Kategorie: Australien
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Tropical Australia
Cairns, 29.März 2018, 18.50 Uhr
34 Tage und 5500 km später haben wir die Strecke Melbourne bis Cairns die australische Ostküste herauf geschafft.
Dankbarkeit für diese wunderbare Zeit hier in Australien, tollen Landschaften, freundlichen Menschen und einer Fahrt ohne jede Panne in einem schönen Wohnmobil auf sicheren Straßen.
Seit dem wir den Wendekreis des Steinbocks wieder überquert haben und in die Tropen zurückgekehrt sind hat es viel geregnet. Zu viel auch für Queensland. Und so waren schon vorgestern über 100 Straßen gesperrt. Auch unsere Straßen nach Cairns. An Hubschraubern und Armeefahrzeugen sah man, dass es ernst gemeint war. Es kann Tage dauern, hieß es.
Wir sind kurzentschlossen die 700 km Umweg durchs Landesinnere gefahren. Herrliche einsame Straßen durch ewige Wälder und Wiesen. Eine Nacht an einem Bach, der wie alle Gewässer reißend und überschwemmt war.
Die Kinder störten sich nicht am Wetter. Bei 25 bis 30 Grad kann man auch im Regen begeistert in Wasserparks und Pools herumtoben. Oder auch einen Wasserfall am Straßenrand für eine kurze Erfrischung nutzen.
Wir haben die letzen Tage viel in der Natur verbracht. Waren in einer schönen Höhle, den „Capricorn Caves“. Am meisten haben mich die mehr als 5000 Fledermäuse beeindruckt, die dort leben und deren Geräusch wie Wasser klingt. Beim Strahl der Taschenlampe sah man sie herumkreisen, und ein paar Zentimeter an unseren Köpfen vorbei fliegen. Ein Wunder der Natur, mit welcher Geschwindigkeit sie in der Dunkelheit durch das enge Höhlensysteme in solchen Massen fliegen können, ohne zusammenzustoßen.
Wir haben Wanderungen gemacht, durch viele Naturparks und zuletzt den tropischen Regenwald südlich von Cairns.
Tagsüber viele Interviews mit Buchautoren gehört, die wir uns in Indien heruntergeladen hatten. Je eine Stunde, sehr gut bei der Fahrt als Inspiration zu hören.
Noch einmal Wohnmobil mit allem was dazugehört. Tolle Orte, lange Fahrten, viel Familie auf engem Raum, Weltreiseschule, Essen kochen, Schlafplätze suchen. Endlose Natur. Grandiose Sternenhimmel oder gewaltige Wassermassen.
Und jetzt Cairns. Für zwei Tage ein Hütte, der Wagen wurde heute abgeben. Wir haben uns sehr wohlgefühlt in diesem reisenden Zuhause.
Morgen Abend fliegen wir nach Bali. Über 7 Monate sind wir schon unterwegs. Haben schon so viel gesehen, erlebt, erfahren. Aber Australien hat alles gegeben und wir sind noch nicht reisemüde. Im Gegenteil. Jetzt freuen wir uns auf ein Haus in Bali, eine Woche Yoga-Festival, auf Lombok, Japan und dann drei Monate Amerika.
Dankbarkeit für das Geschenk, diesen Traum mit unseren tollen Kindern erleben zu dürfen.
Wir sitzen zum Sonnenuntergang alle zusammen in Whirlpool unter Palmen. Nachts, als alle Kinder schlafen und es in Strömen den warmen Tropenregen schüttet, gehen Nadine und ich noch mal alleine hinein.





















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Tage in Byron Bay, Aufbruch nach Queensland
Donnerstag, 22.03.2018, Sunshine Coast, Queensland
Nach vier erholsamen Tagen auf einem Caravan Parc in Byron Bay mit Aquapark für die Kinder und Abenden am lässigen Main Beach brechen wir Richtung Norden auf. Doch dann lädt uns Karin und ihr Sohn Arlian zum Treffen am Strand in Byron Bay ein. Wir genießen die Zeit zusammen und können bei den Beiden vor der Tür parken. Es werden so zwei herrliche Tage in einem schönen Haus mit Garten, langen Spaziergängen am Strand und zu einem See mit rotem Wasser daraus. Alle genießen die tolle Gastfreundschaft und so brechen wir erst gestern morgen schließlich nach 8 Nächten in Byron Bay Richtung Norden auf.
Ein Wasserfall im Regenwald begeistert alle, danach bleiben wir noch eine Nacht in der malerischen Hügellandschaft und kehren heute zum Meer zurück. In Goldcoast werden weitere Hochhäuser gebaut, es stehen dort bereits das höchste Wohnhaus der südlichen Hemisphäre.
Wir haben weiter Glück mit dem Wetter, von Schauern abgesehen ist es meist sehr warm und wir genießen weiter Sonne satt mit Sonnencreme Faktor 50.
Jetzt sind die weiteren Flüge gebucht, nach Bali in 8 Tagen geht es dann weiter über Lombok nach Osaka. Von dort nach Hawaii und dann Mai/Juni von Seattle bis Las Vegas mit einem Wohnmobil.
Meine Eltern stoßen in Seattle dazu und so fahren wir einen Monat gemeinsam im großen Wohnmobil die Westküste herunter. Ein tolles Abenteuer in drei Generationen. Zum Abschluss dann 6 Wochen Südamerika mit Schwerpunkt Peru.
Aber jetzt haben wir erst einmal noch die 1600 km nach Cairns vor uns, in 8 Tagen geht der Flieger. Wir haben dann sehr viel gesehen und mit Byron Bay und Melbourne zwei erstaunliche Orte länger bei Freunden kennenlernen dürfen.
Es bleibt noch genug zu sehen in Australien, wir werden wieder kommen.


















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Bundjalung National Park, Mullumbimby, Byron Bay
Mittwoch, 14. März 2018, Mullumbimby, Showground, New South Wales, Australia, 21.46 Uhr
Wieder fahren wir einen lange Schotterpiste durch malerische Landschaft in einen National Park hinein, um einen der einsamen Plätze in der Natur zu genießen. Black Rock Campground 2 Stunden südlich von Byron Bay enttäuscht uns nicht. Die Kinder lieben die schwarzen Felsen aus Sandstein, die wunderbare Spuren auf Haut und Kleidung hinterlassen. Und es ist einsam. Morgens noch angenehm zum laufen, wird es um die Mittagszeit heiß uns wir müssen ein Lager aus Decken bauen. Wir sind von Sonnenaufgang bis Untergang am Strand und verbringen zwei herrliche Tage in der Natur.
Und jetzt Byron Bay. Wir parken direkt am Surfer Lockout beim Leuchtturm, dort läuft die Welle parallel zum Strand und bietet perfekte Bedingungen. Es ist sehr lässig dort, junge Leute mit coolen alten Autos, Surfschulen wie grauhaarige Surfer bevölkern Wasser, Ufer und Strand.
Und es ist eine freundliche Stimmung, wir fühlen uns willkommen und verbringen einen sehr entspannten Tag am Wasser gestern. Die Kinder bauen stundenlang Burgen und wir spielen Volleyball. Abends geht es nach Mullumbimby, 15 km im Landesinneren gelegen und auch sehr alternativ geprägt. Dort auf dem Showground kann man günstig übernachten, es stehen alte Reisebusse neben uns. Gestern Abend und heute Nacht regnet es noch, heute ist wieder strahlender Sonnenschein und das Wasser noch angenehm zum Baden.
Heute dann auf einem freien Parkplatz im Ort zu Fuß durch Byron Bay. Erster Stop an einem Schwimmbad mit 50-Meter-Becken direkt am Strand. Die Kinder sind begeistert. Wir lernen eine nette Filmemacherin aus Österreich kennen, die einen 12jährigen Sohn hat und auch schon viel gereist ist, sie war lange auf Bali mit dem Sohn dort in der Schule. Jetzt hat sie einen Film mit dem Sohn gedreht zum Thema Meere und Plastik. Für Schulen; gestern kam er auch im Fernsehen: plasticfreeboy
Und zum Nachmittag sitzen wir mit den jungen Leuten auf der Wiese und am Strand und hören Musikern zu. Es gefällt uns in Byron Bay, wir fahren morgen wieder hin.












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Manning Point
Samstag, 10.03.2018, 20.09 Uhr, Manning Point, New South Wales, Australia
Wir sind jetzt seit langem das erste mal wieder auf einem richtigen Campingplatz. Wenig Leute hier, 40 Dollar die Nacht. Heiß Duschen, Wäsche waschen, im Swimmingpool schwimmen, am Strand morgens Muscheln sammeln und abends den Kindern beim Spielen zuschauen. Ein Tag Pause vom Fahren. Gestern früh Aufbruch von Sydney, einkaufen bei Aldi, Mittag essen an parkgroßen Rastplätzen. Blinkist hören, über Deutschland, das begeistert die Jungs. Weiter durch malerisch grüne Landschaften.
Abends ist es angenehm warm und man hört das Meer rauschen und immer wieder erstaunliche Vögelgeräusche. Es sind vor allem Rentner und Fischer hier auf dem Platz. Hier fließt der Manning River ins Meer.
Das Leben im Camper on the road macht allem Spaß, wir planen in den USA auch noch mal einen auszuleihen, geplant ist von Seattle nach Los Angeles im Mai. Reiseplanung: heute einmal die folgende Route im Internet getestet: Bali-Kambodia-Japan-Hawaii-Seattle, von Los Angeles weiter nach Lima-Peru. Alles mit günstigen Flügen machbar. Dort die letzten 6 Wochen. Morgen wieder weiter Richtung Norden, es liegen noch 2300 km vor uns in den nächsten 3 Wochen.









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Sydney
Donnerstag, 8.03.2018, 22.02 Uhr, Sydney, auf einem Parkplatz im Norden
Sydney. Wir haben die Stadt gemeistert. Viel zu spät losgekommen, die Kinder wollten gar nicht weg von der Halfpipe einmal vorbei an der Oper und durch das Financial District gefahren und schließlich einen Parkplatz gefunden. Noch was gekocht und dann los, mit der Metro rein in die Stadt. Morpheus bekommt Sid als Ersatz für den verlorenen Pinguin als neues Kuscheltier, eine Schildkröte. Sid darf sofort alle Rolltreppen auf dem Geländer mitfahren. Ein Banker spricht uns an und meint: „absolutely awesome!“, als er uns mit trolley und vier Kindern sieht. Er erzählt, dass er selbst 5 hat und die Situationen genau kennt, die er heute beobachten konnte: eines schreit, eines läuft weg, einer will was und einer hat großen Spaß…
Als dann Tara ruft sie muss einmal versteht er sofort und lässt Nadine mit Tara und Morpheus hinein mit der Chipkarte ins Hochhaus der Citybank. Unsere Freundin Inci aus Melbourne hatte recht; Melbourne ist wie San Francisco, Sydney wie New York. Nach Eis für 5 Dollar die Kugel Besuch im. Tesla-Laden (Morpheus: wenn ich groß bin hole ich mir so einen mit den Türen nach oben auf“) Blick auf Opernhaus und Kreuzfahrtschiffe geht es dann wie in New York mit der Fähre nach Menly herüber.
Und schließlich mit Metro, umsteigen, zurück zum Wagen und in der Nacht mit vielen U-Turns über Tunnel und verwirrende Abzweigungen heraus aus der Stadt. Der Campingplatz hat schon zu, wir parken auf dem Parkplatz am Straßenrand und fallen nach Nudeln und aufräumen alle erschöpft aber happy ins Bett. Geschafft! Und sehnen uns wieder nach einsamer Natur…








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Big Hill Track und Great Otway National Park
Donnerstag, 1. März 2018, 18.35, Blanket Bay Camp, Great Otway Park, Victoria, Australien
Gestern beschlossen wir eine zweite Nacht in unserem Camp zu bleiben, und ich erkundete morgens beim Joggen die Gegend. Der Waldweg zog sich weit bergauf und bergab durch den Eukalyptuswald mit seinen riesigen Bäumen. Darunter meterhohe Farne, eine ganz andere Landschaft als ich sie kenne. Und so machten wir uns nach dem Frühstück los auf eine Wanderung. Endlich kam auch mal wieder der Beach-trolley zum Einsatz, und er bewährte sich sehr. Es wehte immer wieder ein starker Wind und wir stellten uns bei den kurzen Schauern in einem hohlen Baumstamm unter. Und schlugen einen Lagerplatz in den Farnen auf. Abends lernten wir zwei sehr nette Hamburger Weltreisefamilien kennen, mit gemeinsam auch vier blonden Kindern. Spannend zu hören, wie die ihr Jahr gestaltet hatten, und abends am Lagerfeuer in großer Runde erfuhren wir spannende Erlebnisse aus Iran, Aserbaidschan, Australien und vielen anderen Ländern. Und die Kinder freuten sich sehr über Spielkameraden.
Und heute ging es weiter an der malerischen Küste weiter zum Blanket Bay Camp, über eine Gravel Road im Park zu erreichen und an einer einsamen Bucht gelegen.





















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Great Ocean Road
Dienstag, 27.02.2018, Big Hill Track Campsite near Lorne, 22.46 Uhr
Es gibt sie, die freien Campingplätze an der Great Ocean Road. Wir haben in den kleinen Kreis der 12 Plätze noch Platz gefunden, weil ein junger, sympathischer Australier in Shorts und freiem Oberkörper zu uns herauskam und meinte, er könnte doch sein Auto umstellen, dann würden wir auch noch hereinpassen. So cool. Denn wir sind hier mitten im Wald, in einem öffentlichen Park wo es einen freien Platz gibt, mit Plumsklos und legal. Es ist eine lässige Atmosphäre hier, wir sitzen lange mit unseren freundlichen Nachbarn am Feuer und mit den mutigen Morpheus und Tara vornweg suchen wir Holz zwischen den riesigen Bäumen um das Feuer am brennen zu halten.
Es ist wunderschön an den ewigen Stränden, es gibt wieder Schule mit Aussicht und wir machen an zwei Stränden halt. Und besuchen morgens ein Aborigines- Museum, lernen über die ursprünglichen Namen dieses großen Landes und die Geschichte der Ureinwohner.
Es kommt einem immer wieder unwirklich, wie in einen Traum vor dass wir hier alle zusammen sein können und diese Schönheit zusammen entdecken können. Die Jungs finden grüne Muscheln und wieder sehen wir die roten Papageien im Wald. Die Straße vom Meer hoch kommt mir im malerischen Wald ein VW Variant entgegen, das Auto meiner frühen Kindheit. Mal sehen, wo wir Morgen landen..











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Wieder im „Motorhome“ unterwegs
Montag, 26.02.2018, 21.47, Torquay, Great Ocean Road, Australia
Wir sind also wieder mit dem Wohnmobil unterwegs. Unser ganzes Gepäck im überraschend schicken Wohnmobil verstaut. Der hat weiche Decken, einen großen Einbaukühlschrank und einen Backofen.
Es ist wieder eine Umstellung, auf so wenig Raum zu 6. Aber die Landschaft ist wirklich wunderschön, wir verbringen die Nacht von Samstag auf Sonntag im Yarra Valley um am Sonntag die Healesville Sanctuary mit ihren australischen Tieren in deren Natur anzusehen. Unsere lieben Freunde aus Melbourne kamen noch vorbei und wir grillten noch mal echt „Aussie-Style“ auf dem typischen gasversorgten Edelstahlfeld, das man hier in Parks häufig sieht. Zur freien Verwendung und mit Gas auf Knopfdruck für 10 Minuten.
Ein rauschender Bach neben einem, ein sternenklarer Himmel und Morgens Papagein vor der Tür. Und die riesigen Eukalyptusbäume. Herrlich.
Heute dann Aufbruch zur Great Ocean Road, erste Etappe die Surfer-Stadt Torquay, mit einem eigenen Surfer-Museum. Sehr spannend.
Und einer wunderschönen Küste, wo wir sogar eine Robbe sahen. Australien ist wirklich etwas besonderes. Wir sind immer wieder einfach dankbar, dass wir hier sein dürfen und noch so viel Zeit haben.












