European School of Goa

Tag 43 Heute war ein erstaunlicher Tag. Wir haben es geschafft, drei unserer Kinder sind in Indien auf der Schule, und mit unserem Abiturienten können wir gemeinsam an den Strand fahren. Manche Dinge brauchen eine lange Vorlaufzeit. Als wir vor 18 Jahren mit dem kleinen Lysander das erste Mal mit Kindern in Indien waren, und er seinen ersten Geburtstag feierte , hörte ich schon von einer neuen Schule in Goa, der European School of Goa. Ich habe sie mir damals schon angeschaut, und in mein Tagebuch notiert, dass dies eine gute Schule für Lysander wäre, wenn er größer ist und wir mit ihm in der Schulzeit nach Indien kommen wollen. Jetzt ist Velis mit seinen 16 Jahren derjenige, der heute zum ersten Mal bei dieser kleinen, aber feinen Privatschule mit 100 Schülern nur von erster Klasse bis zum Abitur war. Ein sehr schön gestaltetes Schulgebäude, tolle Ausstattung, ein eigenes Swimmingpool, kleine Klassen mit motivierten Schülern. Die Schulleiterinempfing uns um 8:30 Uhr, erläuterte uns den Schulplaner und das Curriculum und freute sich sehr über unseren Ansatz, den Kindern internationale Schüler Erfahrung zu ermöglichen und auch die Welt zu bereisen. Zugleich wird Leistung betont, und in der ersten Stunde gibt es bereits den wöchentlichen Test zur Leistungskontrolle in Physik heute. Als ich dann das Schulgebäude verlasse, auf die Enfield steige und zurück zum Mango Shade fahre, um zu frühstücken und Nadine abzuholen, bin ich richtig begeistert. Ich habe das Gefühl, dass dies nicht nur eine für Velis wertvolle Erfahrung ist, sondern auch für uns eine ganz besondere Zeit ermöglichen wird – etwa jetzt auch einmal wieder Zeit mit Nadine allein zu haben und an den Strand fahren zu können. Noah und Lysi begleiten uns, Sie sind schon so souveräne Rollerfahrer geworden. So nehmen wir uns heute vor, einmal an, den nördlichen Strandabschnitt bei Mandrem zu fahren, über die große Straße an der Kreuzung, nach der Brücke rechts. Es ist eine schöne Strecke, eine breite Straße und sie führt bergauf und bergab durch grüne Landschaft, und der Blick in die Flusslandschaft landeinwärts sieht so unberührt wie in einem Urwaldgebiet aus. Wir planen auf Initiative von Henry in den nächsten Tagen auch einmal eine Bootstour ins Landesinnere mit einer Gruppe gemeinsam.

In Mandrem in der Nähe des Dunes Café gibt es einen wunderschönen, langegestreckten Strand und große Wellen, die von Surfern genutzt werden und Lysi und Noah begeistern. Auch Nadine und ich freuen uns, denken an die Jahrzehnte zurück, die wir hier gemeinsam verbracht haben und viele schöne Momente, und wie großartig es ist, dass wir jetzt mit unseren Kindern gut versorgt in der Schule hier baden gehen können, und das Lysander und seinen Freund Noah uns begleiten. Schließlich waren beide ja auch schon ab Krabbelalter in Indien, und vor 18 Jahren waren wir auch genau in diesem Strand, wie ich in meinem Tagebuch nachlesen kann – Lysander lernte da gerade laufen. Damals saß er bei Nadine hinten im Rucksack auf der Enfield, die wiederum hinter mir saß, und so knatterten wir die gleiche Strecke damals wie heute hin und zurück nach Anjuna.

Es sind fast keine Inder, aber dafür fast ausschließlich blonde Russen mit ihren Kindern und Frauen da Fast klischeehaft , sind die Männer muskulös breit gebaut, haben ein großes, goldenes Kreuz umhängen, und die Frauen sind schlank, tätowiert und gut aussieht, und die blonden Kinder spielen fröhlich im Sand. Sie machen einen sympathischen Eindruck. Hier zahlt sich die langjährige russisch – indische Freundschaft aus, in Indien sind sie weiterhin willkommen, wie auch das Erdöl und die Waffen aus Russland. Indien denkt strategisch, und bekommt auch sicherheitstechnisch viele moderne Waffensysteme nicht von Amerika, da hier Pakistan, der Erzfeind der engere Partner der USA ist. 

Wir genießen die Fahrt zurück, und kommen gerade rechtzeitig an, um Velis an der Eisdiele von seinem ersten Schultag abzuholen. Er ist schon morgen zu einer Party bei Israelis eingeladen. Und ist zugleich schon mit zahlreichen Hausaufgaben beschäftigt.  

Und schon auf der Fahrt mit Nadine zum Strand spielen wir rein zum Spaß mal durch, wann denn der nächste Slot wäre, der passen könnte. Die Saison 27 auf 28 oder 28 auf 29 könnte noch mal so ein Fenster sein dann hat Velis sein Abi, und Morpheus und Tara sind noch nicht in der Oberstufe. Alles nur Ideen, aber manchmal haben solche Ideen ja eine magische Kraft.

Der Vater von Ata aus Morpheus Klasse wartet mit uns an der Petrol Station. Shorts und Badelatschen., eine wilde alte Enfield und ein Lächeln, das von Jahrzehnten wilder Jahre erzählt. Er ist seit 45 Jahren hier, berichtet er, die letzten 15 Jahre „nur“sechs Monate im Jahr, die andere Zeit in der Türkei. Auch ein Künstler, er erinnert sich an die wilden Techno-Party- Jahre zwischen Berlin und Hamburg in den Neunzigern. 

Abends kommen dann noch Knut und Solveig an, unsere lieben Freunde aus Berlin und Bangladesch. Wir feiern ein Wiedersehen mit Peoples-Bier zum Sonnenuntergang auf der Veranda. 

Alle haben etwas zu viel Sonne abbekommen- Tara und dem Sportfest in der Schule und ich in der Gischt in Morgim. Morgen bleiben wir im Schatten. Ich lasse mein neues Hemd im 70-Look, gestern auf dem Flohmarkt erstanden lieber mal an und wir freuen uns auf den Abend am Bazar am Hilltop am morgigen Freitag.

Day 43

Today was an amazing day. We made it, three of our children are at school in India and we can go to the beach together with our high school graduate. Some things take a long time to happen. When we were in India with little Lysander for the first time 18 years ago and he was celebrating his first birthday, I heard about a new school in Goa, the European School of Goa. I had already had a look at it at the time and made a note in my diary that this would be a good school for Lysander when he was older and that we wanted to come to India with him during his school years. Now Velis, aged 16, is the one who visited this small but beautiful private school for the first time today. A beautifully designed school building, great facilities, its own swimming pool, small classes with motivated pupils. The principal welcomed us at 8:30 a.m., explained the school planner and the curriculum and was very pleased with our approach of giving the children an international student experience and the opportunity to travel the world. At the same time, performance is emphasized, and in the first lesson there is already the weekly performance test in physics today. When I leave the school building, get on the Enfield and drive back to Mango Shade to have breakfast and pick up Nadine, I am really excited. I have a feeling that this will not only be a valuable experience for Velis, but will also provide a very special time for us – for example, having time alone with Nadine again and being able to go to the beach. Noah and Lysi accompany us, they have already become such confident scooter riders. So today we decide to drive to the northern section of the beach near Mandrin, over the big road at the crossroads, after the bridge on the right. It is a beautiful route, a wide road and it leads uphill and downhill through green countryside, and the view of the river landscape inland looks as unspoiled as in an upper forest area. On Henry’s initiative, we are also planning a boat trip inland with a group in the next few days.

In Mandrem, near the Dunes Café, there is a beautiful, long, stretched-out beach and big waves that are used by surfers and inspire Lysi and Noah. Nadine and I are also happy, thinking back to the decades we spent here together and the many wonderful moments, and how great it is that we can now go swimming here with our children well looked after at school, and that Lysander and his friend Noah are accompanying us. After all, both of them have been in India since they were toddlers, and 18 years ago we were on this very beach, as I can read in my diary – Lysander was just learning to walk. Back then, he sat in Nadine’s backpack on the Enfield, who in turn sat behind me, and so we rattled the same route back then as we do today to Anjuna and back.

There are almost no Indians, but almost exclusively blond Russians with their children and wives. Almost like a cliché, the men are muscular, broadly built, have a large, golden cross around their necks, and the women are slim, tattooed and good-looking, and the blond children play happily in the sand. They make a pleasant impression. This is where the long-standing Russian-Indian friendship pays off; they are still welcome in India, as are the oil and weapons from Russia. India thinks strategically and does not receive many modern weapons systems from America in terms of security, as Pakistan, the arch-enemy of the USA, is its closest partner. 

We enjoy the drive back and arrive just in time to pick Velis up from his first day of school at the ice cream parlor. He has been invited to a party with Israelis tomorrow. At the same time, he’s already busy with lots of homework.  

And on the drive to the beach with Nadine, we play around with when the next slot might be, just for fun. The 27 to 28 or 28 to 29 season could be another window, Velis will have his A-levels and Morpheus and Tara won’t be in sixth form yet. All just ideas, but sometimes such ideas have a magical power.

Ata’s father from Morpheus‘ class is waiting for us at the petrol station. Shorts and flip-flops, a wild old Enfield and a smile that tells of decades of wild years. He has been here for 45 years, he tells us, the last 15 years „only“ six months a year, the other time in Turkey. Also an artist, he remembers the wild techno party years between Berlin and Hamburg in the nineties. 

Knut and Solveig, our dear friends from Berlin and Bangladesh, arrive in the evening. We celebrate a reunion with Peoples beer at sunset on the veranda. 

Everyone has had a bit too much sun – Tara and the sports festival at school and me in the spray in Morgim. Tomorrow we’ll stay in the shade. I prefer to leave my new 70-look shirt, bought yesterday at the flea market, on and we look forward to the evening at the bazaar at Hilltop tomorrow Friday.


Entdecke mehr von our travel space

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar