• Tage in Byron Bay, Aufbruch nach Queensland

    Donnerstag, 22.03.2018, Sunshine Coast, Queensland

    Nach vier erholsamen Tagen auf einem Caravan Parc in Byron Bay mit Aquapark für die Kinder und Abenden am lässigen Main Beach brechen wir Richtung Norden auf. Doch dann lädt uns Karin und ihr Sohn Arlian zum Treffen am Strand in Byron Bay ein. Wir genießen die Zeit zusammen und können bei den Beiden vor der Tür parken. Es werden so zwei herrliche Tage in einem schönen Haus mit Garten, langen Spaziergängen am Strand und zu einem See mit rotem Wasser daraus. Alle genießen die tolle Gastfreundschaft und so brechen wir erst gestern morgen schließlich nach 8 Nächten in Byron Bay Richtung Norden auf.

    Ein Wasserfall im Regenwald begeistert alle, danach bleiben wir noch eine Nacht in der malerischen Hügellandschaft und kehren heute zum Meer zurück. In Goldcoast werden weitere Hochhäuser gebaut, es stehen dort bereits das höchste Wohnhaus der südlichen Hemisphäre.

    Wir haben weiter Glück mit dem Wetter, von Schauern abgesehen ist es meist sehr warm und wir genießen weiter Sonne satt mit Sonnencreme Faktor 50.

    Jetzt sind die weiteren Flüge gebucht, nach Bali in 8 Tagen geht es dann weiter über Lombok nach Osaka. Von dort nach Hawaii und dann Mai/Juni von Seattle bis Las Vegas mit einem Wohnmobil.

    Meine Eltern stoßen in Seattle dazu und so fahren wir einen Monat gemeinsam im großen Wohnmobil die Westküste herunter. Ein tolles Abenteuer in drei Generationen. Zum Abschluss dann 6 Wochen Südamerika mit Schwerpunkt Peru.

    Aber jetzt haben wir erst einmal noch die 1600 km nach Cairns vor uns, in 8 Tagen geht der Flieger. Wir haben dann sehr viel gesehen und mit Byron Bay und Melbourne zwei erstaunliche Orte länger bei Freunden kennenlernen dürfen.

    Es bleibt noch genug zu sehen in Australien, wir werden wieder kommen.

  • Bundjalung National Park, Mullumbimby, Byron Bay

    Mittwoch, 14. März 2018, Mullumbimby, Showground, New South Wales, Australia, 21.46 Uhr

    Wieder fahren wir einen lange Schotterpiste durch malerische Landschaft in einen National Park hinein, um einen der einsamen Plätze in der Natur zu genießen. Black Rock Campground 2 Stunden südlich von Byron Bay enttäuscht uns nicht. Die Kinder lieben die schwarzen Felsen aus Sandstein, die wunderbare Spuren auf Haut und Kleidung hinterlassen. Und es ist einsam. Morgens noch angenehm zum laufen, wird es um die Mittagszeit heiß uns wir müssen ein Lager aus Decken bauen. Wir sind von Sonnenaufgang bis Untergang am Strand und verbringen zwei herrliche Tage in der Natur.

    Und jetzt Byron Bay. Wir parken direkt am Surfer Lockout beim Leuchtturm, dort läuft die Welle parallel zum Strand und bietet perfekte Bedingungen. Es ist sehr lässig dort, junge Leute mit coolen alten Autos, Surfschulen wie grauhaarige Surfer bevölkern Wasser, Ufer und Strand.

    Und es ist eine freundliche Stimmung, wir fühlen uns willkommen und verbringen einen sehr entspannten Tag am Wasser gestern. Die Kinder bauen stundenlang Burgen und wir spielen Volleyball. Abends geht es nach Mullumbimby, 15 km im Landesinneren gelegen und auch sehr alternativ geprägt. Dort auf dem Showground kann man günstig übernachten, es stehen alte Reisebusse neben uns. Gestern Abend und heute Nacht regnet es noch, heute ist wieder strahlender Sonnenschein und das Wasser noch angenehm zum Baden.

    Heute dann auf einem freien Parkplatz im Ort zu Fuß durch Byron Bay. Erster Stop an einem Schwimmbad mit 50-Meter-Becken direkt am Strand. Die Kinder sind begeistert. Wir lernen eine nette Filmemacherin aus Österreich kennen, die einen 12jährigen Sohn hat und auch schon viel gereist ist, sie war lange auf Bali mit dem Sohn dort in der Schule. Jetzt hat sie einen Film mit dem Sohn gedreht zum Thema Meere und Plastik. Für Schulen; gestern kam er auch im Fernsehen: plasticfreeboy

    Und zum Nachmittag sitzen wir mit den jungen Leuten auf der Wiese und am Strand und hören Musikern zu. Es gefällt uns in Byron Bay, wir fahren morgen wieder hin.

  • Manning Point

    Samstag, 10.03.2018, 20.09 Uhr, Manning Point, New South Wales, Australia

    Wir sind jetzt seit langem das erste mal wieder auf einem richtigen Campingplatz. Wenig Leute hier, 40 Dollar die Nacht. Heiß Duschen, Wäsche waschen, im Swimmingpool schwimmen, am Strand morgens Muscheln sammeln und abends den Kindern beim Spielen zuschauen. Ein Tag Pause vom Fahren. Gestern früh Aufbruch von Sydney, einkaufen bei Aldi, Mittag essen an parkgroßen Rastplätzen. Blinkist hören, über Deutschland, das begeistert die Jungs. Weiter durch malerisch grüne Landschaften.

    Abends ist es angenehm warm und man hört das Meer rauschen und immer wieder erstaunliche Vögelgeräusche. Es sind vor allem Rentner und Fischer hier auf dem Platz. Hier fließt der Manning River ins Meer.

    Das Leben im Camper on the road macht allem Spaß, wir planen in den USA auch noch mal einen auszuleihen, geplant ist von Seattle nach Los Angeles im Mai. Reiseplanung: heute einmal die folgende Route im Internet getestet: Bali-Kambodia-Japan-Hawaii-Seattle, von Los Angeles weiter nach Lima-Peru. Alles mit günstigen Flügen machbar. Dort die letzten 6 Wochen. Morgen wieder weiter Richtung Norden, es liegen noch 2300 km vor uns in den nächsten 3 Wochen.

  • Sydney

    Donnerstag, 8.03.2018, 22.02 Uhr, Sydney, auf einem Parkplatz im Norden

    Sydney. Wir haben die Stadt gemeistert. Viel zu spät losgekommen, die Kinder wollten gar nicht weg von der Halfpipe einmal vorbei an der Oper und durch das Financial District gefahren und schließlich einen Parkplatz gefunden. Noch was gekocht und dann los, mit der Metro rein in die Stadt. Morpheus bekommt Sid als Ersatz für den verlorenen Pinguin als neues Kuscheltier, eine Schildkröte. Sid darf sofort alle Rolltreppen auf dem Geländer mitfahren. Ein Banker spricht uns an und meint: „absolutely awesome!“, als er uns mit trolley und vier Kindern sieht. Er erzählt, dass er selbst 5 hat und die Situationen genau kennt, die er heute beobachten konnte: eines schreit, eines läuft weg, einer will was und einer hat großen Spaß…

    Als dann Tara ruft sie muss einmal versteht er sofort und lässt Nadine mit Tara und Morpheus hinein mit der Chipkarte ins Hochhaus der Citybank. Unsere Freundin Inci aus Melbourne hatte recht; Melbourne ist wie San Francisco, Sydney wie New York. Nach Eis für 5 Dollar die Kugel Besuch im. Tesla-Laden (Morpheus: wenn ich groß bin hole ich mir so einen mit den Türen nach oben auf“) Blick auf Opernhaus und Kreuzfahrtschiffe geht es dann wie in New York mit der Fähre nach Menly herüber.

    Und schließlich mit Metro, umsteigen, zurück zum Wagen und in der Nacht mit vielen U-Turns über Tunnel und verwirrende Abzweigungen heraus aus der Stadt. Der Campingplatz hat schon zu, wir parken auf dem Parkplatz am Straßenrand und fallen nach Nudeln und aufräumen alle erschöpft aber happy ins Bett. Geschafft! Und sehnen uns wieder nach einsamer Natur…

  • Big Hill Track und Great Otway National Park

    Donnerstag, 1. März 2018, 18.35, Blanket Bay Camp, Great Otway Park, Victoria, Australien

    Gestern beschlossen wir eine zweite Nacht in unserem Camp zu bleiben, und ich erkundete morgens beim Joggen die Gegend. Der Waldweg zog sich weit bergauf und bergab durch den Eukalyptuswald mit seinen riesigen Bäumen. Darunter meterhohe Farne, eine ganz andere Landschaft als ich sie kenne. Und so machten wir uns nach dem Frühstück los auf eine Wanderung. Endlich kam auch mal wieder der Beach-trolley zum Einsatz, und er bewährte sich sehr. Es wehte immer wieder ein starker Wind und wir stellten uns bei den kurzen Schauern in einem hohlen Baumstamm unter. Und schlugen einen Lagerplatz in den Farnen auf. Abends lernten wir zwei sehr nette Hamburger Weltreisefamilien kennen, mit gemeinsam auch vier blonden Kindern. Spannend zu hören, wie die ihr Jahr gestaltet hatten, und abends am Lagerfeuer in großer Runde erfuhren wir spannende Erlebnisse aus Iran, Aserbaidschan, Australien und vielen anderen Ländern. Und die Kinder freuten sich sehr über Spielkameraden.

    Und heute ging es weiter an der malerischen Küste weiter zum Blanket Bay Camp, über eine Gravel Road im Park zu erreichen und an einer einsamen Bucht gelegen.

  • Great Ocean Road

    Dienstag, 27.02.2018, Big Hill Track Campsite near Lorne, 22.46 Uhr

    Es gibt sie, die freien Campingplätze an der Great Ocean Road. Wir haben in den kleinen Kreis der 12 Plätze noch Platz gefunden, weil ein junger, sympathischer Australier in Shorts und freiem Oberkörper zu uns herauskam und meinte, er könnte doch sein Auto umstellen, dann würden wir auch noch hereinpassen. So cool. Denn wir sind hier mitten im Wald, in einem öffentlichen Park wo es einen freien Platz gibt, mit Plumsklos und legal. Es ist eine lässige Atmosphäre hier, wir sitzen lange mit unseren freundlichen Nachbarn am Feuer und mit den mutigen Morpheus und Tara vornweg suchen wir Holz zwischen den riesigen Bäumen um das Feuer am brennen zu halten.

    Es ist wunderschön an den ewigen Stränden, es gibt wieder Schule mit Aussicht und wir machen an zwei Stränden halt. Und besuchen morgens ein Aborigines- Museum, lernen über die ursprünglichen Namen dieses großen Landes und die Geschichte der Ureinwohner.

    Es kommt einem immer wieder unwirklich, wie in einen Traum vor dass wir hier alle zusammen sein können und diese Schönheit zusammen entdecken können. Die Jungs finden grüne Muscheln und wieder sehen wir die roten Papageien im Wald. Die Straße vom Meer hoch kommt mir im malerischen Wald ein VW Variant entgegen, das Auto meiner frühen Kindheit. Mal sehen, wo wir Morgen landen..

  • Wieder im „Motorhome“ unterwegs

    Montag, 26.02.2018, 21.47, Torquay, Great Ocean Road, Australia

    Wir sind also wieder mit dem Wohnmobil unterwegs. Unser ganzes Gepäck im überraschend schicken Wohnmobil verstaut. Der hat weiche Decken, einen großen Einbaukühlschrank und einen Backofen.

    Es ist wieder eine Umstellung, auf so wenig Raum zu 6. Aber die Landschaft ist wirklich wunderschön, wir verbringen die Nacht von Samstag auf Sonntag im Yarra Valley um am Sonntag die Healesville Sanctuary mit ihren australischen Tieren in deren Natur anzusehen. Unsere lieben Freunde aus Melbourne kamen noch vorbei und wir grillten noch mal echt „Aussie-Style“ auf dem typischen gasversorgten Edelstahlfeld, das man hier in Parks häufig sieht. Zur freien Verwendung und mit Gas auf Knopfdruck für 10 Minuten.

    Ein rauschender Bach neben einem, ein sternenklarer Himmel und Morgens Papagein vor der Tür. Und die riesigen Eukalyptusbäume. Herrlich.

    Heute dann Aufbruch zur Great Ocean Road, erste Etappe die Surfer-Stadt Torquay, mit einem eigenen Surfer-Museum. Sehr spannend.

    Und einer wunderschönen Küste, wo wir sogar eine Robbe sahen. Australien ist wirklich etwas besonderes. Wir sind immer wieder einfach dankbar, dass wir hier sein dürfen und noch so viel Zeit haben.

  • Arrival in Australia

    23.02.2018, 21.41, Yarra Valley Campsite, Melbourne, Australien

    Australien ist weit weg, wir waren 14 Stunden aus Dhaka unterwegs bis Melbourne. Aber der Kontrast könnte nicht größer sein. Von der „least attractive“ zur „most attractive town on earth“. Die Begeisterung ist bei allen zu spüren.

    Melbourne ist modern, grün, freundlich, hat tolle Strände und ein relaxtes Lebensgefühl.

    Unsere Airbnb- Wohnung in Elwood liegt in grüner Umgebung und ist in Fußnähe zum Strand. Morgens wird gejoggt, Rentner liegen im Liegestuhl im der Sonne, Radwege führen am Strand vorbei.

    Unsere Freundin Inci, die wir auf unsere ersten Weltreise 2004 zusammen in Syrien kennengelernt haben empfing uns mit einem wunderbaren Frühstück und wir konnten abends ein echt australisches Barbeque auf der Dachterasse genießen, mit Blick auf die Skyline. Herrlich. Es ist toll, alte Freunde in der Ferne wiederzusehen, Inci ist vor einigen Jahren mit Familie von London nach Melbourne gezogen. Unsere per Kurier versandte neue Kreditkarte kam pünktlich an, und wir erlebten am nächsten Tag die Skyline von 300 Meter hohen Eureka-Tower aus.

    Alle hat es ungeheuer entspannt, an öffentlichen Plätzen einfach so ungestört abhängen zu können, wir sahen Eiskunstlauf bei den olympischen Spielen auf der großen Leinwand am Federation Square.

    Abends noch mal in St.Kilda schwimmen im Pazifik, noch erstaunlich warm um 19.00 Uhr und danach essen, Bier und mit den Kindern Eisessen und in einen Vergnügungspark. Ein sehr schöner Tag. Melbourne ist faszinierend!

    Heute dann schon das Wohnmobil abgeholt, bei Aldi Großeinkauf (fühlt sich so heimatlich an nach 6 Monate Afrika und Indien!) und durch tolle grüne Landschaft mit vereinzelten herbstlichen Bäumen ins Yarra Valley, wo wir morgen typisch australische Tiere im Wildlife Sanctuary anschauen wollen. Und was für eine Luft! Nach Bangladesch und Indien ein einziges Aufatmen.

    Wir erleben sehr freundliche Menschen und sind neugierig, einen kleinen Teil dieses riesigen Landes in den nächsten 5 Wochen zu erkunden.

  • Abschied von Bangladesh

    20.02.2018, Gulshan 2, Dhaka, Bangladesh

    Wir waren kurz hier und haben viel erfahren. Bangladesh ist ein überraschendes Land. Seit Jahren 6% Wachstum in einem islamischen Staat, 73 Jahre Lebenserwartung von Frauen und 70 Jahre von Männern, 160 Millionen Menschen und eine Geburtenrate um die 2,1. Irgendwie müssen die etwas richtig machen, in diesem am dichtesten besiedelten Flächenstaat der Welt. Ok, es ist Chaos auf den Straßen und die Arbeit im Wasser auf dem Reisfeld oder der Textilfabrik ist viel härter als unser Leben. Dazu Stunden im Stau in uralt-Bussen um zur Arbeit zu kommen und eine Luft, deren Feinstaub im Mittel das 5fache von unserem Smog-Grenzwert ist. Eine Infrastruktur, die noch aus dem vorletzten Jahrhundert stammt oder gerade erst in Bau ist. Die Hauptstadt mit Einzugsgebiet 24 Mio Menschen. Und das Land vom ungebändigten Brahmaputra immer überflutet, der sein Flussbett alle Jahrzehnten völlig ändert. Bei den Hindus galt er als der wilde Sohn Brahmas, alle anderen Flüsse sind weiblich.

    Die Häuser schon auf Stelzen, weil ständig die Überschwemmungen drohen, vom Fluss oder vom Meer. Liegt doch Dhaka nur auf 6 Meter über dem Meer.

    Aber auch so viele kreative Projekte und Initiativen, etwa im Wassermanagement mittels smart card durch die lokalen Kleinbauern so ideal steuerbar.

    Irgendwie ist es ein Land dass wir wenig wahrnehmen. Es ist aber auch ein Beispiel wie das Zusammenleben funktionieren kann. Eine Welt im Wandel und Wachstum, mit Chaos und Herausforderungen.

    Wer wie Knut hier herkommt im zu arbeiten muss von seiner Tätigkeit überzeugt sein.

    Wir waren wenig draußen unterwegs, haben uns erholt und die Kinder das Leben im Club der Skandinavischen Länder genossen. Draußen das Chaos, hier ein Swimmingpool. Keiner hatte nach Kalkutta und dem Ausflug zum Padma am ersten Tag die Energie für große Touren, die alle Stunden im Stau Smog und Moskitoschwärmen bedeutet hätten.

    Aber wir haben dennoch viel erfahren. Das Expat-Leben ist eine besondere Situation und was man über Korruption und Chaos erfährt von einem Land, das zwischen Indien und China sozusagen eingekeilt liegt ist nicht immer etwas für schwache Nerven.

    Wir hatten es gut in Dhaka, und ich glaube, dieses Land ist einen zweiten Blick wert. Es wird in der Zukunft mehr mitspielen wenn es den Sprung zum „Middle-Income-Country“ geschafft hat.

    Und ich fand die sozusagen relaxt bengalische Variante des Islam draußen und die Menschen angenehm und freundlich. Aber es ist auch definitiv kein Touristenziel und auch für Weitgereiste keine Destination, die auf der Route liegt.

    Heute Nacht geht es weiter, über Kuala Lumpur nach Melbourne. Wir freuen uns und hoffen den Nachtflug mit der Low-Cost Airline Air Asia gut zu überstehen.