Der Canyon von Jebel Shams

Tag 9

Nach dem Museum geht es weiter, wir haben noch die nächste Unterkunft in den Bergen zu erreichen. Die Serpentinen werden enger, und schließlich endet die asphaltierte Straße, als die Dämmerung einsetzt.

Ich schalte den Vierradantrieb zu, und die Abendsonne wirft ein malerisches Licht auf die Felsenlandschaft. Es staubt, rüttelt und schüttelt und Nadine hält sich fest am Türgriff fest, aber der Mitsubiji Montera arbeitet sich sicher den Berg hinauf.

In der Dunkelheit erreichen wir unser Haus, und werden freundlich empfangen – im Hof wird ein Feuer für uns entzündet. Jetzt ist es kühl, nachts soll es bis 7° herunter gehen, wir sind auf 2000 Meter Höhe. Die Schlafsäcke werden ausgepackt. Alle relaxen erst einmal. Doch hungrig, wie wir alle sind, steigen wir noch einmal das Auto und fahren in der Dunkelheit zu dem 3 km entfernten Ressort und genießen alle das Buffet. Denn am nächsten Morgen geht es früh los und wir wollen gestärkt auf die Wanderung aufbrechen.

Um 6:30 Uhr klingelt der Wecker, wir haben Fladenbrot, Honigmelone, Gurken und Käse in den Rucksack gepackt, und frühstücken noch einmal kurz in einem alleinstehenden Café. Dort sehen wir schon den Wadi Ghul, auch Grand Canyon des Omans genannt.

Viereinhalb Stunden soll man für die 9,2 km auf dem Balcony Trail einplanen, und leicht der Beginn ist auch herausfordernder als erwartet.

Und gleich sieht man, dass wir uns hier an der steil abfallenden Wand des Canyon entlang bewegen werden. Definitiv nichts, wenn man Höhenangst hat.

Etwa 50 m unter uns sehen wir das schaurige Wrack eines Geländewagens, der offensichtlich von der darüberliegenden Klippe abgestürzt ist. Das ist nur noch ein Knäuel – kein Wunder dabei ein paar 100 m Sturz in die Tiefe.

Nach zweieinhalb Kilometern machen wir die erste Rast. Bald danach sieht man einen großen Felsenbogen in der Wand, darüber liegt das Ziel, eine verlassene Siedlung in der Felswand an einer Quelle. Leider kickt Tara kurz vor dem Ziel mit dem Knöchel um und hat starke Schmerzen. Gut, dass wir so gut vorbereitet sind, kühles Gel, elastische Binde, Schmerztablette und Ablenkung mit Musik helfen, Tara rasch wieder auf die Beine zu kommen.

Eine Klettergruppe aus Oman mit einer sehr netten, voll ausgerüsteten Frau muntert Tara auf und bietet dir Schokolade an und lobt sie für ihren Einsatz. Sie sind auf dem Weg von einem 50 km Treck, wie sie berichten.

Als wir erschöpft, aber glücklich wieder am Auto angelangt sind, haben alle etwas erlebt. 3 Stunden Fahrt liegen vor uns, um wieder nach Maskat in die Großstadt zurückzukehren, wo uns ein Hotel im lebendigen Stadtzentrum empfängt- Tara springt gleich in den kleinen Pool auf dem Dach.

The Jebel Shams Canyon

Day 9

After the museum, we continue on, we still have to reach our next accommodation in the mountains. The hairpin bends become narrower and finally the asphalt road ends as dusk falls.

I engage the four-wheel drive and the evening sun casts a picturesque light on the rocky landscape.

We reach our house in the dark and receive a warm welcome – a fire is lit for us in the courtyard. Now it is cool, at night it is supposed to go down to 7°, we are at an altitude of 2000 meters. The sleeping bags are unpacked. But hungry as we all are, we get back in the car and drive in the dark to the resort 3 km away and enjoy the buffet. Because the next morning we have an early start and want to set off on the hike feeling refreshed.

The alarm clock rings at 6:30 a.m. We have packed flatbread, honeydew melon, cucumber and cheese in our rucksacks and have a quick breakfast in a stand-alone café. There we can already see the Wadi Ghul, also known as the Grand Canyon of Oman.

You should plan four and a half hours for the 9.2 km on the Balcony Trail, and the start is more challenging than expected.

And you can see straight away that we will be walking along the steep wall of the canyon. Definitely nothing if you’re afraid of heights.

About 50 m below us, we see the gruesome wreckage of an off-road vehicle that has obviously crashed from the cliff above. It’s just a tangle – no wonder after a fall of a few hundred meters.

After two and a half kilometers, we take our first break. Unfortunately, Tara kicks her ankle just before the finish and is in a lot of pain. It’s a good thing we’re so well prepared: cool gel, an elastic bandage, painkillers and distraction with music help Tara to get back on her feet quickly.

A climbing group from Oman with a very nice, fully equipped woman cheers Tara up and offers you chocolate and entices her for her efforts. They are on their way back from a 50 km trek, they tell us.

By the time we get back to the car, exhausted but happy, everyone has experienced something. We have a 3-hour drive ahead of us to get back to Muscat in the big city, where a hotel in the lively city center welcomes us – Tara jumps straight into the small pool on the roof.


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