Tag 13. Ich habe es tatsächlich ganz vergessen, wie es ist, in Indien anzukommen. Man kann es sich einfach nicht mehr vorstellen. Da kommen wir aus dem Luxus, frühstücken noch in der Lounge in Oman, haben einen kurzen Flug mit Video, Essen und allem, was dazugehört-kommen endlich mal nicht nachts wie sonst immer in Mumbai an und sind erstaunt über den entspannten und modernen Flughafen, wo wir gleich zwei Taxis in die Stadt finden. Linksverkehr, das Verkehrschaos, die Fahrweise wie der eine Taxifahrer versucht, dem andern zu folgen, weil beide nicht so recht wissen, wohin sie fahren sollen. 100 mal denkt man, das gibt einen Zusammenstoß, doch es geht immer glimpflich aus. Und als wir dann schließlich an der Ecke der richtigen Straße ankommen und der Taxifahrer die Nummer von Booking.com wählt – da heißt es „your booking has been cancelled“. Kreditkarte nicht bestätigt.
So stehen wir dann also mit Koffern und Kindern an einer der beliebtesten Kreuzungen Mumbai und gucken in die Wäsche . Im Handy stecken noch die Telefonkarten aus dem Oman, also erst mal die Taschen nach der deutschen Telefonkarte durchsuchen und auf der Straße mal tauschen – zum Glück habe ich diese feine Nadel, die man beim iPhone braucht im Geldbeutel wieder gefunden. Was wir dann auf die Schnelle in der Nähe finden, ist leider dann doch nicht ganz die Traum- Unterkunft. Ja, echtes Indien sozusagen. An einer 6 spurigen Straße reihen sich die barackenartigen Hotels auf. Zimmer ohne Fenster, die Treppe geht zu steil hinauf wie auf den Dachboden und es riecht nach Mottenkugeln. Und von draußen diese lebhafte Mischung als Rikschas, hupenden Taxis und tausenden von Menschen, die im Anbruch der Dunkelheit hier unterwegs sind.
Die Kinder haben Hunger, so überqueren wir mit etwas Glück, lebendig die Straße um in das gegenüber die Straße aufwärts gelegene vegetarische Restaurant mit südindischen Spezialitäten einzukehren. Mir schmeckt der Vegetable Tali vorzüglich und Tara probiert mit ihren Pommes alle meine Schälchen durch.
Zurück in unserem Budget Hotel stellt Morpheus fest, dass er seine Zahnspange verloren hat. Ich mache mit Nadine noch einen kleinen Spaziergang, und natürlich liegt sie da noch auf dem Fußboden unversehrt. Dass sein Bein bereits von Mückenstichen übersät ist, die alle kleine Schwellung erzeugen, merken wir auch erst zu spät – stimmt, es ist ja Dämmerung, da war doch etwas! Während Nadine den Koffer nach Moskitospray durchsucht, finde ich in der kleinen Apotheke bereits einen netten Mitarbeiter, der mir an der Schlange vorbei das Antihistaminikum auf die Straße bringt. Der Ventilator dreht sich, um die stickige Luft etwas zu bewegen und ein wenig den Anschein zu geben, dass man die Smogluft von draußen nicht einatmet. Und wenn man genau hinhört, gibt es da auch das Geräusch von Tieren von der Decke her, die da entlang huschen.
Aber was man da draußen auf diesem Spaziergang alles zu sehen, zu riechen und zu spüren bekommt, kann man nicht wirklich in Worte fassen. Indien ist einfach Indien.














Day 13: I’ve actually completely forgotten what it’s like to arrive in India. You just can’t imagine it anymore. We come out of luxury, have breakfast in the lounge in Oman, have a short flight with video, food and everything that goes with it – finally we don’t arrive in Mumbai at night as usual and are amazed at the relaxed and modern airport, where we find two cabs into the city. Left-hand traffic, the traffic chaos, the way one cab driver tries to follow the other because neither of them really knows where to go. 100 times you think there’s going to be a collision, but it always turns out okay. And when we finally arrive at the corner of the right street and the cab driver dials the Booking.com number – it says „your booking has been canceled“. Credit card not confirmed.
So we’re standing with suitcases and children at one of Mumbai’s most popular intersections, looking in the wash. The phone cards from Oman are still in our cell phones, so we have to search our pockets for the German phone card and swap them on the street – luckily I found the fine pin you need for an iPhone in my wallet. What we quickly find nearby is unfortunately not quite the accommodation of our dreams. Yes, real India, so to speak. The barrack-like hotels are lined up along a 6-lane road. Rooms without windows, the stairs go up too steeply as if to the attic and it smells of mothballs. And from outside, this lively mix of rickshaws, honking cabs and thousands of people out and about as night falls.
The children are hungry, so with a bit of luck, we cross the road alive to stop off at the vegetarian restaurant with South Indian specialties across the road. I love the Vegetable Tali and Tara tries all my bowls with her fries.
Back at our budget hotel, Morpheus realizes that he has lost his braces. I take Nadine for a little walk, and of course they are still lying on the floor unharmed. We only realize too late that his leg is already covered in mosquito bites, all of which cause small swellings – that’s right, it’s dusk, there was something there! While Nadine searches the suitcase for mosquito spray, I find a nice employee in the small pharmacy who passes the queue and brings me the antihistamine on the street. The fan turns to move the stuffy air a little and give the impression that I’m not breathing in the smoggy air from outside. And if you listen carefully, you can also hear the sound of animals scurrying along from the ceiling.
But you can’t really put into words what you get to see, smell and feel out there on this walk. India is simply India.

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