, der in Tanzania spielen soll. Ein Baby, ein Junge und ein Mädchen mit 8, Zwillinge und ein 14 Jähriger. Haben auch einen Monat von der Schule freibekommen. In Dänemark kein Problem, das ist Homescholing erlaubt. Hat mich sehr gefreut die zu sehen.
Samstag, 4. November 2017, 10.56, Maritime Museum, Mossel Bay, South Africa
Die Kinder schreiben eifrig Karten, an Schule, Oma, Opa, Freunde, Familie. Werfen sie dann im Briefkasten unter dem 500 Jahre alten Postamt-Baum ein. Die Muschel Bucht hat ein Museum für Meerestiere, erstaunlich wie groß die Knochen von Walen sind. Dass die sich mal vom Land als Säugetiere wieder auf ins Meer gemacht haben!

Dann ein Nachbau eines der beiden Originalschiffe von Bartolomeo Diaz, mit dem er 1488 den Seeweg nach Indien entdeckt hat und dabei in Mossel Bay gelandet ist, nachdem er das Kap umsegelt hat. Das Schiff ist 1988 von Portugal nach Südafrika gesegelt. Die Kinder fanden es toll, auch mich hat es beeindruckt. Was für ein Abenteuer, sich mit solch einem Gefährt den Meeren anzuvertrauen. Doch der Erfolg von Diaz hat gemeinsam mit seinen Nachfolgern wie Vasco da Gama die Vorherschafft von Portugal im 16. Jahrhundert ermöglicht. Brasilien im Westen und Indien im Osten mit Goa als Anlaufstelle sind noch heute portugiesisch geprägt. Wir sind auch auf dieser Route unterwegs, als nächstes folgt Goa. Erst im 17. Jahrhundert war es dann England, das die Vormachstellung von Portugal und Spanien ablöste.

Der Unterricht geht weiter. Heute morgen schon wieder Mathe, dann haben wir schnell gepackt. Weltreise macht Spaß.
Sonntag, 5. November 2017, 18.06, Ebb and Flow Camp, Wilderness, George, South Africa, Blick auf den Fluss
Der erste wirkliche Strandtag seit wir in Afrika sind. Mit allem was dazugehört: lange weiße Sandstrände, Sonnenschein, herrlichen Wellen und Wasser, in dem man auch von der Temperatur her Baden gehen kann. 


So klares Wasser, so herrliche Anblicke in der silbrigen, vom Sonnenlicht durchfluteten weißen Gischt, darin Lysander und Velis glücklich gegen die Wellen anspringend. Auch ich kann mich endlich mal wieder richtig in die Wellen stürzen. Herrlich.
Montag, 6. November 2017, 12.51 Uhr, Blick auf den Fluss.
Gestern war ich erst einmal im Fluss vor unserem Wohnmobil schwimmen, morgens laufen, nur zwei Kilometer mit den Jungs.

Dann am Strand noch mal hoch bis zum ersten Strandplatz und zurück. Herrlich. . Danach in die Fluten gestürzt und ganz viel Surfen, mit dem kleinen Board oder einfach so. Eine Welle hat mich richtig beschleunigt, ein herrliches Gefühl. So ein toller Tag am Strand, wir haben alle etwas zu viel Sonne abbekommen. Ich habe morgens Pfannenkuchen gebacken, gleich vorne am Strand.



Schon der erste Abend am Strand war wunderschön, wir waren an einer Stelle wo Angler sich gesammelt haben, es ging eine steile Düne herunter und Lysander und Velis haben immer große Sprünge herunter gemacht.

Ich lag und hörte dem Rauschen der Wellen zu. Es hat vor hunderten von Millionen Jahren schon genauso geklungen, dachte ich mir.
Und wir üben. Gemeinsam mit den Jungs. Wir machen Mathe und Deutsch.

21.12. Zum Abend hin war es noch sehr sonnig, wir waren alle zusammen im Fluß baden bis auf Tara, und ich bin auch einmal um die kleine Insel geschwommen. So ein klares Wasser und so eine schöne Landschaft in der Abendsonne.

Heute viel Schule gemacht und Flüge gebucht, von Kalkutta nach Dhaka. Und die weitere Route geplant. Jetzt sieht es eher so aus: Mitte Februar nach Dhaka, the „least attractive capital in the world“, dort wollen wir einen Freund besuchen der in Bangladesh als Entwicklungshelfer arbeitet und Flussufer sichert. Er hat uns eingeladen uns das Land und seine Arbeit zu zeigen.
Dienstag, 7. November 2017, unser 14. Hochzeitstag. 22.02 Uhr, Wilderness, Ebb and Flow Camp, South Africa
Heute waren wir erst im Ort, Einkaufen, Café trinken, die Kinder bekamen Crepes. Und dann auf zur großen Wanderung. Wir sind 10 km unterwegs gewesen, über 5 Stunden und Morpheus ist wie ein Held die ganze Strecke barfuß gelaufen, ohne zu murren. Großartig. Bis hoch zum Wasserfall, mit Flussüberquerungen und grandioser Urwaldlandschaft am Fluß.

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