Cola Beach

Tag 21 und 22  – Wir nehmen die kleine kurvige Küstenstraße. Der Taxifahrer meint auf der Hauptstraße ist die Hölle los. Zu viele indische Touristen, die nicht Autofahren können, sagt er. Es ist Prime time zwischen Weihnachten und Neujahr. Vor Covid kamen die meisten Touristen aus dem Ausland, jetzt sind es überwiegend Inder., erzählt er. Die Inder geben viel mehr Geld aus, bleiben aber kürzer. Sie kommen für ein paar Tage aus oder Bangalore oder Poona, nach 14-16 Stunden Autofahrt, auch wegen dem günstigen Alkohol. Wie schnell sich die Welt ändert! Jetzt sind es die Touristen aus dem Westen, die auf dir Preise achten, während für die einheimischen das Geld locker sitzt. Auf halber Strecke hielt der Fahrer an, holte sich einen Chai und zog sich um- eine weiße Uniform ist für den Taxifahrer vorgeschrieben. 

Entlang der Straße werden Stromkabel verlegt- immer noch mit der Spitzhacke mit Handarbeit von jungen Männern mit freiem Oberkörper. Indien hat immer noch die größte Zahl an Armen auf der Welt, mit 250 Millionen jeder 6. 

Als wir dann in Panjim eine achtspurige Doppel-Hängebrücke überqueren, spüre ich dass dies eine der versprochenen Infrastruktur-Investitionen ist- für die Zukunft vorbereitet. 

Lysander ist gelandet, und ich hole ihr vom Flughafen  Dabolim ab. Auch hier ein neues Terminal, obwohl es auch einen neuen internationalen Flughafen 50 km nördlich in Mopa gibt. Er hat viel erlebt, als er 39 Stunden nach seinem Aufbruch von Oma und Opa in Zwickau 5 Minuten vor Mitternacht von Tara und Nadine freudig begrüßt wird. Zwickau, Leipzig, Berlin, Istanbul, Riad, Mumbai, Panaji und zuletzt 90 min nächtliche Raserei mit einem wilden Taxifahrer. Für den Wechsel in Riad brauchte er dann doch ein richtiges Visum für 100 Euro, um seinen Koffer vom Gepäckband holen zu können und neu einzuchecken, das Ganze um 2:30 Uhr morgens. Als kleine Aufmerksamkeit zu Weihnachten hatte ich ihm aber das Promotions-Angebot von Air India beim Einchecken gegönnt- ein mal Business Class von Saudi-Arabien nach Mumbai zu Schnäppchen von 100 Euro Aufpreis. 

Wir gedenken auch den 230.000 Opfern des Tsunami vor 20 Jahren- damals waren Felise, Nadine und ich ja auch in Indien. Wir hatten noch keine Kinder und wir schwammen gerade im Meer- aber auf der Westküste, weit entfernt. Wir hatten das Gefühl, das Meer zieht uns nach Afrika heraus, bevor wir auf dem Strand saßen, aber die Welle war nur wie eine Sturmflut und ging zu den Strandliegen, aber ohne Gefahr- ganz anders als in Indonesien und Thailand.

Nach Schule im Restaurant gehen Nadine und Tara zur Massage, während ich mit dem Roller einen kleinen Ausflug zur benachbarten Cola-Bucht mache. Ich wähle die kleinen Straßen die ich so liebe, zwischen Palmen, einfachen Häusern aus den roten Ziegeln und über Flüsse hinweg und bergauf bis es einen Schleichweg durch die Landschaft über Stock und Stein bis     an die Steilküste vorgeht- von hier aus muss man eine Treppe herabsteigen.

Es ist wieder heiß geworden, nach den eher kühlen Temperaturen vor Weihnachten ist es jetzt deutlich über 30 grad und ich gönne mir einen „Salty Lemon Soda“ mit Aussicht, umgeben von Indern.

Heute sind die Wellen größer, und zum tiefroten Sonnenuntergang ist auch Lysi mit im Wasser und genießt die Gischt und das warme Meer. 

Day 21 and 22 – We take the small winding coastal road. The cab driver thinks all hell is breaking loose on the main road. Too many Indian tourists who don’t know how to drive, he says. It’s prime time between Christmas and New Year. Before Covid, most tourists came from abroad, now it’s mostly Indians. Indians spend a lot more money, but stay for a shorter time. They come for a few days from or Bangalore or Poona, after a 14-16 hour drive. How quickly the world is changing! Now it’s the tourists from the West who pay attention to the prices, while the locals have more money to spend. Halfway through the journey, the driver stopped, got himself a chai and changed – a white uniform is mandatory for cab drivers.
Electricity cables are laid along the road – still done by hand with a pickaxe by young, bare-chested men. India still has the largest number of poor people in the world, with 250 million out of 6.
As we cross an eight-lane double suspension bridge in Panjim, I sense that this is one of the promised infrastructure investments – prepared for the future.
Lysander has landed and I pick her up from Dabolim airport. A new terminal here too, although there is also a new international airport 50 km to the north in Mopa. He has experienced a lot when he is greeted by Tara and Nadine in Zwickau 39 hours after his departure from Omb and Opa, 5 minutes before midnight. Zwickau, Leipzig, Berlin, Istanbul, Riyadh, Mumbai, Panaji and finally 90 minutes of speeding through the night with a wild cab driver. For the change in Riyadh, he needed a proper visa for 100 euros to be able to get his suitcase from the baggage carousel and check in again, all at 2.30 in the morning. As a little Christmas present, however, I treated him to Air India’s promotional offer at check-in – one Business Class flight from Saudi Arabia to Mumbai for the bargain price of 100 euros extra.

We also commemorate the 230,000 victims of the tsunami 20 years ago – Felise, Nadine and I were also in India at the time. We didn’t have any children yet and we were swimming in the sea – but on the safe side. We had the feeling that the sea was pulling us out to Africa before we sat on the beach, but the wave was just like a storm surge and went to the loungers, but without danger – very different from Indonesia and Thailand.

After school at the restaurant, Nadine and Tara go for a massage while I take the scooter for a little trip to the neighboring Cola Bay. I choose the small roads that I love so much, between palm trees, simple houses made of red bricks and across rivers and uphill until there is a secret path through the countryside over hill and dale to the cliffs – from here you have to descend a flight of steps.

It has become hot again, after the rather cool temperatures before Christmas it is now well over 30 degrees and I treat myself to a „Salty Lemon Soda“ with a view, surrounded by Indians.

The waves are bigger today and Lysi is also in the water at sunset, enjoying the spray and the warm sea.


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