Kategorie: Indien

  • Happy New Year 2025!!!

    Happy New Year 2025!!!

    Tag 25 und 26 -Das Jahr 2024 verabschiedet sich in Agonda mit einem perfekten Sonnenuntergang, der noch den Himmel lange in violett roten Farben färbt. Die Kinder stehen am Straßenrand mit ausgestopften Puppen, um Geld für das kirchliche Weihnachtsfest zu sammeln. ganz Agonda und Umgebung, wirft sich in Schale mit dem feinen Abendkleid und dem Anzug mit Lackschuhen, um an der Abendmesse um 22:00 Uhr in der katholischen Kirche unter freiem Himmel teil zu haben. Wir wählen spontan das Mariposa, einen sonst nicht zu besuchtes Restaurant für den Silvesterabend aus, und als hätten sie es gewusst, ist dort eine große Anlage am Strand aufgebaut und man spielt Techno Musik – was hier in dem ruhigen Agonda sonst nicht zu hören ist.

    Wir sind noch einmal in der wilden 13 zu 13. zusammen, bevor Felise und Familie morgen wieder Richtung Heimat fliegt. Wolfgang schwärmt von seinem Yoga Retreat, wo er zwar anstrengende 4 Stunden am Tag intensiv Yoga machen musste, aber dafür in einer traumhaften Umgebung am Strand am abgelegenen Cola Beach sehr genossen hat. Nicht nur ich spiele mit dem Gedanken, mir auch mal so eine Auszeit zu gönnen, vielleicht auch dort.

    Nadine hat ihr Glückschwein fertig gehäkelt, das sie Livia zu Sylvester schenkt.

    Zur Freude von Morpheus und Inyan finden wir kurz vor Mitternacht, noch den entscheidenden, kleinen Laden mit Feuerwerk am Ende der Straße, und zünden, dann zum Neujahr nicht nur etwas schwach, schmalbrüstige Raketen, , dafür aber ein 60 Schuss, Feuerwerk und viele schöne Fontänen. Von den zwei Laternen schafft es eine Weile über den Horizont, während die anderen schon beim Start abbrennt.

    Beim Aufwachen gehe ich erst mal schwimmen, und freue mich über die Perspektive auf ein neues Jahr zu blicken, dass wir wie ein unbeschriebenes Buch vorkommt – indem noch jede Seite individuell gestaltet werden kann. Mit dem Abstand aus der Ferne erscheinen mir auch die Routine des Alltags daheim interessant, und der Rückblick auf 2024 war für mich der Blick auf ein äußerst intensives Jahr mit so vielen Erlebnissen und Erfahrungen in so unterschiedlichen Dimensionen, dass das vorherrschende Gefühl Dankbarkeit ist.

    Velis hat aus Japan das Konzept des Gambaro mitgebracht, der japanischen Einstellung in Allem das Beste zu geben. Mich inspiriert dies, gleich das von Felise als Bildungsexpertin Alva geschenkte Werk „Wie man in allem besser wird“ von Scott H. Joung weiter zu lesen.  Der Autor wird als Ultra Learner bezeichnet, und will einem in diesem Werk beibringen, mit welchen zwölf Prinzipien, das lernen erleichtert und optimiert wird. Die drei elementaren Schlüsselfaktoren sind Beobachtung, intensive Übung und konstruktives Feedback. 

    Die für mich interessantesten Erkenntnisse bisher sind, dass die moderne Forschung die Idee nicht stützt, dass das Gehirn wie ein Muskel funktioniert und man sozusagen mit Übung in einem Gebiet auch in anderen Gebieten zu besseren Ergebnissen kommt. Es gibt hierfür wohl keine Belege, etwa für die oft behauptete Verbesserung des strategischen Denkens durch Schachspiel, oder dass man durch Latein lernen das Gedächtnis verbessern würde. 

    Zusammen mit dem Hinweis, dass das übliche Auswendiglernen von großen Stoffmengen in kurzer Zeit nicht dazu führt, dass man sich den Inhalt längerfristig merken kann, gibt dies einem doch zu denken.

    Aber das Gehirnjogging nicht funktioniert und Kreuzworträtsel nicht dazu helfen, dass man ein besseres Problemlösungsverständnis entwickelt, leuchtet mir ein

    Auch fand ich interessant, dass lernen eben Anstrengung bedeutet, wenn es nicht anstrengend ist, führt es auch nicht zu einem Wissenszuwachs oder Fähigkeitzuwachs. Und etwas einfach nur lange zu tun, bedeutet nicht, dass man darin besser wird.

    Auf der anderen Seite zeigt das Buch auf, dass es spezifische Lernstrategien sind, die zur Verbesserung führen, die überdurchschnittlich sind. Die üblichen Methoden mit ausprobieren und versuchen, selbst ein Lösungsweg zu finden scheitern bei den meisten Aufgaben. 

    Viel besser funktioniert es dagegen, sich erfolgreiche Lösungswege von wirklichen Experten oder Könnern in einem Gebiet anzuschauen und von diesen zu lernen.

    Und intuitiv greift man nicht automatisch zur richtigen Methode. – Lernanfänger versuchen, oft, kreative Methoden auszuprobieren, während Ihnen vorgegebene Lösungsroutinen vielmehr Erfolg versprechen würden. Andersherum sind Fortgeschrittene in einem Gebiet meist verführt, routinemäßig vorzugehen, während sie viel mehr davon profitieren würden, neue Lösungswege auszuprobieren.

    Ich habe es gleich mal mit meinem täglichen Brustschwimmen ausprobiert und ChatGPT gefragt, was der effizienteste Schwimmstil ist. Was ich festgestellt habe, ist, dass ich nach 50 Jahren Brustschwimmen, sehr wenig von dem mache, was sich als gutes Brustschwimmen herauskristallisiert hat. Was ich aber festgestellt habe, ist auch, wie schwer es ist 50 Züge zu versuchen, eine andere Strategie anzuwenden als die, die man gewohnt ist. Lernen ist eben auch anstrengend.

    Großen Spaß, macht es aber mit unserer großen Kindergruppe bei Madhu ein ausgiebiges Frühstück zu genießen und viel von Velis Erfahrungen in Japan zu erfahren und zu hören, wie sich alle freuen, wieder miteinander Zeit zu haben.

    Ich mag ja Zahlenspiele, und 2025 ist eine Quadratzahl, und zwar 45 ² . Bis zur nächsten Quadratzahl als Jahreszahl im Jahre 2116 sind mehr als 100 Jahre.  2025 ist allein schon deshalb ein außerordentliches, sehr symmetrisches Jahr.

    Ich wünsche allen ein schönes, gesundes und glückliches Jahr 2025!!!

    The year 2024 bids farewell in Agonda with a perfect sunset that continues to tint the sky in purple-red colors for a long time. Children stand on the roadside with stuffed dolls to collect money for the church Christmas festival. The whole of Agonda and the surrounding area dresses up in fine evening dresses and suits with patent leather shoes to attend the open-air evening mass at 10 p.m. in the Catholic church. We spontaneously choose the Mariposa, an otherwise unfrequented restaurant for New Year’s Eve, and as if they had known, a large sound system is set up on the beach and techno music is played – which is not usually heard here in the quiet Agonda.

    We are together once more in the wild 13 before Felise and her family fly back home tomorrow. Wolfgang raves about his yoga retreat, where he had to do intensive yoga for an exhausting 4 hours a day, but really enjoyed it in a dreamlike setting on the beach at the secluded Cola Beach. I’m not the only one toying with the idea of treating myself to a break like this, perhaps there too.

    To the delight of Morpheus and Inyan, we find the crucial little store with fireworks at the end of the street shortly before midnight, and set off not just a few weak, narrow-chested rockets for the New Year, but a 60-shot firework display and lots of beautiful fountains. One of the two lanterns makes it over the horizon for a while, while the other burns down at the start.

    When I wake up, I go for a swim and am delighted by the prospect of looking at a new year that seems like a blank page in a book – where every page can still be individually designed. With the distance from afar, the routine of everyday life at home also seems interesting to me, and looking back on 2024 was for me a view of an extremely intense year with so many experiences and adventures in so many different dimensions that the prevailing feeling is gratitude.
    Wähle brought the concept of the Camaro with him from Japan, the Japanese attitude of giving the best in everything. It inspires me. This, immediately to continue reading the work „How to become better at everything“ by Scott H. Joung, gifted by Felise as an educational expert Alva. The car is called an Ultra Learner, and in this work he wants to teach you the twelve principles that facilitate and optimize learning. The three elementary key factors are observation, intensive practice and constructive feedback.
    The most interesting findings for me so far are that modern research does not support the idea that the brain works like a muscle and that practice in one area leads to better results in other areas. There seems to be no evidence for this, such as the often claimed improvement in strategic thinking through playing chess, or that learning Latin would improve memory.
    Together with the fact that the usual memorization of large amounts of material in a short period of time does not lead to the content being remembered in the long term, this does give food for thought.
    But it makes sense to me that brain training doesn’t work and crossword puzzles don’t help you develop a better understanding of problem solving.

    I also found it interesting that learning means effort, if it is not strenuous, it does not lead to an increase in knowledge or skills. And simply doing something for a long time does not mean that you will get better at it.

    On the other hand, the book shows that it is specific learning strategies that lead to improvement that are above average. The usual methods of trying things out and trying to find a solution yourself fail for most tasks.

    In contrast, it works much better to look at successful solutions from real experts or experts in a field and learn from them.

    And you don’t automatically use the right method intuitively. – Beginners often try out creative methods, whereas predetermined solution routines would promise them more success. Conversely, advanced learners in an area are usually tempted to proceed routinely, whereas they would benefit much more from trying out new solutions.

    I tried it out with my daily breaststroke and asked ChatGPT what the most efficient swimming style is. What I found is that after 50 years of breaststroke, I do very little of what has emerged as a good breaststroke. But what I’ve also realized is how hard. It’s 50 strokes of trying to use a different strategy to the one you’re used to. Learning is also exhausting.

    But it’s great fun to enjoy a hearty breakfast with our large group of children at Madhu’s and to hear about Willi’s experiences in Japan and how happy everyone is to have time together again.

    I like number games, and 2025 is a square number, namely 45 ² There are more than 100 years until the next square number as a year in 2116. For that reason alone, 2025 is an extraordinary, very symmetrical year.

    I wish a beautiful, healthy and happy year 2025 for everyone!!!

  • Velis ist zurück aus Japan

    Velis ist zurück aus Japan

    Tag 23 und 24. Wir  brechen früh am Morgen auf, um am 1,5 km entfernten, südlichen Ende des Strand mit einem indischen Yoga Lehrer am Strand auf dem bereit gelegten Matten Yoga zu praktizieren. Alva und Morpheus sind mitgekommen, und es macht Spaß gemeinsam zu fünft mit einem Privatlehrer Yoga zu üben. Auf dem Weg zurück wird einem schon richtig heiß, wir sind froh, zum Frühstück wieder daheim zu sein. 

    Es gibt noch mal ausgiebig Mathe und Deutsch nach dem Frühstück, bevor dann wieder die Wellen verlocken, während Nadine, Felise und ich längere Schwimmausflüge machen. Das Meer ist ruhig, die Wellen überschlagen sich nur am Strand und weiter draußen kann man auch ohne Strömung problemlos schwimmen. Ein Lifeguard auf dem Jetski kümmert sich nur um die indischen Nichtschwimmer, und lässt uns unbehelligt draußen weiter schwimmen.

    Ich fahre mit dem Roller mal den Strand Richtung Süden auf der Dorfstraße entlang und stelle fest, dass wir hier hier auf der ruhigen Seite sind – dort gibt es einige Restaurants und Bars, die schon von den doch jetzt zahlreich anreisenden Touristen aus aller Welt bevölkert sind.

    Aber es stimmt schon, Indien hat ein Image Problem, und seit 2019 haben die Zahl der Touristen aus dem Ausland abgenommen. Velis erzählt, man hätte ihn eher bedauert, als er von seiner Aussicht erzählt hätte, zwei Monate in Indien zur Schule zu gehen.

    Ja, er ist wieder da! Heute Morgen haben ihn Nadine und ich in aller Frühe vom Flughafen abgeholt. Er war schon überpünktlich da und rannte uns entgegen, freudestrahlend. Eine große Freude, ihn nach fast zehn Monaten wieder ihr Arme zu schließen. 

    Und als ihn dann Tara, Morpheus und Lysander in Agonda begrüßen, da fühlt es sich für uns Eltern und wohl auch für die Kinder wieder vollständig an. 

    Es gibt viel zu erzählen, denn er war in einer ganz anderen Welt zu Hause. Aber als Sechzehnjähriger alleine zu fliegen scheint kein Problem gewesen zu sein- nur geschlafen hat er mit seinen drei Stops in China, Thailand und Indien wenig. 

    Mit Lysander geht er erst mal in den Gym, mit allen Kindern ins Meer, und ich mache mit Velis und dann Lysander kleine Touren mit dem Bike- beide fühlen sich sofort wieder vertraut. Kein Wunder, waren doch beide noch vor ihrem ersten Geburtstag das erste Mal hier. 

    So gibt es Kartenspiel am Strand, Frisbee und eine leckeres Abendessen im Sonnenuntergang, der heute besonders malerisch war. 

    Morgen ist der letzte Tag des Jahres, und wie viele auf der Welt schauen wir zurück und erinnern uns an ein intensives Jahr voller Erlebnisse. 

    Day 23 and 24: We set off early in the morning to practise yoga with an Indian yoga teacher on the beach, 1.5 km away at the southern end of the beach, on the mats laid out ready for us. Alva and Morpheus have come along, and it’s fun to practise yoga together with a private teacher. We get really hot on the way back and are glad to be back home for breakfast.

    After breakfast, we do a lot of math and German before the waves tempt us again while Nadine, Felise and I go on longer swimming trips. The sea is calm, the waves only make a splash on the beach and further out you can swim without any problems even without a current. The lifeguard on the jet ski only looks after the Indian non-swimmers and lets us continue swimming outside unmolested.

    I take the scooter south along the beach on the village road and realize that we are on the quiet side here – there are a few restaurants and bars that are already populated by the numerous tourists from all over the world who are now arriving.
    But it’s true that India has an image problem, and the number of tourists from abroad has decreased since 2019. Velis says that people were rather sorry for him when he told them about his prospect of going to school in India for two months.

    Yes, he’s back! Nadine and I picked him up from the airport early this morning. He was already there on time and ran to meet us, beaming with joy. It was such a joy to have him back in our arms after almost ten months.

    And when Tara, Morpheus and Lysander greeted him in Agonda, it felt complete again for us parents and probably for the children too.
    There is a lot to tell, because he was at home in a completely different world. But flying alone as a sixteen-year-old doesn’t seem to have been a problem – he just didn’t get much sleep during his three stops in China, Thailand and India.

    He goes to the gym with Lysander and into the sea with all the children, and I go on short bike tours with Velis and then Lysander – they both immediately feel familiar again. No wonder, as they were both here for the first time before their first birthday.

    We play cards on the beach, have a game of frisbee and a delicious dinner in the sunset, which was particularly picturesque today.

    Tomorrow is the last day of the year and, like many around the world, we look back and remember an intense year full of experiences.

  • Cola Beach

    Cola Beach

    Tag 21 und 22  – Wir nehmen die kleine kurvige Küstenstraße. Der Taxifahrer meint auf der Hauptstraße ist die Hölle los. Zu viele indische Touristen, die nicht Autofahren können, sagt er. Es ist Prime time zwischen Weihnachten und Neujahr. Vor Covid kamen die meisten Touristen aus dem Ausland, jetzt sind es überwiegend Inder., erzählt er. Die Inder geben viel mehr Geld aus, bleiben aber kürzer. Sie kommen für ein paar Tage aus oder Bangalore oder Poona, nach 14-16 Stunden Autofahrt, auch wegen dem günstigen Alkohol. Wie schnell sich die Welt ändert! Jetzt sind es die Touristen aus dem Westen, die auf dir Preise achten, während für die einheimischen das Geld locker sitzt. Auf halber Strecke hielt der Fahrer an, holte sich einen Chai und zog sich um- eine weiße Uniform ist für den Taxifahrer vorgeschrieben. 

    Entlang der Straße werden Stromkabel verlegt- immer noch mit der Spitzhacke mit Handarbeit von jungen Männern mit freiem Oberkörper. Indien hat immer noch die größte Zahl an Armen auf der Welt, mit 250 Millionen jeder 6. 

    Als wir dann in Panjim eine achtspurige Doppel-Hängebrücke überqueren, spüre ich dass dies eine der versprochenen Infrastruktur-Investitionen ist- für die Zukunft vorbereitet. 

    Lysander ist gelandet, und ich hole ihr vom Flughafen  Dabolim ab. Auch hier ein neues Terminal, obwohl es auch einen neuen internationalen Flughafen 50 km nördlich in Mopa gibt. Er hat viel erlebt, als er 39 Stunden nach seinem Aufbruch von Oma und Opa in Zwickau 5 Minuten vor Mitternacht von Tara und Nadine freudig begrüßt wird. Zwickau, Leipzig, Berlin, Istanbul, Riad, Mumbai, Panaji und zuletzt 90 min nächtliche Raserei mit einem wilden Taxifahrer. Für den Wechsel in Riad brauchte er dann doch ein richtiges Visum für 100 Euro, um seinen Koffer vom Gepäckband holen zu können und neu einzuchecken, das Ganze um 2:30 Uhr morgens. Als kleine Aufmerksamkeit zu Weihnachten hatte ich ihm aber das Promotions-Angebot von Air India beim Einchecken gegönnt- ein mal Business Class von Saudi-Arabien nach Mumbai zu Schnäppchen von 100 Euro Aufpreis. 

    Wir gedenken auch den 230.000 Opfern des Tsunami vor 20 Jahren- damals waren Felise, Nadine und ich ja auch in Indien. Wir hatten noch keine Kinder und wir schwammen gerade im Meer- aber auf der Westküste, weit entfernt. Wir hatten das Gefühl, das Meer zieht uns nach Afrika heraus, bevor wir auf dem Strand saßen, aber die Welle war nur wie eine Sturmflut und ging zu den Strandliegen, aber ohne Gefahr- ganz anders als in Indonesien und Thailand.

    Nach Schule im Restaurant gehen Nadine und Tara zur Massage, während ich mit dem Roller einen kleinen Ausflug zur benachbarten Cola-Bucht mache. Ich wähle die kleinen Straßen die ich so liebe, zwischen Palmen, einfachen Häusern aus den roten Ziegeln und über Flüsse hinweg und bergauf bis es einen Schleichweg durch die Landschaft über Stock und Stein bis     an die Steilküste vorgeht- von hier aus muss man eine Treppe herabsteigen.

    Es ist wieder heiß geworden, nach den eher kühlen Temperaturen vor Weihnachten ist es jetzt deutlich über 30 grad und ich gönne mir einen „Salty Lemon Soda“ mit Aussicht, umgeben von Indern.

    Heute sind die Wellen größer, und zum tiefroten Sonnenuntergang ist auch Lysi mit im Wasser und genießt die Gischt und das warme Meer. 

    Day 21 and 22 – We take the small winding coastal road. The cab driver thinks all hell is breaking loose on the main road. Too many Indian tourists who don’t know how to drive, he says. It’s prime time between Christmas and New Year. Before Covid, most tourists came from abroad, now it’s mostly Indians. Indians spend a lot more money, but stay for a shorter time. They come for a few days from or Bangalore or Poona, after a 14-16 hour drive. How quickly the world is changing! Now it’s the tourists from the West who pay attention to the prices, while the locals have more money to spend. Halfway through the journey, the driver stopped, got himself a chai and changed – a white uniform is mandatory for cab drivers.
    Electricity cables are laid along the road – still done by hand with a pickaxe by young, bare-chested men. India still has the largest number of poor people in the world, with 250 million out of 6.
    As we cross an eight-lane double suspension bridge in Panjim, I sense that this is one of the promised infrastructure investments – prepared for the future.
    Lysander has landed and I pick her up from Dabolim airport. A new terminal here too, although there is also a new international airport 50 km to the north in Mopa. He has experienced a lot when he is greeted by Tara and Nadine in Zwickau 39 hours after his departure from Omb and Opa, 5 minutes before midnight. Zwickau, Leipzig, Berlin, Istanbul, Riyadh, Mumbai, Panaji and finally 90 minutes of speeding through the night with a wild cab driver. For the change in Riyadh, he needed a proper visa for 100 euros to be able to get his suitcase from the baggage carousel and check in again, all at 2.30 in the morning. As a little Christmas present, however, I treated him to Air India’s promotional offer at check-in – one Business Class flight from Saudi Arabia to Mumbai for the bargain price of 100 euros extra.

    We also commemorate the 230,000 victims of the tsunami 20 years ago – Felise, Nadine and I were also in India at the time. We didn’t have any children yet and we were swimming in the sea – but on the safe side. We had the feeling that the sea was pulling us out to Africa before we sat on the beach, but the wave was just like a storm surge and went to the loungers, but without danger – very different from Indonesia and Thailand.

    After school at the restaurant, Nadine and Tara go for a massage while I take the scooter for a little trip to the neighboring Cola Bay. I choose the small roads that I love so much, between palm trees, simple houses made of red bricks and across rivers and uphill until there is a secret path through the countryside over hill and dale to the cliffs – from here you have to descend a flight of steps.

    It has become hot again, after the rather cool temperatures before Christmas it is now well over 30 degrees and I treat myself to a „Salty Lemon Soda“ with a view, surrounded by Indians.

    The waves are bigger today and Lysi is also in the water at sunset, enjoying the spray and the warm sea.

  • Weihnachten

    Weihnachten

    Tag 19 und 20 – Weihnachten 2024 in Agonda war ein schönes Fest, mit Wichteln in der Abendsonne unter einem Mangobäumchen und elf kleinen und großen Reisenden – spontane Gedichtvorträge, fröhliches Beisammensein und natürlich Singen und Weihnachtsplätzchen essen.

    Die wichtigste Beschäftigung der Kinder ist das Wellenbrett und die Frage, wer die immer knappen Bretter benutzen darf. Mit Nadine habe ich langsam wieder eine Routine, nach einem morgendlichen Spaziergang am Strand gehen wir erst einmal schwimmen, bevor wir uns zum Schreiben, Lesen oder in einem der Strandcafés treffen.
    Aber natürlich gibt es auch Einkäufe zu erledigen, Lichterketten und Weihnachtsschmuck müssen besorgt werden, und dafür habe ich mir gleich einen Roller für die zehn Tage ausgeliehen. Nachdem ich endlich auch verstanden hatte, wie man den Deckel öffnet, um den jetzt obligatorischen Helm aufzusetzen (Only Drivers, erklärte mir der junge Mann), es Benzin aus alten Wasserflaschen am Kiosk in den Tank gab, ging es mit Morpheus, der mich auf dem ersten Ausflug begleiten wollte, schon die erste Fahrt ins 12 km entfernte Chaudi. Ich merkte dann schnell, dass ein wesentliches Utensil doch die Sonnenbrille in Indien ist, und des Weiteren, dass man sich auf Google Maps hier nicht wirklich verlassen kann, vor allem wenn es keinen Empfang des Mobilfunknetzes gibt. Nach kleineren und größeren Umwegen fanden wir dann aber doch den Weg und nach einigen Stopps am Busbahnhof, dem Marktplatz und anderen typisch indischen Geschäften, die wieder diesen Charme des ländlichen indischen Lebens versprühten, der einfach unbeschreiblich ist. Endlich finden wir den Laden mit den Lichterketten. Der nette Verkäufer testet natürlich jede einzelne und auch die elektrische Verlängerung, um vor den Augen des Kunden zu beweisen, dass sie auch funktioniert. Zumindest vorerst, muss man sagen, denn Taras Versuch, diese Lichterkette in die Steckdose zu stecken, führte leider schon zum ersten Stromschlag, den Tara zum Glück nur mit einem Schreck überstand. Das mit der Isolierung der Kabel hat wohl nicht so ganz geklappt. Sie leuchtete ein paar Minuten, bevor sie den Geist aufgab. Aber wir haben gleich drei gekauft und drei verschiedene Sorten, von denen zwei bis heute fröhlich blinkend ihren Dienst tun.

    Wenn man vergessen hat, wie es ist, in Indien mit einem Motorroller durch die Gegend zu fahren, dann erinnert man sich schnell wieder an das Hupen, wenn sich jemand nähert, an die Kühe auf der Fahrbahn, an die kurvenreiche Strecke mit überraschenden Schlaglöchern Und an die inzwischen erstaunliche Präsenz von SUVs, die dann kaum noch alleine durch die kleinen Gassen passen, geschweige denn, wenn sich zwei begegnen. Und natürlich immer noch ab und zu Polizisten mit langen Holzstöcken, die willkürlich Fahrer herausziehen und zur Kasse bitten. Auf dem Weg nach Süden, am Strand entlang heute Morgen suchte ich vergeblich nach der Stelle, an der früher die Overland Trucks standen – jene Wagemutigen, die mit ihren eigenen Fahrzeugen aus Deutschland hierher kamen. Vielleicht gibt es sie noch, aber leider haben sie keinen freien Platz mehr am Strand, der ganze Strand ist mit Strandbuden und Hütten bedeckt, von denen die meisten schon doppelstöckig sind. Meistens sind es Inder, die dort wohnen, anscheinend nette Familien mit ihren Kindern aus der Mittelschicht, die jetzt auch ihren wohlverdienten Jahresurlaub genießen. Aber es gibt sie auch noch, die Original-Goa-Reisenden mit ihren knatternden Enfield Bullets mit den großen Gepäckträgern, langhaarigen, wild aussehenden Fahrern und Frauen mit dunklen Locken als Begleiterinnen, beide im Ethno-Look, den man früher Goa nannte, die einen zu mehreren hintereinander mit lautem Knattern überholen. Bald, so hoffe ich, kann ich wieder mitspielen, wenn ich mir in Anjuna auch eine Enfield ausgeliehen habe. Aber zum Üben ist der Roller genau das Richtige, immer die Armbanduhr an der linken Hand zur Erinnerung im Zweifelsfall dorthin, denn es ist Linksverkehr in Indien.

    Wir sind uns noch nicht ganz einig, ob es eher die schicken stylischen Restaurants mit blumigen Namen wie Mariposa sind, die natürlich auch Kinderwünsche erfüllen können, oder doch eher die kleinen traditionellen vegetarischen oder Fisch-Thali Läden am Wegesrand, unscheinbar und mit 120 Rupien (1,30 €) für ein leckeres Vegetable Thali. Lecker schmeckt es wirklich überall!

    Zu Weihnachten haben wir noch einmal mit Velis telefoniert, der sich in seinen letzten Tagen von Familie und Freunden in Japan verabschiedet, und mit Lysander, der jetzt aus Berlin zu uns kommt. Um das Familienbudget zu entlasten, fliegt er 29 Stunden in vier Einzelflügen über Istanbul, Riad und Mumbai und kommt hoffentlich morgen Abend wohlbehalten bei uns in Agonda an, wenn dann Velis am 30.12 aus Nagoya über Shanghai, Bangkok und Chennai eintrifft, sind wir zu Silvester alle wieder vereint! Wolfgang ist schon rechtzeitig zu Weihnachten und zu Alvas Geburtstag am 26. eingetroffen.

    Zwischen Sonnencreme Meerwasser duschen, die immer noch unverändert riechende indische Mückencreme Odomos auftragen und dann zum Abendessen ins Restaurant Kinder wieder zusammen trommeln.
    Heute geht es wieder in ein schönes Restaurant am Strand, um den 1. Weihnachtstag zu feiern.

    Day 19 and 20 – Christmas 2024 in Agonda was a wonderful celebration, with Secret Santa in the evening sun under a mango tree and eleven young and old travelers – spontaneous poetry recitals, happy get-togethers and, of course, singing and eating Christmas cookies.

    The children’s most important activity is the wave board and the question of who gets to use the boards, which are always in short supply. I’m slowly getting back into a routine with Nadine: after a morning walk on the beach, we go for a swim before meeting up to write, read or go to one of the beach cafés.
    But of course there’s also shopping to be done, fairy lights and Christmas decorations to be bought, and I borrowed a scooter for the ten days. After I finally understood how to open the lid to put on the now obligatory helmet (Only Drivers, the young man explained to me), there was petrol in the tank from old water bottles at the kiosk, I set off with Morpheus, who wanted to accompany me on the first trip, for the first ride to Chaudi, 12 km away. I quickly realized that sunglasses are an essential item in India and that you can’t really rely on Google Maps here, especially when there is no mobile network reception. After a few detours, however, we found our way and after a few stops at the bus station, the market square and other typical Indian stores, which once again exuded that charm of rural Indian life that is simply indescribable. We finally find the store with the fairy lights. Of course, the nice salesman tests every single one and also the electric extension to prove to the customer that it works. At least for the time being, it has to be said, because Tara’s attempt to plug the fairy lights into the socket unfortunately resulted in her first electric shock, which she fortunately only survived with a shock. The insulation on the cable didn’t quite work out. It lit up for a few minutes before giving up the ghost. But we bought three at once and three different types, two of which are still happily flashing to this day.

    If you’ve forgotten what it’s like to drive around on a scooter in India, then you quickly remember the honking when someone approaches, the cows on the road, the winding roads with surprising potholes and the now astonishing presence of SUVs, which can hardly fit through the small lanes on their own, let alone when two meet. And, of course, the occasional policeman with long wooden sticks who randomly pull out drivers and ask them to pay. On the way south along the beach this morning, I searched in vain for the spot where the Overland Trucks used to stand – those daredevils who came here from Germany in their own vehicles. Perhaps they still exist, but unfortunately they no longer have any free space on the beach, the whole beach is covered with beach shacks and huts, most of which are already double-decker.

    Most of them are Indians who live there, apparently nice middle-class families with their children, who are now also enjoying their well-deserved annual vacation. But they still exist, the original Goa travelers with their rattling Enfield Bullets with the large luggage racks, long-haired, wild-looking drivers and women with dark curls as companions, both in the ethnic look that used to be called Goa, who overtake you several at a time with loud rattling. Soon, I hope, I’ll be able to play along again once I’ve borrowed an Enfield in Anjuna. But the scooter is just the thing for practicing, always with my wristwatch on my left hand as a reminder in case of doubt, because it’s left-hand traffic in India.

    We’re not quite sure whether it’s the chic, stylish restaurants with flowery names like Mariposa, which can of course also fulfill children’s wishes, or rather the small, traditional vegetarian or fish thali stores by the roadside, inconspicuous and costing 120 rupees (€1.30) for a delicious vegetarian thali. It really tastes delicious everywhere!

    At Christmas we spoke to Velis, who is saying goodbye to his family and friends in Japan in his last days, and to Lysander, who is now joining us from Berlin. To ease the strain on the family budget, he is flying 29 hours in four individual flights via Istanbul, Riyadh and Mumbai and will hopefully arrive safely with us in Agonda tomorrow evening. When Velis arrives on December 30th from Nagoya via Shanghai, Bangkok and Chennai, we will all be back together again for New Year’s Eve! Wolfgang has already arrived in time for Christmas and Alva’s birthday on the 26th.

    Between sun cream and seawater showers, we apply the Indian mosquito cream Odomos, which still smells the same, and then get the children together again for dinner in the restaurant.
    Today we’re going back to a nice restaurant on the beach to celebrate Christmas Day.

  • Back in Goa

    Back in Goa

    Tag 18  -Time fades away. Ich bin wieder in Goa angekommen, 29 Jahre seit meinem ersten Besuch! Und kaum sitze ich am Strand, schwimme und lausche danach den Wellen, so kommt bei mir ein tiefes Gefühl der Ruhe und Glückseligkeit auf. Wenn ich auf dem Handtuch liege und die Abendsonne auf mich scheint, dann rattern in meinem Kopf noch die Vorortzüge von Mumbai weiter – aber ich weiß schon, dass dies nicht lange anhalten wird. Das Rauschen der Wellen hat so eine beruhigende Kraft,; die Wärme des Windes vom Meer, das Salz auf meiner Haut und der Sand zwischen meinen Zehen lassen mich gleich abtauchen in eine Welt, die mich immer schon begeistert hat. In diesem 29 Jahren war ich ein gutes Dutzend mal hier, die ersten Jahre allein, dann mit Nadine, schließlich mit erst einem, dann zwei, dann drei, dann vier Kindern. Seit Nadine dabei ist, war auch meine Schwester immer dabei Wir sind wieder in Samis Beach Huts in Agonda angekommen. Gleich spricht mich die ältere Dame aus Schweden an. Annika erzählt , sie ist hier jedes Jahr für drei Monate. Und natürlich kennt sie auch Michael und Katrin unsere Freunde aus Berlin, die hier auch bald eintreffen werden. 

    Viele meinten, Indien, hätte sich so verändert, und Goa sei nicht mehr das, was es einmal war. Aber ich freue mich, dass die Straßen vom Flughafen hierher etwas sicherer geworden sind, und am Strand mehr Inder zu sehen sind die auch ihren wohlverdienten Urlaub genießen.  Es gibt mehr Hütten am Strand. Aber eigentlich sieht es alles so aus wie immer.  Wir haben die kleinen „Stone Houses“ in der zweiten Reihe bezogen, Tara freut sich über ein frisch gekauftes Kleid und die Kinder baden begeistert in den lauwarmen Wellen. Ein erster perfekter Sonnenuntergang über dem Horizont- da hinten liegt der Oman, wo wir hergekommen sind. Sami und seine Famile haben uns freundlich begrüßt. Wir üben noch mit Moskitospray, Moskitonetz und Lichterkette alles gemütlich zu machen und draußen rauschen die Wellen, als würden sie gleich in die Hütte fließen . Wir sind angekommen in Goa. 

    Day 18 -Time fades away. I’m back in Goa, 29 years since my first visit! And as soon as I sit on the beach, swim and then listen to the waves, I feel a deep sense of calm and bliss. As I lie on my towel and the evening sun shines on me, the regional trains of Mumbai continue to rattle around in my head – but I already know that this won’t last long. The sound of the waves has such a calming power, the warmth of the wind from the sea, the salt on my skin. The sand between my toes lets me dive straight into a world that has always inspired me. I’ve been here a dozen times in these 29 years, the first few years alone, then alone with Nadine, then with one, then two, then three, then four children. Since Nadine has been here, my sister has always been there too. We have arrived back at Samis Beach Huts in Agonda. The elderly lady from Sweden speaks to me straight away. Annika says she comes here every year for three months. And of course she also knows Michael and Katrin, our friends from Berlin, who will be arriving here soon. 

    Many people said that India had changed so much and that Goa was no longer what it used to be. But I’m pleased that the roads from the airport have become a little safer and there are more Indians on the beach enjoying their well-deserved vacation.  There are more huts on the beach. But actually everything looks the same as always.  We have moved into the small „stone houses“ in the second row, Tara is delighted with a freshly bought dress and the children are swimming enthusiastically in the lukewarm waves. A first perfect sunset over the horizon – back there is Oman, where we came from. Sami and his family gave us a friendly welcome. We are still practising making everything cosy with mosquito spray, mosquito nets and fairy lights, and outside the waves are roaring as if they are about to crash into the hut. We have arrived in Goa. 

  • Eine Stadt der Extreme

    Eine Stadt der Extreme

    Tag 16 und 17 – Mumbai ist in vieler Hinsicht eine Stadt der Superlative, nach vier Tagen sind ja auch alle bereit für den Aufbruch nach Goa morgen früh. Über 20 Millionen Menschen, eine Bevölkerungsdichte von an die 30.000 Menschen pro Quadratkilometer, und die Hälfte der Bevölkerung lebt in Slums. Und zugleich ist es nach London und New York die Stadt mit den meisten Milliardären auf der Welt. Vieles ist offensichtlich noch zu verbessern. Aber Mumbai ist attraktiv, wie Studien zeigen, sehen auch die Bewohner der indischen Großstadt-Slums ihre Lebensbedingungen als überwiegend positiv wahr, und sind optimistisch, deutlich mehr als die Landbevölkerung. Kein Wunder, wo der Mindestlohn auf dem Land bei etwa zwei Euro am Tag liegt. In der Großstadt leben eben Chancen auf ein besseres Leben. Man schätzt, dass sich die Einwohnerzahl der 50 Millionen Städte Indiens bis 2050 verdoppeln werden.

    7 Millionen Menschen transportiert der Zug jeden Tag, sieben sterben dabei – was sicher an der Überfüllung und den fehlenden Türen liegt.  Und die Metro ist erst im Bau, wir sahen überall angefangene Hochbrückenabschnitte. Mumbai hat auch den größten Hafen Indiens, das Finanzzentrum des Landes und ist der Sitz der Börse.

    Um diese herum ist auch die einzige Fußgängerzone, die wir gesehen haben, und es gibt in den Gassen der Altstadt, schicke kleine Läden, und renovierte Abschnitte – doch alles immer wieder als kleine Inseln, der Ordnung in mitten von viel Durcheinander. Wir stärken uns mit leckeren Fruchtsäften- Chicco- Banane oder Karotte-Rote Beete.

    Morpheus vergisst sein Cappy im Uber-Taxi, als dieses von der Polizei angehalten wird. Der Fahrer klagt über die korrupte Polizei, die von ihm Geld verlangt. Aber weil wir bereits seit gestern indische Telefonkarten haben, können wir den Fahrer erreichen und er bringt uns Morpheus Kopfbedeckung zum Hotel zurück.

    Über der Stadt hängt permanent ein Grauschleier, und dieser Smog lässt die Sonne nie ganz durch scheinen. Leider fahren auch alle Rikschas noch mit Verbrennungsmotoren , und ich habe nur einen Elektrobus ersparen können.  

    Im Museum lernen wir über die weiße Tara, die als höchste Gottheit im Buddhismus für Mitgefühl und langes Leben steht, und wie Janaismus mit dem Buddhismus im 5. Jahrhundert vor Christus mit einer ähnlichenAusrichtung entstanden. Der Sikh-Tempel den wir besuchen wiederum folgt einer erst 400 Jahre alten monotheistischen Variante des Glaubens.

    Nach einem leckeren nord indischen Mittagessen im Folk gibt es heute Abend selbst gemachten Papaya Bananen, Salat mit Limon und einen kleinen grünen Salat. Wir haben mit Velis und Lysander, unseren beiden 16 und 18-jährigen Söhnen telefoniert und freuen uns sehr beide in der nächsten Woche in Goa empfangen zu können – nach fast einem Jahr ist dann die Familie wieder vereint.

    Morgen um 11:30 Uhr fliegen wir nach Goa, und fahren dann 2 Stunden mit dem Taxi in Richtung Süden nach Agonda, einem kleinen malerischen Strand Ort. Alle freuen sich auf Weihnachten am Strand unter Palmen. 

    Day 16 and 17 – Mumbai is a city of superlatives in many respects, and after four days everyone is ready to leave for Goa tomorrow morning. Over 20 million people, a population density of around 30,000 people per square kilometer, and half of the population lives in slums. At the same time, it is the city with the most billionaires in the world after London and New York. There is obviously still much to improve. But Mumbai is attractive, as studies show, even the inhabitants of India’s big city slums perceive their living conditions as predominantly positive and are optimistic, much more so than the rural population. No wonder, when the minimum wage in rural areas is around two euros a day. Living in the big city offers opportunities for a better life. It is estimated that the population of India’s 50 million cities will double by 2050.

    The train transports 7 million people every day, seven die in the process – which is certainly due to overcrowding and the lack of doors.  And the metro is still under construction; we saw sections of elevated bridges under construction everywhere. Mumbai also has India’s largest port, the country’s financial center and is home to the stock exchange.

    Around this is also the only pedestrian zone that we saw, and there are chic little stores and renovated sections in the alleyways of the old town – but everything is always a small island of order in the midst of a lot of confusion. We fortify ourselves with delicious fruit juices – Chicco banana or carrot and beet.

    Morpheus forgets his cap in the Uber cab when it is stopped by the police. The driver complains about the corrupt police who demand money from him. But because we have had Indian phone cards since yesterday, we are able to reach the driver and he brings Morpheus‘ headgear back to the hotel.

    There is a permanent veil of gray hanging over the city, and this smog never lets the sun shine through completely. Unfortunately, all the rickshaws still run on combustion engines and I only managed to save one electric bus.  

    In the museum, we learn about the white Tara, the highest deity in Buddhism, who stands for compassion and long life, and how Janaism originated with Buddhism in the 5th century BC with a similar orientation. The Sikh temple we visit in turn follows a monotheistic version of the faith that is only 400 years old.

    After a delicious northern Indian lunch at Folk, we have homemade papaya bananas, salad with lime and a small green salad tonight. We spoke to Velis and Lysander, our two 16 and 18-year-old sons, on the phone and are very much looking forward to welcoming them both to Goa next week – after almost a year the family will be reunited.

    Tomorrow at 11:30 we fly to Goa, and then take a 2 hour cab ride south to Agonda, a small picturesque beach town. Everyone is looking forward to Christmas on the beach under palm trees. 

  • Mumbai by train

    Mumbai by train

    Tag 14 und 15

    Wir lassen allen Zeit in Indien anzukommen und haben heute morgen auch meine Schwester mit ihren Töchtern in Empfang genommen. Das neue Hotel ist jetzt echter Luxus, mit Swimmingpool und richtigen Appartements, Küche und Waschmaschine und im Bad ein Whirlpool. Ganz anders als unsere Absteige im Slum gestern. An der Rezeption lachen sie schon, als meine Schwester morgens ankommt und sagt, dass ihr Bruder schon für sie eingecheckt hat. So können sie gleich mit uns frühstücken. Sie sind über Riyadh, Saudi Arabien gekommen, gut gelaunt, aber etwas müde. Das Schöne ist, dass es in Indien niemanden stört, wenn Frühstückszeit von 7.00 bis 9.30 Uhr ist und um 11.00 Uhr immer noch Gäste kommen.

    Die Gegend, Khar, haben wir schon erkundet, wir sind direkt am Bahnhof und die Vorortzüge ohne Türen rattern Tag und Nacht direkt am Pool vorbei. Alles sieht ein bisschen unfertig oder unvollkommen aus, und genau das entspannt und gibt einem das Gefühl, auch nicht so perfekt sein zu müssen. Es ist ungewöhnlich kühl, ideales Wetter sozusagen. Nur auf die Moskitos müssen wir noch mehr aufpassen, jetzt sind auch Taras Arme zerstochen. 

    Indien ist für mich immer eine Reise in eine andere Welt, in eine andere Zeit. Und ich genieße es, Zeit zu haben, im Hotel am Pool zu sitzen und mich inmitten dieser fremden Welt in Literatur zu vertiefen. Mein eigentlicher Trick dabei – ich finde in jedem Buch Parallelen zu meinen eigenen Erfahrungen und erlebe so alles intensiv mit. Orhan Pamuks Istanbul-Autobiografie versetzt mich so in eine Kindheit und Jugend in einer fremden Großstadt. Ich denke an das Grau von Lima in meiner Kindheit, an meine ersten Erfahrungen als Traveller mit 17 in Istanbul, an den romantisch verklärten Blick, mit dem wir aus dem Westen Städte erleben, die uns an vergangene Zeiten erinnern, an die Schönheit des Unordentlichen, Veralteten, Chaotischen und noch nicht durchrationalisierten Lebens. Wie der schwarze Schleier, der in Indien immer über allen Häusern hängt, wegen des Schimmels, der sich in der feuchten, heißen Regenzeit auf jeder weiß getünchten Wand ausbreitet. 

    Ich weiß, dass es ein Luxus ist, als Reisender die Welt außerhalb des Gewöhnlichen kennen zu lernen, und ich habe Arbeit immer als eine Möglichkeit betrachtet, Geld zu verdienen, um vor allem reisen zu können. Vor allem in meiner Jugend habe ich es geliebt, wie der junge Schriftsteller Pamuk in der Welt der Romane zu reisen und zu leben – da draußen gab es den Alltag zu bewältigen, aber was mich begeisterte, war das innere oder äußere Reisen.

    Und jetzt kann ich das wieder, und zwar für mehr als vier Monate in Indien und durch ferne Länder – was für ein Geschenk!

    Heute sind wir zu zehnt mit dem Nahverkehrszug Richtung Churchgate aufgebrochen. 10 mal hin und zurück macht 200 Rupien, 2,20€.

    Zwei Mädchen spielen im Zug Akkordeon und singen. Wir werden freundlich empfangen und begleitet. Morpheus stellt sich an die offene Tür, bis wir alle Platz gefunden haben. Indien hat Breitspur, 1600 mm, die Züge haben Platz für 6 Personen nebeneinander. Das letzte Stück fahren wir mit dem Taxi, der Fahrer ist überzeugt, dass wir alle reinpassen. Meine Schwester macht in den Maker Towers ein Interview bei der India Chamber of Commerce, Morpheus entdeckt ein Restaurant und allen schmeckt es – Malai Kofta, Garlic Naan, Roti, Chicken Tika Masala, Lemon Soda, Lassi, Kingfisher – und wie versprochen für die Kinder 6 Magnum Mandeln. 

    Zum Abschluss noch das Gateway of India mit Fotoshooting für Einheimische und eine lustige Taxifahrt zum Churchgate, bevor es in der Rushhour mit dem Zug zurückging. Der besondere Sport – im Sprint auf den fahrenden Zug aufspringen. Wir schauen lieber zu. 

    Day 14 and 15

    We are giving everyone time to arrive in India and this morning we also welcomed my sister and her daughters. The new hotel is now a real luxury, with a swimming pool and proper apartments, a kitchen and washing machine and a whirlpool in the bathroom. Quite different from our shack in the slum yesterday. They are already laughing at reception when my Sister arrives in the morning and says that her brother has already checked in for her. So they can have breakfast with us straight away. They have come via Riyadh, Saudi Arabia, in a good mood but a little tired. The nice thing is that nobody in India is bothered when breakfast time is from 7.00 to 9.30 and guests are still arriving at 11.00 am.

    We have already explored the area, Khar, we are right next to the train station and the suburban trains without doors rattle past the pool day and night. Everything looks a little unfinished or imperfect, and that’s exactly what relaxes you and gives you the feeling that you don’t have to be so perfect. It is unusually cool, ideal weather so to speak. The only thing we have to watch out for is the mosquitoes, now Tara’s arms are also bitten. 

    For me, India is always a journey to another world, another time. And I enjoy having time to sit by the pool in the hotel and immerse myself in literature in the midst of this foreign world. My real trick here is that I find parallels to my own experiences in every book and experience everything so intensely. Orhan Pamuk’s Istanbul autobiography transports me to a childhood and youth in a foreign city. I think of the grey of Lima in my childhood, of my first experiences as a 17-year-old traveller in Istanbul, of the romantically transfigured view with which we from the West experience cities that remind us of times gone by, of the beauty of the untidy, outdated, chaotic and not yet rationalized life. Like the black veil that always hangs over all houses in India because of the mold that spreads on every whitewashed wall in the hot, humid rainy season. 

    I know that it is a luxury as a traveler to get to know the world outside of the ordinary, and I have always seen work as a way to earn money to be able to travel in particular. Especially in my youth, I loved to travel and live in the world of novels like the young writer Pamuk – there was everyday life to deal with out there, but what excited me was the inner or outer traveling.

    And now I can do that again, for more than four months in India and through faraway countries – what a gift!

    Today, ten of us set off on the local train towards Churchgate. 10 times there and back is 200 rupees, €2.20.

    Two girls play the accordion and sing on the train. We are warmly welcomed and accompanied. Morpheus stands at the open door until we have all found a seat. India has broad gauge, 1600 mm, the trains have room for 6 people next to each other. We take a cab for the last stretch, the driver is convinced that we will all fit in. My sister does an interview at the India Chamber of Commerce in the Maker Towers, Morpheus discovers a restaurant and everyone enjoys it – Malai Kofta, Garlic Naan, Roti, Chicken Tika Masala, Lemon Soda, Lassi, Kingfisher – and, as promised, 6 Magnum Almonds for the children. 

    Finally, the Gateway of India with a photo shoot for locals and a fun cab ride to Churchgate before returning by train during rush hour. The special sport – jumping on the moving train in a sprint. We prefer to watch. 

  • Arrival in Mumbai

    Arrival in Mumbai

    Tag 13. Ich habe es tatsächlich ganz vergessen, wie es ist, in Indien anzukommen. Man kann es sich einfach nicht mehr vorstellen. Da kommen wir aus dem Luxus, frühstücken noch in der Lounge in Oman, haben einen kurzen Flug mit Video, Essen und allem, was dazugehört-kommen endlich mal nicht nachts wie sonst immer in Mumbai an und sind erstaunt über den entspannten und modernen Flughafen, wo wir gleich zwei Taxis in die Stadt finden. Linksverkehr, das Verkehrschaos, die Fahrweise wie der  eine Taxifahrer versucht, dem andern zu folgen, weil beide nicht so recht wissen, wohin sie fahren sollen. 100 mal denkt man, das gibt einen Zusammenstoß, doch es geht immer glimpflich aus. Und als wir dann schließlich an der Ecke der richtigen Straße ankommen und der Taxifahrer die Nummer von Booking.com wählt – da heißt es „your booking has been cancelled“. Kreditkarte nicht bestätigt. 

    So stehen wir dann also mit Koffern und Kindern an einer der beliebtesten Kreuzungen Mumbai und gucken in die Wäsche . Im Handy stecken noch die Telefonkarten aus dem Oman, also erst mal die Taschen nach der deutschen Telefonkarte durchsuchen und auf der Straße mal tauschen – zum Glück habe ich diese feine Nadel, die man beim iPhone braucht im Geldbeutel wieder gefunden. Was wir dann auf die Schnelle in der Nähe finden, ist leider dann doch nicht ganz die Traum- Unterkunft. Ja, echtes Indien sozusagen. An einer 6 spurigen Straße reihen sich die barackenartigen Hotels auf. Zimmer ohne Fenster, die Treppe geht zu steil hinauf wie auf den Dachboden und es riecht nach Mottenkugeln. Und von draußen diese lebhafte Mischung als Rikschas, hupenden Taxis und tausenden von Menschen, die im Anbruch der Dunkelheit hier unterwegs sind.

    Die Kinder haben Hunger, so überqueren wir mit etwas Glück, lebendig die Straße um in das gegenüber die Straße aufwärts gelegene vegetarische Restaurant mit südindischen Spezialitäten einzukehren. Mir schmeckt der Vegetable Tali vorzüglich und Tara probiert mit ihren Pommes alle meine Schälchen durch.

    Zurück in unserem Budget Hotel  stellt Morpheus fest, dass er seine Zahnspange verloren hat. Ich mache mit Nadine noch einen kleinen Spaziergang, und natürlich liegt sie da noch auf dem Fußboden unversehrt. Dass sein Bein bereits von Mückenstichen übersät ist, die alle kleine Schwellung erzeugen, merken wir auch erst zu spät – stimmt, es ist ja Dämmerung, da war doch etwas! Während Nadine den Koffer nach Moskitospray durchsucht, finde ich in der kleinen Apotheke bereits einen netten Mitarbeiter, der mir an der Schlange vorbei das Antihistaminikum auf die Straße bringt. Der Ventilator dreht sich, um die stickige Luft etwas zu bewegen und ein wenig den Anschein zu geben, dass man die Smogluft von draußen nicht einatmet. Und wenn man genau hinhört, gibt es da auch das Geräusch von Tieren von der Decke her, die da entlang huschen. 

    Aber was man da draußen auf diesem Spaziergang alles zu sehen, zu riechen und zu spüren bekommt, kann man nicht wirklich in Worte fassen. Indien ist einfach Indien.

    Day 13: I’ve actually completely forgotten what it’s like to arrive in India. You just can’t imagine it anymore. We come out of luxury, have breakfast in the lounge in Oman, have a short flight with video, food and everything that goes with it – finally we don’t arrive in Mumbai at night as usual and are amazed at the relaxed and modern airport, where we find two cabs into the city. Left-hand traffic, the traffic chaos, the way one cab driver tries to follow the other because neither of them really knows where to go. 100 times you think there’s going to be a collision, but it always turns out okay. And when we finally arrive at the corner of the right street and the cab driver dials the Booking.com number – it says „your booking has been canceled“. Credit card not confirmed. 

    So we’re standing with suitcases and children at one of Mumbai’s most popular intersections, looking in the wash. The phone cards from Oman are still in our cell phones, so we have to search our pockets for the German phone card and swap them on the street – luckily I found the fine pin you need for an iPhone in my wallet. What we quickly find nearby is unfortunately not quite the accommodation of our dreams. Yes, real India, so to speak. The barrack-like hotels are lined up along a 6-lane road. Rooms without windows, the stairs go up too steeply as if to the attic and it smells of mothballs. And from outside, this lively mix of rickshaws, honking cabs and thousands of people out and about as night falls.

    The children are hungry, so with a bit of luck, we cross the road alive to stop off at the vegetarian restaurant with South Indian specialties across the road. I love the Vegetable Tali and Tara tries all my bowls with her fries.

    Back at our budget hotel, Morpheus realizes that he has lost his braces. I take Nadine for a little walk, and of course they are still lying on the floor unharmed. We only realize too late that his leg is already covered in mosquito bites, all of which cause small swellings – that’s right, it’s dusk, there was something there! While Nadine searches the suitcase for mosquito spray, I find a nice employee in the small pharmacy who passes the queue and brings me the antihistamine on the street. The fan turns to move the stuffy air a little and give the impression that I’m not breathing in the smoggy air from outside. And if you listen carefully, you can also hear the sound of animals scurrying along from the ceiling. 

    But you can’t really put into words what you get to see, smell and feel out there on this walk. India is simply India. 

  • Goodbye India

    Goodbye India

    Mittwoch, 14. Februar 2018, 18.27 Uhr, Shivaratri in Kolkata, unser letzter Abend in Indien

    Noch einmal ein intensiver Tag. Morgens zum Sonnenaufgang los zum Blumenmarkt an der Howrath-Brücke, am Morgen des Shivaratri, des höchsten Feiertags im Namen von Shiva, des Gottes der Zerstörung. Wo Brahma  erschafft und Vishnu, erhält ist er für die Vergänglichkeit zuständig. Dieser Tag wird besonders mit vergänglichen Blumen gefeiert. Hier am Hugli, dem Mündungsarm des Ganges liegt der Blumenmarkt Kalkuttas.

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    Eindrucksvolle Szenen, tolle Bilder. Wir haben zwei sehr nette Australier kennengelernt, Mutter mit Tochter aus Sidney. Sie will Regisseurin werden, startet jetzt an der Filmhochschule. Wie auch gestern sind wir von unserem Guide und Fotografen Manjit, der sich mit den Calcutta Photo Tours selbständig gemacht hat, begeistert. Ich lerne viel über die Auswahl der Motive, des Lichts, und wie man auch mit dem Iphone besondere Fotos machen kann. „Closer, closer“ meinte er bei dem Blumenbild mit den Wassertropfen.

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    Ich war noch am Bara Bazar, dem ältesten ein wildes Chaos, faszinierend. Und dann noch zum Abschluss ins Indian Museum. Viele tolle Statuen, Tara ist allgegenwärtig.

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    Die Kinder haben noch mal alles gegeben, bis ganz unters Dach zu den Masken sind sie gestiegen.

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    Unsere herzliche Gastgeberfamilie hat uns noch zu sich auf das Dachgeschoss in den 6. Stock eingeladen. Die Kinder spielen Fangen auf der Dachterrasse mit Ausblick auf die Stadt. Unsere Gastgeber sind Anhänger von Amma, der „hugging saint“, die ihr Leben mit Umarmungen von Menschen zubringt und in Kerala einen Ashram gegründet hat. Wir kennen Amma, ich habe in Los Angeles einmal bei einem ihrer Darshans erlebt und umarmt.

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    Und in Berlin waren wir beide bei Amma im Velodrom am Abend vor Morpheus Geburt. Der pensionierte Händler, der mit Export von schwarzem Pfeffer in die USA zu Wohlstand gekommen ist erzählt, wie Amma sogar eines Abends bei ihnen zuhause gewesen sei. Ihr Sohn, der in den USA arbeitet hat ihnen vorgeschlagen, doch ihre leerstehende Wohnung im 3. Stock über Airbnb und Booking.com zu vermieten. Vor 4 Monaten fingen sie damit an; wir sind die ersten Gäste aus dem Ausland.  Eine kleine Welt.

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    Morgen geht es weiter Richtung Osten, nach Dhaka, Bangladesh.

    Indien, wir werden wiederkommen. Kalkutta, das war eine tolle Erfahrung und macht Lust auf mehr von Indien. Aber jetzt ist Abschied,  Wir freuen uns und sind dankbar für diese Zeit in Indien.

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