• Around the world again (2024-2025)

    scroll down for English version

    Was ist in der Zwischenzeit passiert – ein kurzes Update 6 Jahre nach der Rückkehr. 

    Es ist erstaunlich wie die Zeit vergeht, und das jetzt schon wieder 7 Jahre seit unserem letzten Aufbruch vergangen sind. Es waren wertvolle, intensive Jahre, und insgesamt ist alles gut verlaufen und wir sind wieder zuhause in Berlin angekommen. Es gab viele Veränderungen – Lysander und dann Velis sind aufs Gymnasium gekommen, es fiel nicht weiter auf dass sie ein Jahr unterwegs waren, und sie mussten das fehlende Jahr nicht wiederholen,  das war schon mal eine große Erleichterung. Tara und Morpheus sind in die Grundschule gekommen und jetzt auch 5 und 6. Klasse, (damals war Velis 4. Klasse und Lysander 6. Klasse), also passt es auch wieder gut jetzt loszufahren da sie noch nicht auf dem Gymnasium sind. 

    Ich bin langsamer wieder in die Arbeit gestartet, nach der Lücke hatte ich weniger Kunden und hatte 2019 das Glück, ein Projekt bei Siemens Advanta als Freelancer zu machen – es hat mir dort so gut gefallen dass ich Januar 2020 fest dorthin gewechselt bin, auch wenn die Stelle in München war. Wie der Zufall so wollte kam dann Corona und ich bin im März 2020 ins Homeoffice gewechselt und arbeite seit dem viel von daheim – dafür viel internationaler als zuvor in einer spannenden Rolle. 

    Nadine ist nach der Kinderpause wieder ins Berufsleben gestartet und hat 3 Jahre bei einem Healthcare-Startup im Bereich der Psychiatrie als Office Managerin gearbeitet, viele neue Kontakte geknüpft und wertvolle Erfahrungen sammeln können. 

    Velis blieben unsere vier Tage in Japan so in Erinnerung, dass er mit 13 anfing japanisch zu lernen um seinem Traum zu folgen mit 15 ein Jahr nach Japan zu gehen – er ist jetzt seit 10 Monaten im Hekinan, im Süden von Nagoya in einem Austauschjahr und somit am weitesten in der Ferne – wir freuen uns alle schon riesig im Januar auf das Wiedersehen in Indien, wo er zwei Monate noch auf die European School of Goa gehen wird. 

    Lysander hat das Abi in der Tasche, macht erste Erfahrungen im Berufsleben und gerade den Führerschein, und wird uns in Indien einen Monat besuchen, bevor er für ein Praktikum für drei Monate in Sri Lanka Kinder in Englisch unterrichten wird.

    Morpheus spielt begeistert Volleyball und auch Tara hat die Leidenschaft gepackt und trainiert jetzt mehrmals die Woche wie ihr Bruder- beide sind sehr selbständig und kommen auch allein gut durch Berlin, wenn sie Freunde besuchen  oder zum Training gehen. Sie freuen sich schon sehr auf das kommende Abenteuer und sind noch neugierig verhalten auf die Schule in Indien. 

    Wir waren die letzten Jahre viel in Deutschland im Urlaub, am Wochenende oft in unserer Datsche in Woltersdorf, die wir mit großem Glück zum Pachten gefunden haben, und kurz in Jordanien, Marokko und Portugal, und haben unseren neuen Wohnwagen den wir in der Corona-Zeit gekauft haben viel an der Ostsee und der Havel und in Polen genutzt. 

    Den VW-Bus haben wir letzten Winter verkauft und kommen ohne eigenes Auto gut zurecht – für kurze Strecken und zum Einkaufen ist unser Elektro-Mofa Unimoke incl. Anhänger, das wie ein Motorrad aussieht aber als Fahrrad gefahren wird der Hit.

    Ich bin auch ein paar neuen Trends gefolgt – habe mir vor vier Jahren das Koffein abgewöhnt und fühle mich jetzt frischer als zuvor. Habe die Ernährung vor ein paar Jahren auf mehrheitlich Salat, also frisches Gemüse ungekocht umgestellt und mache Intervall-Fasten, lasse also das Frühstück aus und esse Mittags Salat satt. 

    Und zum Wachwerden morgens dusche ich auch seit vier Jahren nur noch kalt und habe seit einem Jahr auch noch das morgendliche 2-Minuten Bad im kalten Wasser auf dem Balkon hinzugefügt. Die längsten aber auch intensivsten 2 Minuten des Tages, besonders jetzt im Winter. Aber es schüttet auch viele Glückshormone aus. Und ich liebe ja Rituale. Das Laufen ist geblieben, ich laufe 2-3 mal die Woche und bin jetzt stolz Mitglied des Jubilee Clubs des Berliner Marathons – 10 erfolgreiche Teilnahmen geschafft. 

    Spannend war auch die zweijährige Ausbildung in psychedelischer Psychotherapie, die ich berufsbegleitend als Co-Therapeut bei der Mind-Foundation in Berlin abgeschlossen habe. 

    Weil uns ein Kinderzimmer fehlt sind wir Eltern in das Wohnzimmer gezogen, und trainieren so auch ein Stück Flexibilität und Resilienz auf dem Weg, die Kinder großzuziehen. 

    Für die Reise wurde die ganze Wohnung leergeräumt und unser Hab und Gut von Nadine in einen 7m2-Storage-Room in Lichtenberg gefahren- auch ein Akt, aber auch ein guter Anlass mal wieder auszumisten und gründlich aufzuräumen und manches Relikt der Vergangenheit loszulassen. 

    Nachdem wir niemand für die Miete unserer Wohnung auf Zeit gefunden haben, haben wir jetzt eine WG gegründet und vermieten die Zimmer einzeln, mit mehr Erfolg. Man muss eben flexibel bleiben….

    Hier unsere geplante Reiseroute in den kommenden fünf Monaten, die Hälfte der Zeit sind wir in Indien wo die Kinder auf die Schule gehen, den Rest machen wir homeschooling…

    Around the world again (2024-2025)

    What has happened in the meantime – a short update 6 years after our return.

    It’s amazing how time flies, and that another 7 years have now passed since we last set off. They were valuable, intensive years, and all in all everything went well and we have arrived back home in Berlin. There have been a lot of changes – Lysander and then Velis went to the Gymnasium, it wasn’t noticeable that they had been away for a year, and they didn’t have to repeat the missing year, which was a great relief. Tara and Morpheus went to elementary school and are now in 5th and 6th grade (Velis was in 4th grade and Lysander in 6th grade), so it’s a good time to go back now that they’re not in high school yet.

    I started back to work more slowly, after the gap I had fewer clients and in 2019 I was lucky enough to do a project at Siemens Advanta as a freelancer – I liked it there so much that I moved there permanently in January 2020, even though the job was in Munich. As luck would have it, the coronavirus came along and I switched to working from home in March 2020 and have been working from home a lot since then – but much more internationally than before in an exciting role.

    Nadine returned to work after taking a break to have children and worked for 3 years as an office manager at a healthcare start-up in the field of psychiatry, making lots of new contacts and gaining valuable experience.

    Velis remembered our four days in Japan so much that he started learning Japanese at 13 in order to follow his dream of going to Japan for a year at 15 – he has now been in Hekinan, in the south of Nagoya, for 10 months on an exchange year and is therefore the furthest away – we are all really looking forward to seeing him again in India in January, where he will be attending the European School of Goa for another two months.

    Lysander has his A-levels in his pocket, is gaining his first work experience and is currently getting his driver’s license, and will visit us in India for a month before spending three months teaching English to children in Sri Lanka for an internship.

    Morpheus plays volleyball enthusiastically and Tara has also caught the passion and now trains several times a week like her brother – both are very independent and get around Berlin well on their own when they visit friends or go to training. They are really looking forward to the upcoming adventure and are still curious about the school in India.

    We have been on vacation in Germany a lot in the last few years, often at weekends in our dacha in Woltersdorf, which we were very lucky to find to rent, and briefly in Jordan, Morocco and Portugal, and have used our new caravan, which we bought during the Corona period, a lot on the Baltic Sea and the Havel and in Poland.

    We sold the VW bus last winter and manage well without our own car – our electric Unimoke moped and trailer, which looks like a motorcycle but is ridden as a bicycle, is a hit for short distances and shopping.

    I’ve also followed a few new trends – I gave up caffeine four years ago and now feel fresher than before. I changed my diet a few years ago to mostly salad, i.e. fresh, uncooked vegetables, and I do intermittent fasting, so I skip breakfast and eat salad for lunch.

    And to wake up in the morning, I’ve only been taking cold showers for four years now, and for the past year I’ve also added a two-minute morning bath in cold water on the balcony. The longest but also most intense two minutes of the day, especially now in winter. But it also releases a lot of happiness hormones. And I love rituals. Running has stayed with me, I run 2-3 times a week and am now a proud member of the Berlin Marathon Jubilee Club – 10 successful participations under my belt.

    The two-year training course in psychedelic psychotherapy, which I completed as a part-time co-therapist at the Mind Foundation in Berlin, was also exciting.

    Because we don’t have a extra bedroom for the children, we parents moved into the living room, and so we are also practising a bit of flexibility and resilience on the way to raising the children.

    For the trip, the entire apartment was emptied and Nadine moved our belongings into a 7m2 storage room in Lichtenberg – another act, but also a good opportunity to clear out and thoroughly tidy up and let go of some relics of the past.

    After we couldn’t find anyone to rent our temporary apartment, we’ve now set up a shared flat and are renting out the rooms individually, with more success. You just have to stay flexible….

    Here is our planned itinerary for the next five months, half of the time we will be in India where the children go to school, the rest we will be homeschooling…

  • 35 Jahre Mauerfall


    Der Jahrestag des Mauerfalls am 9. November ist für uns immer ein besonderes Datum. Ich bin im Westen aufgewachsen, meine Eltern haben mir früh die traurige Geschichte der deutschen Teilung erzählt, und als wir 1982 für zwei Wochen die DDR besuchten, hatte ich das starke Gefühl, dass die Menschen in einem Gefängnis lebten. Als ich meinen ersten Schritt von zu Hause weg und nach Heidelberg zum Studieren tat, fiel die Mauer. Sylvester  fuhr ich mit Freunden nach Berlin, um zu sehen, was dort los war. Es war beeindruckend und ich kam immer wieder nach Berlin. 1991 zog ich nach Berlin und lebe seitdem dort, wenn ich in Deutschland bin.

    Es lag ein Geist in der Luft, ein Optimismus, dass sich die Dinge unerwartet zum Besseren wenden könnten, schneller als man es sich je hätte vorstellen können. Als ich  genau 13 Jahre später am 9. November meine Frau Nadine bei einer Freundin kennenlernte, verliebten wir uns ineinander, und wir hatten immer das Gefühl, dass uns eine besondere Verbindung zusammenhielt. Ein Jahr später haben wir geheiratet und feiern heute unseren 21. Hochzeitstag. Unsere Kinder sind die Kinder der Wiedervereinigung. 

    Was hat gut funktioniert? Immer wieder über alles zu sprechen, was uns bewegt, innerlich und äußerlich, über glückliche und unglückliche Gedanken und Gefühle. Und die Bereitschaft, weiter zu gehen, mehr zu geben und Neues auszuprobieren. Wir haben das auf verschiedene Weise getan, und das Reisen war immer ein entscheidender Teil davon – wir haben einen sicheren Raum hinter uns gelassen und ihn gegen den Wind der Veränderung eingetauscht. 

    Ist das eine gute Idee? Warum tun wir das? Werden wir in der Lage sein, alles so fertigzustellen, dass wir uns für den Umzug gut vorbereitet fühlen? 

    Ich muss zugeben, es ist stressig, und wir spüren das. Körperlich und geistig stehen unsere Systeme unter Spannung. Oft wache ich sehr früh am Morgen auf, und es gibt keine Möglichkeit, wieder einzuschlafen. Und doch ist da ein Gefühl der Dringlichkeit, von „das ist die Realität, das ist richtig“ und „alles wird sich auf eine Weise entwickeln, die wir uns noch gar nicht vorstellen können“. Das eine ist, was getan werden muss – und das ist eine Menge. Das andere ist, Raum für das Unbekannte und Unerwartete zu schaffen. Wir freuen uns sehr über die Gelegenheit, dieses selbst gewählte Ritual, nach 7 Jahren wieder eine Auszeit zu nehmen, fortsetzen zu können.

    Stufen

    Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
    Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
    Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
    Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
    Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
    Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
    Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
    In andre, neue Bindungen zu geben.
    Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
    Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

    Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
    An keinem wie an einer Heimat hängen,
    Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
    Er will uns Stuf´ um Stufe heben, weiten.
    Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
    Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen;
    Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
    Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

    Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
    Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
    Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden,
    Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

    Hermann Hesse, 1941

    35 years since the fall of Berlin wall

    The anniversary of the fall of the Berlin Wall on November 9th is always a special date for us. I grew up in the West, my parents told me the sad story of the German division, and when we visited East Germany for two weeks in 1982, I felt the strong feeling of people living in a prison. When I took my first step away from home and moved into my first student apartment in Heidelberg  the wall came down. Six weeks later, New Year’s Eve, I got with friend into a car and drove to Berlin to get a glimpse of what was happening there, it was impressive and I kept coming back to Berlin, in 1991 I moved to Berlin and I’ve lived there ever since when I’ve been in Germany.

    There was a spirit in the air and an optimistic view that things could change for the better in unexpected ways and faster than anyone could have imagined, and my story went along with that spirit. When 13 years later on the 9th of November 2002 I met my wife Nadine from the East at a friend’s house, we fell in love and always felt there was a special connection that brought us together. We got married one year later and are now celebrating 21 years of marriage, and our children are the true results of the reunification.

    What has worked well? Continuing to talk about everything that moves us, internally and externally, happy and unhappy thoughts and feelings, seems to be a central point. And being willing to move on, give more, and try something new. We have done this in many ways, and travel has always been a crucial part – leaving behind a safe space and exchanging it for the winds of change. 

    We had a great day with the family walking along the 4km section of the former wall, marked with drawings all along the way, where bands were playing and Berlin was celebrating its happy transformation – from an isolated and divided center of the Cold War to an open, vibrant city that I still feel is the best place on earth to live for me. And it was great to be out in the fresh air, and great to be looking forward to being outside most of the day for the next six months. 

    But  now and then we have to give up what is comfortable but makes us too lazy, too routinized, to open us  to new possibilities. This is challenging and exhausting. Right now, when we are in the process of giving up our beautiful apartment and throwing away memories and stuff to focus on what is essential, it feels painful and rewarding at the same time. And the mind asks: Is this a good idea? Why are we doing this? Will we be able to get it all done so that it feels well prepared to move? 

    I have to admit, it is stressful and we feel it. Physically and mentally our systems are tense. Often I wake up very early in the morning and there is no way to get back to sleep. Yet there is a sense of urgency, of „this is reality, this is right,“ and „it will all work out in ways we cannot yet imagine. One thing is what needs to be done – it is a lot. The other is making room for the unknown and the unexpected. It will all work out. We are grateful for the opportunity to move forward again, in this self-induced ritual of doing another sabbatical after 7 years. 


    Stages

    As every flower fades and as all youth 

    Departs, so life at every stage, 

    So every virtue, so our grasp of truth, 

    Blooms in its day and may not last forever. 

    Since life may summon us at every age 

    Be ready, heart, for parting, new endeavor, 

    Be ready bravely and without remorse 

    To find new light that old ties cannot give. 

    In all beginnings dwells a magic force 

    For guarding us and helping us to live. 

    Serenely let us move to distant places 

    And let no sentiments of home detain us. 

    The Cosmic Spirit seeks not to restrain us 

    But lifts us stage by stage to wider spaces. 

    If we accept a home of our own making, 

    Familiar habit makes for indolence. 

    We must prepare for parting and leave-taking 

    Or else remain the slaves of permanence. 

    Even the hour of our death may send 

    Us speeding on to fresh and newer spaces, 

    And life may summon us to newer races. 

    So be it, heart: bid farewell without end.

    Hermann Hesse, 1941

  • In Peru begann meine Reise als Kind, jetzt bin ich zu der Heimat meiner Kindheit nach Lima zurückgekehrt. Es ist der Auftakt zum nächsten Kapitel von ourtravelspace!

    In einem Monat starten wir wieder als Familie um die Welt. 5 Monate haben wir uns Zeit genommen! Und wir haben das Glück das Freunde uns begleiten werden.

    Ganz im Sinne des Sabbaticals starten wir sieben Jahre nach unserem letzten großen Abenteuer wieder.

    „Get back to where you once belonged“ sang Paul McCartney gestern im Estadio Nacional de Lima.

    In Peru habe ich meine Klassenkameraden der Kindergarten- und Grundschulzeit wiedergetroffen- zum 40. Jahr der „Promocion“ am Collegio Alexander de Humboldt in Lima , Peru., der Deutschen Schule.

    70 ehemalige waren gekommen, viele aus der ganzen Welt, Europa, USA- für eine Woche der Feiern.

    Ich bin dankbar für so viele herzliche Begegnungen, Erinnerungen an meine Kindheit und dieses wilde tolle Land Peru.

    Gracias

  • God is a DJane – 25 Years Nation of Gondwana

    It’s been 24 years since I invited a group of friends from all over the world to the Love Parade in Berlin. I had been to India the winter before and got to know a new world in Goa. The world of techno parties. They were colorful people with a new attitude towards life that I met there. A girl from Australia, a young man from Belgium, a Swedish woman who had been travelling for years – they had actually come to Berlin. And with a friend from Berlin we soon heard – the best party was outside, just outside Berlin.

    And so we took the Metro at night to an unknown field with a lake outside of Berlin. It was the location of the underground Techno Party Nation of Gondwana. There the pyons and their friends celebrated the second time in nature the reunification of the inhabitants of Gondwana – the southern part of the primeval continent Pangaea, when the whole world was still connected 300 million years ago, inhabited by dinosaurs.  I saw the dinosaur skeletons in the Natural History Museum in Berlin and thought to myself: they look exactly like us, it’s all exactly the same principle. We are related to each other in every detail. It’s the same perfection of creation, tested for 250 million years. Everything is woven by the same divine spark and we are all one.

    The British band Faithless brought it to the line in 1998. God is a DJ. And for many people, I guess, it’s like me; the moment at a really good concert, a really good party, is the place where the connection with the highest is felt most clearly in all life.

    Such a moment is unforgettable. And it can change your whole life. I heard on the Nation in 1996 that line „This is the most beautiful moment of your life! It was like this. I will never forget it. Once you have reached the connection, you will never forget it. This moment is always now. And I will always strive for it. Since then I have been on the road at techno parties. Been on the Nation of Gondwana every year for 24 years – except the years I wasn’t in Europe.

    I understood then: We live in an intelligent universe and can develop our own strategy to achieve our goals with the means available here.

    We do and support the necessary steps towards its full realization

    Diagnosis: I and we have succeeded in leading a better and freer life with unusual methods. With more freedom I could realize more possibilities and experience and share more happiness.

    Guiding Policy: The underlying principles that have brought me here work better than the previous mainstream views. It is important to use these even more consistently and intensively.

    Action Plan: I will identify even more clearly what brought me here and now expand these methods even more consistently and permanently in order to go the whole way.

    Music is the key. It was Johann Sebastian Bach who created music in the service of the higher all his life. In the age of technology, electronic music, linked and connected with all musical styles from all times and countries, has created new possibilities. The perfect happening with the ideal sound in nature, fascinating light installations and together with friends and like-minded people.

    And of course the dance. Life is movement, and movement creates feelings. And it is exchange. There is the DJ you celebrate, but most of all you celebrate life and the joy of being alive and sharing this joy with others. Outside in the wonderful nature, on a meadow under the blue sky, surrounded by forest and ideally at a lake.

    „You have to believe in something“. And of course we live in a time when spiritual freedom is increasing. We can believe more what we want. We don’t have to follow old rules set by old authorities, mostly men with a strict eye. Many musicians and artists were the pioneers here. And nobody can reasonably deny that our experiences are real. He can at most say that he is allowed to determine your life. But every new generation will question the knowledge of the older generation. And add new experiences and points of view.

    Where and how one encounters the „highest“ is completely unimportant. The main thing is that you meet it at all. If this does not happen, then faith is missing, and that is a pity. Without faith and trust many things are missing that make life so wonderful. When we look at children playing, we see that they are joyful.

    Like jazz in the 30s, rockn roll in the 50s, pop and punk in the 70s, techno has become a new music movement in the 90s. It has developed from a small marginal phenomenon to a big movement. Festivals are in. Young and old go there. There you can be free, feel free, behave freely. I think this is a great development and I am grateful that I can be a part of it. For many it is a spiritual movement – whether you want to call it that or not. It has meaning, it creates connection, it clears the way for the great feelings. And the big feelings create connection. That’s wonderful to experience.

    Berlin is one of the worldwide centres of this movement. There is something about it that has long been part of Berlin. In the 20 years of the last century there were already many movements here where more was allowed. Much also has to do with Berlin’s special situation. For many years it had been an attraction for free spirits here. Also a sanctuary. And an adventure playground. A city the size of New York, but with only a third of the inhabitants. Secluded and surrounded by Mark sand. With dilapidated industrial wastelands from many decades of shrinking.

    Where and how one encounters the „highest“ is completely unimportant. The main thing is that you meet it at all. If this does not happen, then faith is missing, and that is a pity. Without faith and trust many things are missing that make life so wonderful. When we look at children playing, we see that they are joyful.

    Like jazz in the 30s, rockn roll in the 50s, pop and punk in the 70s, techno has become a new music movement in the 90s. It has developed from a small marginal phenomenon to a big movement. Festivals are in. Young and old go there. There you can be free, feel free, behave freely. I think this is a great development and I am grateful that I can be a part of it. For many it is a spiritual movement – whether you want to call it that or not. It has meaning, it creates connection, it clears the way for the great feelings. And the big feelings create connection. This is wonderful to experience. The new twenties are coming towards us.

    What do we need to successfully master them and the coming decades – personally and globally?

    Above all, we need better programs for our most valuable asset, the supercomputer behind our forehead. It is the most complex known structure in the universe, and the number of its neural networking options exceeds the number of quarks in the universe.

    In the last 10 years we have learned: another supercomputer, the smartphone, has changed our lives from the ground up. Especially because it can handle its amazing computing power flexibly. We load a new app and it can do something new, something unique.

    But for our brain, we continue to assume that we are already equipped with the optimal apps. Most programs are evolutionary, we pay attention to change and meaning – mostly it is elementary needs like food, sex, recognition that drive us.   Thinking in scarce resources and local groups.

    Then we have a few thousand years of culture behind us. Now there are numbers, scripture, beliefs and experiences of our parents, bosses, leaders, religious or moral authorities that shape us. The traditional systems are always conservative, preservative. And rightly so. It is important to know and pass on that something works. But this does not mean that the best solution has already been found.

    The brain can store a lot of information: The challenge is finding it again

    There are two main characteristics: Richness of information and associative access

    The human brain can handle 120 bits per second.

    Attention looks at differences and meaning

    Productivity and efficiency depend on systems with which we form categories

    It is sufficient to have a single convincing concept and to expand it further and further.

    The basis of my concept is „The Magic Child.“ I can imagine everything, and what I can imagine can come true. And I can be guided by what interests me. If I think it’s cool, it’s true. If I don’t like it, it’s wrong.

    The sources of enthusiasm. I start every day enthusiastic because I live my dream. I decide for myself. For 25 years I have shown myself that other ways are possible. And I will continue the way. I believe in the world soul and the connection with the source. The training says: „I am the Source“.

    And so that we don’t forget anything, we need the list. And it needs goal, plan, action and verification. The goal is the vision. The plan is the concrete steps. To act is to act agile, at high speed and always in flow. Checking always means looking at things – whether everything runs in the big picture.

    I decide to give more every day. To then show that I am more efficient, better, closer to the source. I need daily practice areas for my motivation, for my presentation. For my ability to fight for new solutions.

    In order for this to work, I join the source. Draw the energy out with rituals and work. Work on self-strengthening. There is something in me that is great because it is the connection to the highest. And with this energy everything is fun, everything is simple and motivating. It is the „perpetuum mobile“.

    The next task is to transport the enthusiasm further and to become better. In every dimension. Everything is permeated by perfection and beauty. I can dare it. And my message is clear. I have an energy that drives everything else. This is my specialization. It is the connection with the source. I will work it out even clearer. And connect me. And make contact. Because it brings joy. And brings success.

    Vision and energy. The decision to opt for the romantic world view. The power of connection.

    Use the power of connection to the source. To join, you have to become soft and open, surrender to a greater force.

    Reduction to the essential.

    We need a vision that feels good and inspires us.

    We need the exchange with other people

    We need simple techniques to organize ourselves and take the next step with energy.

    We must actively take care of the material things and invest in them.

    We must continue to develop professionally and learn from it.

    We have to feel our body, experience it with all our senses, go on holiday and take spiritual nourishment.

    We need the feeling of the great connection

    Everything is connected, everything is magic, everything is one. Everything is interactive. We can influence the world from within (Mind over Matter); consciousness can influence things. And these principles need to be lived even stronger now.

    The final sentence of Faust II by Johann Wolfgang von Goethe comes to my mind again and again:

    Everything transient is only a parable

    The inadequate, here’s the event

    The indescribable, done here it is

    The eternally feminine draws us in

    IMG_1672

    God is a DJane – 25 Years Nation of Gondwana

    Es ist 24 Jahre her, da hatte ich zur Love Parade nach Berlin eine Gruppe von Freunden aus aller Welt eingeladen. Ich war den Winter zuvor in Indien gewesen, und dort in Goa eine neue Welt kennengelernt. Die Welt der Techno-Parties. Es waren bunte Leute mit einem neuen Lebensgefühl, die ich dort traf. Ein Mädchen aus Australien, ein junger Mann aus Belgien, eine Schwedin die seit Jahren am Reisen war – sie waren tatsächlich nach Berlin gekommen. Und mit einer Freundin aus Berlin hatten wir bald gehört- die beste Party war draußen, vor den Toren Berlins.

    Und so fuhren wir Nachts mit der S-Bahn heraus zu einem unbekannte Feld mit See. Es war die Location der Underground-Techno-Party „Nation of Gondwana“. Dort feierten die Pyonen mit ihren Freunden das zweite Mal in der Natur die Wiedervereinigung der Bewohner von Gondwana – dem südlichen Teil des Urkontinents Pangäa, als noch die ganze Welt vor 300 Millionen Jahren noch verbunden war, bewohnt von Dinosauriern.  Ich sah die Skelette der Dinosaurier im Naturkundemuseum in Berlin und dachte mir: Sie sehen genauso aus wie wir, es ist alles genau das gleiche Prinzip. Bis ins Detail sind wir mit einander verwandt. Es ist die gleiche Perfektion der Schöpfung, 250 Millionen Jahre erprobt. Alles ist vom selben göttliche Funken durchwoben und wir sind alle eins.

    Die britische Band Faithless hat es 1998 auf die Zeile gebracht. God is a DJ. Und für viele Menschen, so vermute ich, geht es wie mir; ist der Moment auf einem wirklich guten Konzert, einer wirklich guten Party zu sein der Ort, wo die Verbindung mit dem Höchsten am Deutlichsten im ganzen Leben zu spüren ist.

    So ein Moment ist unvergesslich. Und kann das ganze Leben verändern. Ich hörte damals auf der Nation 1996 jene Zeile „This is the most beautiful moment of your life!“ Es war so. Ich werde es nie vergessen. Hat man den Anschluss einmal erreicht, wird man ihn nie vergessen. Dieser Moment ist immer Jetzt. Und ich werde immer nach ihm streben. Ich bin seitdem auf Techno-Parties unterwegs. War jedes Jahr auf der Nation of Gondwana,  seit 24 Jahren – außer die Jahre, in denen ich nicht in Europa war.

    Ich habe damals verstanden: Wir leben in einem intelligenten Universum und können unsere eigene Strategie entwickeln, um unsere Ziele mit hier verfügbaren Mitteln zu erreichen. Wir tun und unterstützen die notwendigen Schritte zu ihrer vollständigen Umsetzung.

    Diagnose: Es ist mir und uns gelungen, mit ungewöhnlichen Methoden ein besseres und freieres Leben zu führen. Ich konnte mit mehr Freiheit mehr Möglichkeiten verwirklichen und mehr Glück erleben und teilen.

    Guiding Policy: Die zugrundeliegenden Prinzipien, die mich hier her geführt haben funktionieren besser als die bisherigen „Mainstream“-Ansichten. Es gilt diese noch konsequenter und intensiver zu nutzen.

    Action Plan: Ich werde noch deutlicher identifizieren, was mich hier hergebracht hat und diese Methoden jetzt noch konsequenter und dauerhafter ausbauen, um den Weg ganz zu gehen.

    Die Musik ist der Schlüssel. Es war Johann Sebastian Bach, der sein ganzes Leben Musik im Dienste des Höheren erschaffen hat. Im Zeitalter der Technik hat die elektronische Musik, verknüpft und verbunden mit allen Musikrichtungen aus allen Zeiten und Ländern neue Möglichkeiten erschaffen. Das perfekte Happening mit dem idealen Klang in freier Natur, faszinierenden Lichtinstallationen und gemeinsam mit Freunden und Gleichgesinnten.

    Und natürlich der Tanz. Das Leben ist Bewegung, und Bewegung erzeugt Gefühle. Und es ist Austausch. Es gibt den DJ, den man feiert, aber am meisten feiert man das Leben und die Freude, am Leben zu sein und diese Freude mit anderen zu teilen. Draußen in der wunderbaren Natur, auf einer Wiese unter dem blauen Himmel, umgeben von Wald und idealerweise an einem See.

    „You have to believe in something“. Und natürlich leben wir in einer Zeit, in der die geistige Freiheit zunimmt. Wir können mehr das glauben, was wir wollen. Wir müssen keinen alten Regeln folgen, die von alten Autoritäten aufgestellt wurden, meist Männern mit einem strengen Blick. Hier waren viele Musiker und Künstler die Wegbereitere. Und niemand kann vernünftig bestreiten, dass unsere Erfahrungen echt sind. Er kann höchstens behaupten, dass er über dein Leben bestimmen darf. Jede neue Generation wird aber das Wissen der Älteren in Frage stellen. Und neue Erfahrungen und Sichtweisen hinzufügen.

    Wo und wie einem das „Höchste“ begegnet ist vollkommen unwichtig. Hauptsache, es begegnet einem überhaupt. Wenn das nicht geschieht, dann fehlt der Glaube, und das ist schade. Ohne Glauben und Vertrauen fehlt vieles, was das Leben so wunderbar macht. Wenn wir Kindern beim ausgelassenen Spielen anschauen, sehen wir dass sie freudig sind.

    Wie Jazz in den 30ern, RocknRoll in den 50ern, Pop und Punk in den 70ern ist Techno in den 90er Jahren zu einer neuen Musikbewegung geworden. Es hat sich von einer kleinen Randerscheinung zu einer großen Bewegung entwickelt. Festivals sind in. Jung und Alt geht dort hin. Dort darf man frei sein, sich frei fühlen, sich frei verhalten. Ich finde das eine großartige Entwicklung und bin dankbar, dass ich davon ein Teil sein darf. Es ist für viele eine spirituelle Bewegung – ob man es so nennen will oder nicht. Es hat Bedeutung, es erzeugt Verbindung, es macht den Weg frei für die großen Gefühle. Und die großen Gefühle erzeugen Anschluss. Das ist wunderbar zu erfahren.

    Berlin ist einer der weltweiten Zentren dieser Bewegung. Es ist etwas dabei, dass schon lange Berlin ausgemacht hat. Es gab hier schon in den 20 Jahren des letzten Jahrhunderts viele Bewegungen, bei denen mehr erlaubt war.  Viel hat auch mit der besonderen Situation Berlins zu tun. Es war eben hier viele Jahre ein Anziehungspunkt für Freigeister gewesen. Auch ein Schonraum. Und ein Abenteuerspielplatz. Eine Stadt der Größe von New York, mit aber nur einem Drittel der Einwohner. Abgelegen von märkischem Sand umgeben. Mit verfallenen Industriebrachen aus vielen Jahrzehnten des Schrumpfens.

    Die neuen zwanziger Jahre kommen auf uns zu.

    Was brauchen wir, um sie und die kommenden Jahrzehnte erfolgreich zu meistern – persönlich wie global?

    Wir brauchen vor allem für unser wertvollstes Gut, den Supercomputer hinter unserer Stirn bessere Programme. Er ist die komplexeste bekannte Struktur im Universum, und die Anzahl seiner neuronalen Vernetzungsoptionen überschreitet die Zahl der Quarks im Universum.

    In den letzten 10 Jahren haben wir gelernt: ein weiterer Supercomputer, das Smartphone hat unser Leben von Grund auf verändert. Vor allem, weil es mit seiner erstaunlichen Rechenleistung flexibel umgehen kann. Wir laden eine neue App, und schon kann es etwas Neues, Einzigartiges.

    Doch für unser Gehirn gehen wir weiter davon aus, dass wir bereits mit den optimalen Apps ausgestattet sind. Die meisten Programme sind evolutionär bestimmt, wir achten auf Veränderung und Bedeutung – meist sind es elementare Bedürfnisse wie Essen, Sex, Anerkennung, die uns antreiben.   Denken in knappen Ressourcen und lokalen Gruppen.

    Dann haben wir ein paar tausend Jahre Kultur hinter uns. Jetzt gibt es Zahlen, Schrift, Glaubenssätze und Erfahrungen unserer Eltern, Chefs, Anführer, religiösen oder moralischen Autoritäten, die uns prägen. Die traditionellen Systeme sind immer konservativ, bewahrend. Zu recht. Es ist wichtig zu wissen und weiterzugeben dass etwas funktioniert. Das heißt aber noch nicht, dass die beste Lösung bereits gefunden wurde.

    Das Gehirn kann sehr viel Information speichern: Die Herausforderung ist das Wiederfinden

    Dabei gibt es zwei Hauptmerkmale: Reichtum an Information und assoziativer Zugang

    Das menschliche Gehirn schafft 120 Bits pro Sekunde

    Aufmerksamkeit schaut auf Unterschiede und Bedeutung

    Produktivität und Effizienz hängt von Systemen ab, mit denen wir Kategorien bilden

    Es genügt ein einziges überzeugendes Konzept zu haben, und dieses immer weiter auszubauen

    Die Grundlage meines Konzepts ist: „Das magische Kind“. Ich kann mir alles vorstellen, und was ich mir vorstellen kann, kann auch wahr werden. Und ich darf mich danach richten was mich interessiert. Wenn ich es cool finde, ist es wahr. Wenn ich es nicht mag, ist es falsch.

    Die Quellen der Begeisterung. Ich starte jeden Tag begeistert, weil ich meinen Traum lebe. Ich entscheide selbst. Ich zeige mir seit 25 Jahren, das andere Wege möglich sind. Und ich werde den Weg weiterführen. Ich glaube an die Weltseele und die Verbindung mit der Quelle. Im Training heißt es: „ich bin Ursprung“.

    Und damit wir nichts vergessen, braucht es die Liste. Und es braucht Ziel, Plan, Handeln und Überprüfen. Ziel ist die Vision. Plan sind die konkreten Schritte. Handeln ist das agile handeln, in hoher Geschwindigkeit und immer im Flow. Überprüfen heißt immer wieder die Schau auf die Dinge – ob auch alles im großen Bild läuft.

    Ich entscheide mich dafür, jeden Tag selbst mehr zu geben. Um dann zu zeigen dass ich effizienter, besser, näher an der Quelle bin. Ich brauche täglich Übungsgebiete für meine Motivation, für meine Präsentation. Für meine Fähigkeiten für neue Lösungen zu kämpfen.

    Damit das funktioniert schließe ich mich an die Quelle an. Locke die Energie hervor, mit Ritualen und Arbeit. Arbeit an der Selbstverstärkung. Da ist in mir etwas, was großartig ist, weil es die Verbindung zum Höchsten ist. Und mit dieser Energie macht alles Spaß, ist alles einfach und motivierend. Es ist das „Perpetuum mobile“.

    Die nächste Aufgabe ist die Begeisterung weiter zu transportieren und besser zu werden. In jeder Dimension. Alles ist von Perfektion und Schönheit durchdrungen. Ich kann es wagen. Und meine Botschaft ist klar. Ich habe eine Energie, die alles andere antreibt. Dies ist meine Spezialisierung. Es ist die Verbindung mit der Quelle. Ich werde sie noch klarer hervorarbeiten. Und mich vernetzen. Und Kontakt aufnehmen. Weil es Freude macht. Und Erfolg bringt.

    Vision und Tatkraft. Die Entscheidung, sich für die romantische Weltsicht zu entscheiden. Die Kraft des Anschlusses an die Quelle nutzen. Um sich anzuschließen, muss man weich werden und sich öffnen, sich einer größeren Kraft hingeben.

    Reduktion auf das Wesentliche.

    Wir brauchen eine Vision, die sich gut anfühlt und uns begeistert

    Wir brauchen den Austausch mit anderen Menschen

    Wir brauchen einfache Techniken um uns zu organisieren und mit Tatkraft den nächsten Schritt zu tun

    Wir müssen uns um die materiellen Dinge aktiv kümmern und investieren

    Wir müssen uns beruflich weiterentwickeln und dazulernen

    Wir müssen unseren Körper spüren, mit allen Sinnen erleben, Urlaub machen und geistige Nahrung zu uns nehmen

    Wir brauchen das Gefühl des großen Zusammenhangs

    Alles ist verbunden, alles ist magisch, alles ist eins. Alles ist interaktiv. Wir können von innen heraus die Welt beeinflussen (Mind over Matter); das Bewusstsein kann Dinge beeinflussen. Und diese Prinzipien gilt es jetzt noch stärker zu leben.

    Mir kommt immer wieder der Schlusssatz von Faust II von Johann Wolfgang von Goethe in den Sinn:

    Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis

    Das Unzulängliche, hier wird’s Ereignis

    Das Unbeschreibliche, hier ist´s getan

    Das Ewig-Weibliche zieht uns hinan

  • Leben als Geschenk und Training – Life as gift and training

    Geschenk und Training

    Ich beschließe, ins Zentrum meines Lebens das umfassende Wachstum zu stellen. Wachstum in allen Dimensionen.

     

    Ich entscheide, ich vertraue. Ich beschließe: jeder Augenblick meines Lebens ist ein kostbares Geschenk.

     

    Ich entscheide: ich achte auf dieses Geschenk und wertschätze es. Ich richte meine Aufmerksamkeit aus. Durch Training und Wiederholung wird diese innere Ausrichtung immer natürlicher und selbstverständlicher.

     

    Es gibt jeden Augenblick zahlreiche Gründe, dankbar, in Liebe, erfüllt, glücklich zu sein. Ich kann jeden Tag meine Dankbarkeit mehr und mehr spüren.

     

    Ich verstehe: wenn ich jeden Augenblick als das Optimum, das Nonplusultra annehmen kann, ob er leicht oder anstrengend, fröhlich oder traurig ist, dann habe ich das Ziel erreicht.

     

    Dann ist die Differenz von Wunsch und Wirklichkeit aufgehoben. Dann leben wir, wie es Leibniz prägnant formuliert hat, tatsächlich in der Besten aller möglichen Welten.

     

    Das Verständnis ist ganz einfach: alles ist entweder kosmisches Geschenk oder spirituelle Trainingsaufgabe, Wachstumschance.
    Es ist die erste Aufgabe, die zahllosen Geschenke der Existenz überhaupt zu erkennen.

     

    Je mehr wir wissen, je mehr wir unser Leben mit offenen, neugierigen Augen betrachten, umso leichter fällt es uns, umso mehr werden uns die Augen geöffnet.

     

    Albert Hofmann nennt es die Kunst des Schauens, Philosophen sprechen von dem Vorrecht der antiken Götter, über den Dingen zu schweben, vom Olymp herab auf die Welt zu schauen und diesen Anblick zu genießen.

     

    Wir sind aber noch mehr: wir haben das Geschenk der irdischen Existenz in diesem Körper bekommen, und das ist eine ganz erstaunliche Erfahrung, auch immer wieder eine anstrengende Herausforderung.

     

    Hier gilt es mit den Worten des Lama aus der Ferne die Kunst der fröhlichen Anstrengung zu lernen.

     

    Alles ist Training: ich liebe diese Sichtweise. Sie gibt jedem Moment eine Bedeutung und eine Richtung.

     

    Und dieses Universum ist unsere Universität, unsere Aufgabe zu wachsen und zu lernen. In diesem Leben hier.

     

    Gift and training

    I choose to place  growth into the center of my life. Growth in all dimensions.

    I decide, I trust. I decide: every moment of my life is a precious gift.

    I decide: I pay attention to this gift and appreciate it. I direct my attention. Through training and repetition, this inner alignment becomes more and more natural.

    There are many reasons for gratitude, love, fulfillment, happiness. Every day I can feel my gratitude more and more.

    I understand that if I can accept every moment as the optimum, the ultimate, if it is easy or exhausting, happy or sad, then I have reached the goal.

    Then the difference between desire and reality is gone. Then, as Leibniz succinctly stated, we actually live in the best of all possible worlds.

    The understanding is quite simple: everything is either cosmic gift or spiritual training task, growth opportunity.

    It is the first task to recognize the countless gifts of existence.
    The more we know, the more we look at our lives with open, curious eyes, the easier it is for us, the more we realize its true value.
    Albert Hofmann calls it the art of looking, philosophers speak of the privilege of the ancient gods to float above things, to look down from the Olympus to the world and to enjoy this sight.
    But we are even more: we have received the gift of earthly existence in this body, and that is a very amazing experience, sometimes an exhausting challenge.
    As the Lama said, we have  to learn the art of joyful effort.
    Everything is training: I love this view. It gives each moment a meaning and a direction.
    And this universe is our university, our job to grow and learn. In this life here.

  • Half a year back

    Sunday, February 3rd 2019

    It has been half a year since we returned from our journey. We can say: We are back. As it was half a year between the decision and the start, if feels like completion.

    Enough time to look back and to give a short report. How was it? Let’s start with myself.

    The biggest step for me will always remain the simple fact that we just did it. Is it such a difference between talking about and literally making the trip. The difference lies in the experience that it is possible. It is always different from the imagination.

    Where lies the biggest challenge? I would say, there is always a challenge. Life is just like that. Before, there where all this feelings of insecurity about how it all will work out and all the questions that arise planning such a project. Doing it then, daily life is full of tasks that arise as everywhere, no matter where you are. And afterwards: Of course, with all the joy and fulfillment there is the challenge to fully come back and become a part of the life we choose to life back in Berlin.

    Leaving everything behind is definitely an expression of the “joy of missing out” regarding the mundane tasks of work and school.  By many aspects, I would consider myself a “JOMO” – deciding to work as a freelancer definitely is an expression of individualism.

    But – as I realized on other occasions as well – after indulging deeply into the joy of independence and freedom another aspect becomes more and more important. I never considered leaving Berlin really behind. I would suffer the “fear of missing out”. So in many ways I am as well a FOMO, somebody with a “fear of missing out”.

    The kids did a great job with this challenge. They finished their first half year back in their new classes and showed that it is possible to miss one year at home and learn outside their homebase. We are very proud of them. They know now both perspectives.

    I choose to look at the whole process as an opportunity to learn. Considering the seven areas I have defined myself, I realized that in every area I could learn something coming back.

    There was time for writing – writing this blog. There was time to run – what I was missing on the journey. I became a member of the Sport Club Charlottenburg (SCC), the organizer of the Berlin Marathon. With the membership comes a free registration for all of their events. So I have two half-marathons and the Berlin Marathon in September this year on my schedule. It will be my sixt time in Berlin and one step further to my longterm goal to get into the Jubilee Club of finishing ten Berlin marathons. Having the appointment in the calender helps a lot to get into the running shoes in the morning, when it is dark and cold outside.

    I was able to meet all my friends again and open myself for new connections. I had time at home – when the kids came back from school and when they had to learn for their tests. I was able to bring Tara and Morpheus to the kindergarden – teaching Tara to drive a bicycle or having both in the bike trailer. And I realized that this investment in having family time was precious. The kids love to have time with their father – and I was more there than the years before we travelled. Nadine had time to meditate in the morning, as we were both at home in the morning supporting the kids getting ready.

    What I really enjoyed was having time during the week to meet friends – this rarely happened the last 15 years working as a consultant often at the clients site. And the joy of having time at home to do what I like most: Sitting at our fireplace, listening to music, writing when the house is quiet. This is a gr

    I took care of our business, trying to invest. This was a difficult task, as I realized. No matter how convincing my presentation was, at the end every bank refused to give money to someone with a track record of a year deliberately abroad. It always ended with: Please come back some years later…

    Therefore I decided to put my energy into deepening my knowledge and broadening my network. I learned a lot from startup founders, venture capitalists, entrepreneurs and the vibrant Berlin scene. But with a family to support, and money invested wisely in the travelling experience it became clear that I should stick to my field of healthcare consulting.

    Being away for one year changed as well a lot. Some clients and partners changed their businesses, and I had to focus on acquiring new clients. It is always about reinventing yourself, if you want to stay competitive. So I realized that there were new players in the field, supporting exactly my segment, the “independent professional”.  They serve as connectors, doing the “cold calls” and all the negotiations in between, as competitors to the big consulting companies.  With my first contract signed today using this new platform, I feel that this is an important step forward.

    I had to cancel my skiing holiday therefore and will stay at home working while family and friends will join together in Czech republic for skiing. Sometimes you need to invest, and I feel completely fine with that.

    And I found time to read. About the history of free techno, a movement that has had one of the biggest impacts in my life. (Christiana Breinl: Free tekno: Geschichte einer Gegenkultur). It is true – I danced the first time on a free techno party in a park in Berlin with Nadine. And we got engaged on a free techno party inside the “Desert of Lieberose”, a former Soviet Union Army training area, that out of decades of tanks crossing the soil became the biggest “desert” in Germany. We were sitting on the hill of the “Generals Hill”, the only elevation and building from where Breschnev, Ulbricht and Honecker where watching their troops.

    It was, of course, forbidden to enter that area, it was an adventure to not getting stuck in the sand with the car. And it was dangerous – the warning signs indicating that this was the “red zone” and there could be unexploded grenades everywhere. We didn’t care.

    As did our friends that carried their sound system inside and played techno until the police arrived. We had to leave and drove 200 miles further north to another abandoned military area, a former soviet airport. And continued to party.

    Free music – free space – free mind: That was the slogan of this movement that began in the UK in the 80s with influences from Jamaika (transportable sound system), the traveler and squad scene (living in trucks), the London Soho-Elite and Ibiza working class tourists listening to Acid House and Detroit Techno. The Spiral Tribe from UK became a dominant figure in a movement that was based on loud, repetitive rhythmic electronic music playing nonstop days and nights, creating outside and inside a new space where thinking and feeling was free – a kind of shamanic ritual using industrial technology. My Berlin experience of the 90 was heavily influenced by this music and the spaces the vibrant scene created.

    I still believe that dancing can be one of the strongest forces and experiences. Just watching our kids reminds us how much they as well love this free movement from the earliest years on.

    The 50th birthday of a very good friend last week was a beautiful experience: To see that dancing until dawn is not a privilege of the youth, but rather a way of life made me very happy.

    I looked back to my own writings during my coaching years 2006 and 2007. I found a lot of interesting material. I will use in one day or another. And I realized how much energy it gave my own development to work as a coach. Much of what I experience now is based on these years, where I gave my life a new direction.

    As Viktor Frankl said: “There is a „will to pleasure“, a „will to power“, a „will to meaning“.

    I as well finished another book: Tribe of mentors from Timothy Ferriss. I found a lot of encouraging quotes inside:

     

    And Since I read Joseph Campbell’s line „follow your bliss“, it has become my true north.

    „in order to „have“ you must „do“, and in order to „do“ you must „be“.

    Ignore any advice that tells you you are going to miss something.

    The truth is that competition is the opposite of creativity.

    You work hard because you’re inspired to, not because you have to.

    It is an „inspired persons game“. The keys belong to whoever is inspired

     

    I just came back from an exhibition about Berlin in the 90. I have to write about that time later on.

    The biggest inspiration remain the people around me – Nadine, our kids, our friends and new encounters we made in the last months. It is beautiful to see how they are growing and evolving, taking steps and opening.  I am very thankful for that.

    IMG_7286

    AE562104-AA2E-45ED-B862-7AD723F0CD82IMG_7109IMG_7218IMG_7425.jpg

     

  • Dankbarkeit

    IMG_7444

    Montag, 31. Dezember 2018, Berlin

    Alles geschieht von innen nach außen. Und bin ich innen reich und erfüllt, lebe ich im Flow, und bleibe ich aktiv und handle, fügt sich alles. Meine Aufgabe lautet, dieser Gewissheit jeden Tag Kraft und Energie, Entscheidung und Bestimmung zu geben. Und damit das anzuziehen, was ich mir in meinem Leben zuerst visualisieren, dann realisieren will. Und das ist viel.

    Ich bin mitten in diesem Prozess. Es ist jeden Tag neu erstaunlich, wenn es gelingt. Die große Aufgabe ist es immer, nicht in Unruhe oder Hektik zu verfallen und alles entspannt, freudig und in meiner Geschwindigkeit und in meiner Art angehen zu können. Und auf der anderen Seite all die wichtigen Aufgaben, Themen, Gebiete weiter zu beachten und voranzutreiben. Das ist die Kunst.  Der Schlüssel ist: Das, was ich schon jetzt innerlich lebe, das ziehe ich auch an. Das wird dann auch zu meiner Wirklichkeit da draußen.. Ich erlebe diese Tage eine erstaunliche Abfolge von einfachen Dingen und erstaunlichen Verbindungen.

    Es gibt keinen „free lunch“. Ein Abenteuer ohne Risiko existiert nicht. Und so lohnt es sich im Leben Dinge zu wagen. Unsicherheit auszuhalten. Emotionale Unsicherheit, körperliche Unsicherheit, berufliche Unsicherheit, finanzielle Unsicherheit. Jedes Lebewesen lebt in einer Welt der Unsicherheit. Wir Menschen sind vermutlich die einzigen denen das wirklich in vollem Umfang bewusst ist. Und wir hatten am wenigsten Zeit, uns auf unser neues Leben einzustellen.  Jeder Löwe kennt seine Position seit Millionen von Vorfahren. Wir sind erst ganz kurz an der Spitze der Rangordnung gelandet. Es sind 1000 bis 2000 Generationen, seit wir uns auf den Weg gemacht haben uns die Welt zu unterwerfen. Und 400 seit wir sesshaft geworden sind.

    Jede Beziehung ist ein Risiko. Jedes Kind ist ein Wagnis. Jeder Berufswechsel eine Herausforderung. Jeder Unterbrechung des Bisherigen eine Zäsur. Bei großen Veränderungen gibt es ein vorher und ein nachher. Man ist nicht mehr der Gleiche. Das Wesentliche ist zu verstehen, wie Stabilität und Glück erzeugt wird und welche Verhaltensweisen günstig sind, wenn man den Zustand erhalten und ausbauen will. Das alles ist nicht willkürlich. Und es macht auch keinen Sinn, gegen das Zeitalter zu leben in dem man lebt.

    Wir leben in einem nie dagewesenen Zeitalter der Explosion. In wenigen Generationen hat sich das Leben grundsätzlich auf einer vorher unvorstellbaren Weise verändert. Diese Entwicklung beschleunigt sich sogar. Die letzten 20 Jahre haben mehr Veränderung erzeugt als die letzten Jahrtausende. Wir realisieren es gar nicht, so schnell geht es. Jeder Handybesitzer auf der Welt  hat das gesamte Wissen der Welt jederzeit sofort abrufbar – Jahrtausende war Wissen das kostbarste Gut, ungeheuer schwer zu erlangen. Nur für wenige Privilegierte war ein kleiner Ausschnitt verfügbar. Jedes Musikstück kann direkt angehört werden. Ich kann jeden Ort der Welt betrachten, mit den Augen der Satelliten und Luftaufnahmen.

    Gestern erreichen und die Neujahrswünsche von Pashupati, unserem Guide und Träger aus Nepal, auf unserem Annapurna-Trek im Jahre 2005. Ich erinnere mich genau an die Gespräche mit ihm beim Frühstück mit dem unglaublichen Blick auf zwei Achttausender, Annapurna und Dhaulagiri. Jung, arm,  intelligent und wütend über das Leben in Nepal. Er schreibt aus Helsinki, Finnland. Verheiratet, zwei Kinder, mit einem Master of Economics lebt er seit 2009 in Finnland. Es gibt sie, diese Entwicklungen.

    Wie bei jedem guten Spiel wachsen mit den Ebenen die Herausforderungen. Deshalb ist es klar, dass auch schwierige Momente zum Leben dazugehören. Manche erfahren sie früher, manche später. Ich hatte oft das Gefühl, in jungen Jahren viel Angst aushalten zu müssen. Oft habe ich diese Ausgangslage als Herausforderung begriffen. Ich war immer ein „insecure overachiever“.  Aus der Unsicherheit wuchs eine Fokussierung auf die Dinge, die mir gut gelangen. Das hatte oft mit der Fähigkeit zu tun, mich auf eine Sache konzentrieren zu können die mir wichtig war. Hier wiederum bin ich auf eine Art unerbittlich und weiß um meine Stärke. Doch ich muss weiter akzeptieren, dass Angst mein Begleiter ist.

    Heute gibt es für vieles eine sofortige Lösung. Ich höre draußen die Kinder im Flur zu laut schreien und will in Ruhe schreiben. Die Idee ist schnell da: Ich brauche eine „noise cancellation app“ für das Iphone. Die Kopfhörer liegen ja schon da. Kaum 5 Minuten später höre ich ein Gewitter mit seinen Regentropfen im Wald und dazwischen Donner. Ich stelle die Tonausgabe auf laut, und bald bin ich völlig abgeschirmt in meiner Welt. Es funktioniert.

    Objektives and key results. Was habe ich erreicht? Woran arbeite ich gerade? Das sind gute Fragen. Ich habe dieses Jahr eine Menge erreicht. Aber man kann noch so viel hinter sich haben, am Ende zählt das was vor einem liegt. Und der gegenwärtige Moment.

    Was sich nicht lohnt: Danach zu schauen was ich nicht kann. Dort werde ich mich nicht geändert haben: ich weiß noch, wie ich mit 5 Jahren beim Theaterstück in der Kita hätte mitspielen sollen. Ich weiß noch heute wie es sich angefühlt hat mir vorzustellen ich müsste da etwas vorführen. Ich habe in mich geschaut und eine peinliche Situation der Blamage gesehen. Aufgrund meiner Inkompetenz. Und schaue ich heute auf eine neue Situation, so sehe ich oft immer noch genau das. Weil es unendlich viele Situationen gibt, die ich mir vorstellen kann auf die ich nicht die beste Antwort geben kann.

    Dann aber wieder gilt: Dort wo ich es gewagt habe, habe ich meinen größten Zuwachs an Selbstbewusstsein bekommen.

    Hier ein paar meiner wichtigen Glaubenssätze

    • Es gibt eine Kraft, die das Universum erzeugt und zusammenhält
    • Diese Kraft ist identisch mit der Liebe
    • Wir können diese Kraft selbst spüren
    • Es gibt einen höchsten Punkt, zu dem alles hinstrebt. Dieser ist identisch mit der Kraft, aus der alles entstanden ist
    • Alle höchsten Zustände und Vorstellungen sind kongruent und Teil der gleichen Kraft
    • Schönheit, Wahrheit, Liebe, Eleganz, Effizienz, Stabilität, Funktionalität – sie sind alle Elemente der gleichen Perfektion
    • Wir können all diese Kräfte persönlich erfahren
    • Alles ist eins, es gibt nur scheinbar Gegensätze und Trennung
    • Die materialistische und die idealistische Sicht auf die Welt sind keine Gegensätze
    • Wenn wir uns auf die höhere Kraft ausrichten, ist Dankbarkeit das zentrale Gefühl
    • Wenn wir uns ausrichten und anschließen, können wir die Erfahrung der Verbindung machen, sehen, spüren
    • Dann hat alles einen Sinn, es gibt keine Zufälle und das Universum ist interaktiv
    • Je mehr wir an eine Sache glauben, umso wahrscheinlicher wird sie Wirklichkeit
    • Eine Art diese Wahrheit zu erkennen ist Meditation
    • In der Meditation können wir eine innere Ausrichtung und Ganzheit spüren, eine perfekte Ordnung – man kann sie Einsgerichtetheit nennen.
    • Schließen wir uns an die richtigen Einstellungen und Gedanken an, können wir erfahren dass diese ein Perpetuum mobile erzeugen – sie erzeugen mehr Energie als sie verbrauchen.
    • Wir können dies an der Interaktion in einer Gruppe erfahren, wo alle sich gegenseitig stärken und positive Resonanz erzeugen, die stärker ist als die Summe der Einzelteile
    • Sind wir ausgerichtet, können wir viele Dinge vollbringen und vieles bewegen, ohne uns dabei auszupowern oder zu überanstrengen
    • Es ist immer wichtig sich körperlich anzustrengen und an die frische Luft zu gehen
    • Wir werden immer wieder mit schwierigen Seiten oder Probleme in uns konfrontiert werden, die wir vor uns versteckt halten
    • Es kommt darauf an, diese Dinge anzuschauen, anzunehmen und loszulassen
    • Ein Technik kann wertvoll sein wie ein morphogenetisches Feld, dass für alle Teilnehmer eine Ordnung schafft. Diese Ordnung kann Stärken, Verbinden und Ausrichtung erzeugen.

    Dann lese ich weiter den Yuval Noah Harari: Sapiens: A Brief History of Humankind. Er beschreibt sehr treffend finde ich, wie ursprünglich im Kodex Hamurabi drei Klassen von Menschen beschrieben werden: Die Herrscher, das Volk und die Sklaven. Und er beschreibt, wie wir auf einmal mit der Sesshaftigkeit Gefangene werden einer Welt, wo wir immer härter arbeiten sollen um uns wieder zu befreien. Da es aber eine Art geistige Versklavung ist, gibt es keine Befreiung. Bis heute haben wir Angst, wenn wir frei sind – und arbeiten lieber immer weiter. Es geht ja nicht anders. Doch es ist eine innere Täuschung. In Wirklichkeit sind wir längst frei. Ich sage: Harari beschreibt die Vergangenheit richtig. Aber zeigt weiß nicht, wo die Befreiung liegt.

    Ein gutes Buch, bis zum Ende faszinierend. Allerdings dünn an der Stelle, die wirklich spannend wird. Was ist mit der Welt in uns? Ist sie nicht der entscheidende Faktor? Harari geht damit um, wie es die meisten Wissenschaftler tun. Sie lassen die wirklich spannenden Fragen weg, damit sie für den Rest einfache Antworten finden können.

    Und der materialistische Reduktionismus (alles ist nichts als…) ist für mich auch nur eine weitere Form des naiven Aberglaubens, eine Reaktion auf eine persönliche Enttäuschung.  Was, außer dass es so einfach erscheint, macht die Annahme wahrscheinlich, dass es keine höhere Werte, Systeme, Zusammenhänge gibt? Meine Aussage dazu ist ja immer ganz pragmatisch. Er geht von sich selbst aus. Und weil ihm die Erfahrung fehlt, glaubt er nicht daran. Anders aber als Newton, Einstein oder viele anderen Wissenschaftler.

    Deshalb bleibt es dennoch grundlegend wahr: Die meisten Systeme an die wir glauben sind auf Unsinn gebaut. Auf Indoktrination und Behauptung. Aber das heißt nicht, dass es keine höheren Wahrheiten gibt. Und dass es keine Richtung gibt. Oder Verbesserung.

    Es lohnt sich, an der entscheidenden Stelle weiter zu forschen. Was ist es, was uns antreibt? Was erzeugt den Sinn, das Glück, die Motivation in uns? Denn für mich ist klar: Die, die den Sinn spüren, die werden sich durchsetzen. Es ist die einfache Wahrheit. Je mehr ich daran glaube, umso stärker werde ich auf die lange Sicht sein. Und natürlich haben die Engländer, die Deutschen, die Juden, die Amerikaner, jetzt auch die Chinesen einen Einfluss darauf. Aber nicht weil sie nur an Unsinn glauben. Sondern weil jeder Glaube auf eine verborgene Wahrheit hinweisen kann.

    Meine Aussage ist eine andere. Die Welt ist ein Wunder, kein Zufall. Jeder Schritt der Entwicklung ist absolut „mindblowing“, erstaunlich. Dass wir uns soweit entwickeln liegt daran, dass das System in der Lage ist sich selbst zu verbessern und immer neue Prinzipien zu entwickeln, die mehr können. Es sind die sich selbst verstärkenden Prinzipien, sie sind nicht materieller Natur. Sie sind höherer Natur.

    Und es spielt am Ende keine Rolle, ob sie von jemandem oder einer Urkraft erschaffen wurden. Sie sind möglich, weil es eine verborgene, nicht offensichtliche Kraft gibt. Diese Kraft hat natürlich mathematische Regeln. Aber das ist zu kurz gesprungen. Sie ist auch sinnlich, verführerisch und ergreifend. Sie hat Wahrheit, Schönheit, Eleganz, Liebe, Licht, sie enthält all das, was wir als Tugenden oder höhere Wahrheiten begreifen oder erfühlen.

    In unserer Entwicklung kommen wir dieser Wahrheit näher. Und wir können diese Entwicklung beeinflussen, weil wir näher dran sind. Es ist nicht nur Zufall, es ist auch Sinn darin. Und oft ist es eine Richtung, die falsch erscheint, die uns auf den richtigen Weg bringt. Die Atombombe bringt den Frieden zwischen den Nationen. Der Nationalsozialismus bringt uns den Glauben an die universalen Menschenrechte. Denn der Fehler ist leichter zu erkennen. Eine Welt aus Vernichtungslagern und explodierenden Wasserstoffbomben ist offensichtlich nicht die richtige Welt. Und so weisen auch die Strudel an Plastikmüll in den Ozeanen in die richtige Richtung.

    Und weil es in uns einen Zugang zu einer höheren Welt gibt, haben wir auch eine Ausrichtung, die uns verbessert. Naturvölker sind mörderischer als unsere zivilisierte Welt. Wir sind friedlicher und sanfter geworden. Und das ermöglicht uns unser Seelenleben in einer neuen, nie dagewesenen Weise zu vertiefen. Das erzeugt erst einmal die Möglichkeit zu fühlen und zu erkennen, dass wir Neurosen und Kränkungen in uns tragen. Diese entstehen nicht erst durch die moderne Welt, wir nehmen sie das erste Mal wahr. Zuvor war es normal, andere zu quälen oder zu opfern. Niemand hat sich daran gestört. Die Welt war so grausam. In allen Kulturen.

    Und so ist die Frage nicht allein, ob wir glücklicher geworden sind. Vielleicht waren umherziehende Horden an Frühmenschen glücklicher, weil sie gewissenloser waren. Aber das ist für mich nicht entscheidend. Wir sind höher entwickelt, weil wir sanfter und feinfühliger geworden sind. Das kann ich nicht beweisen, davon bin ich aber überzeugt. Man kann es im Detail in jedem Menschen untersuchen, und man kann die Generationen miteinander vergleichen. Es ist klar. Die Traumata nehmen ab, weil die Welt sanfter geworden ist. Der Druck ist geringer, wir können alle weicher werden, weil die Welt einfacher geworden ist. Für alle. Nur weil es für die meisten das erste Mal ist, dass es überhaupt ein Thema geworden ist, hat die Gewalt nicht zugenommen. Sondern sie nimmt ab. Und die Lösungskompetenz nimmt zu. Wir müssen uns dafür einsetzten.

    Die USA finanziert über den Rüstungshaushalt von 600 Milliarden USD mehr als 100 Milliarden in die Forschung. Daraus entsteht viel, was die Welt voranbringt. Wir Europäer sollten nicht den USA nacheifern und 4 % unseres Bruttoinlandsprodukts für Rüstung ausgeben. Aber wir sollten ruhig eine ähnliche Größenordnung in die Zukunft unseres Planeten investieren. Das magische Ziel kann nicht der ausgeglichene Haushalt sein, sondern eine Zukunft die funktioniert. Harari hat recht: Herrschaftssysteme, Wissenschaft und Wirtschaft sind die Motoren des Fortschritts. Die EU ist geeignet, Forschung und Geschäftsmodelle so zu unterstützen, dass sie Lösungen für die Umweltprobleme realisieren. Wir müssen es wollen und es uns zutrauen.

    Dankbarkeit.

    Das Jahr 2018 war gezeichnet vom Reisen und Schreiben, von Zeit mit Familie und Freunden. Und das ist für mich ein Glücksfall. Wo ich doch das immer schon am nächsten an meinem eigentlichen Wesenszustand fand.

    Deshalb ist es ein Jahr der außerordentlichen Dankbarkeit. Die äußeren und inneren Ereignisse haben es uns ermöglicht, diesem Strom zu folgen. Um die Welt zu reisen, von Indien aus beginnend, nach schon über vier Monaten auf Reisen, von Afrika kommend. Einen der besten Monate meines Lebens in Goa, mit einer Freiheit und einem Lebensgefühl das einfach traumhaft war – und dann der Aufbruch nach Osten um die Welt. Kalkutta mit seiner morbiden Schönheit, Dhaka in Bangladesh als Gegenpol der Moderne, mit Arbeitselefanten auf der Straße. Australien, das Traumziel einer Weltreise über die unendlichen Strände der Great Ocean Road und Naturschönheiten jenseits der Worte weiter bis nach Cairns im Tropennorden. Aus einer Nacht im Tropenregen im Whirpool weiter nach Bali, zum Yoga Spirit Festival. Mit einer Villa mit Swimmingpool und Tanzworkshops die mich glücklich machten, mein 50. Geburtstag in Schönheit innen und außen.

    Das romantische Lombok mit Wasserfällen und Traumstränden und weiter nach Osaka. Japan at its best mit einem Haus mit Sitzbadewanne und Papierwänden. Sushi und Tempel. Und weiter einen Tag rückwärts in der Zeit nach Hawaii. Kauai nach einem Sturm mit Treibholz am Strand und dem grünen Canyon. Big Island mit Vulkanausbruch, den ich mir erträumt hatte – das Abenteuer live mittendrin. Sprachlos über so viel Glück weiter nach Seattle und mit meinen Eltern weiter durch Washington, Oregon, Kalifornien nach Nevada, Arizona, Colorado. Mit der ganzen Familie und meinem Papa im kühlen Colorado River entlangtreiben durch die Wüste.  Was für Natur, unbeschreiblich.

    Über Panama nach Peru, wiedersehen mit meinen Klassenkameraden, 40 Jahre nicht gesehen. Andenüberquerungen, Urwaldfahrten, Macchu Piccu, Cusco. Erholung von der Höhe und Kälte im frühlingshaften Cochabamba, Bolivien. Die unglaublichen Salzseen von Uyuni und Schneeeinbruch in den Anden auf dem Weg nach Chile. Vom San Pedro de Atacama 4000 km in den Süden nach Patagonien, Punta Arenas und dann im Wintersturm zum Torres de Paine National Park und zum Gletscherwunder Perito Moreno in Chile. Mit der Familie im Geländewagen im Winter durch Patagonien und dann über Santiago de Chile zurück nach Berlin.

    Ankommen aus der Eiseskälte in den Jahrhundertsommer in Berlin. Dort erst einmal zum Garbicz Festival nach Polen, an die Nordsee zum Familienurlaub. Und immer wieder schreiben. Was für eine Freude wieder daheim in unserer Wohnung zu sein, die Freunde um uns, Berlin vor der Tür in diesem Traumsommer und Herbst. Mit so viel Schwung und neuer Energie von der Reise öffnen sich neue Türen.

    Zugleich ist die Heimkehr nach Deutschland ein Geschenk, weil man die Freunde und Familie wieder um sich hat, die so viel bedeuten. Weil man merkt, wie gut wir es in unserem Luxusleben daheim haben, mit so viel Raum, Sicherheit, Dingen, Angeboten. Wir leben in einem wunderbaren Land, in einer faszinierenden Stadt. Bei aller Freude am Reisen ist uns beiden klar – wir leben weiter gerne in Berlin, wir wollen mit keinem Ort auf der Welt tauschen. Aber es ist immer wieder schön unterwegs zu sein und die Perspektive wechseln zu können.

    Es ist nicht mehr wie zuvor. Es gibt ein vorher und ein nachher, das hatte mein Vater schon vorhergesagt. Er hat recht behalten. Und so schreibe ich auch wie nie zuvor, laufe, schwimme, tanze, feiere und freue mich an den Kindern die wieder gut ankommen und gehe auf Workshops und Meditationen, entdecke die Startup-Welt in Berlin und knüpfe neue Verbindungen.

    Ich werde im neuen Jahr den Arbeitsanteil wieder ausbauen – das Arbeitspraktikum in meinem Lebensstudium, so habe ich es immer genannt. Wie in meinen Träumen bin ich bei der Arbeit immer Anfänger, gehe mit dem „Geist des Anfängers“ an die Aufgabe heran. Das hält wach und ist spannend. Und erzeugt ein Gefühl der Unsicherheit, das wiederum Energie freisetzt. Mein ganzes Leben war die Arbeit so – denn ich habe selten solange irgendetwas wiederholt, bis ich darin routiniert war. Es geht mir viel mehr um das Ausprobieren, um den „proof of concept“. Als ich meinen ersten und letzten Blinddarm operiert hatte dachte ich mir: Jetzt weiß ich wie das geht, ich brauche es nicht 100 Mal zu wiederholen.

    Die experimentelle Einstellung ist abenteuerlich. Und mich fasziniert selbst daran, dass sie funktioniert. Auf eine Art habe ich immer Rückenwind gespürt. Aber auch viel Unsicherheit aushalten gelernt. Es ist immer das Gleiche, es fühlt sich an wie mit 5 Jahren. Ich weiß nicht wie es geht und ich hoffe dass es mir einfallen wird, wenn es darauf ankommt. Ich habe zugleich große Angst und bin kreativ und voller Vorfreude.  Ich lag mit vier nachts in meinem Bett in unserem Dorf, Stetten bei Meersburg am Bodensee und hatte gehört, dass wir nach Peru, Südamerika aufbrechen werden und dass man dort nicht Deutsch, sondern Spanisch spricht. Ich wollte mich vorbereiten angesichts der Unsicherheit und ich weiß, ich testete neue Worte die mir einfielen.

    Vielleicht, so dachte ich, ist ja was in Spanisch dabei, und dann kann ich alle mit meinen Kenntnissen überraschen. Irgendwie geht es mir jetzt wieder genauso, wenn ich an das kommende Jahr denke. Ich muss mit irgend etwas, das ich mir selbst beigebracht habe eine Lösung für irgend jemand da draußen bieten können – dann wird es aufgehen und man wird mir dafür Geld zahlen. Ich habe wie immer noch keine Ahnung, was es sein wird. Noch hat es immer irgendwie funktioniert. Die Aufregung bleibt. Ich halte sie aus und arbeite daran, sie zu verringern. Ich bleibe neugierig und werde mich anstrengen.

    Vor allem aber werde ich dem Weg nach innen weiter folgen. Das Universum hat mir das Feedback gegeben, dass es möglich ist, die umgekehrte Richtung einzuschlagen und dennoch voranzukommen. Besser voranzukommen, als ich es mir erträumt hätte. Denn auf eine Art ist es klar für mich: Wir leben in einer Simulation der Wirklichkeit. Alles was wir sehen, alles was wir mit unseren Sinnen wahrnehmen ist eine Produktion. Daran kann es keinen Zweifel geben. Unser Gehirn produziert die Wahrnehmung. Die chemisch-elektrische Interaktion am synaptischen Spalt zwischen den Neuronen ist wesentlich für das, was wir erleben. Das, was wir erleben mag verwandt sein mit dem, was da draußen ist, aber es ist schwer es genau zu bestimmen. Steigen wir tiefer in die Quantenphysik ein, wird es immer unklarer.

    Jede Beobachtung verändert das, was wir beobachten. Dass Planck, Einstein, Bohr, Heisenberg, Pauli, Schrödinger, Franck, Hertz Deutsch als Muttersprache sprachen, freut mich. Fühle ich mich doch mit der deutschen Tradition der „Innerlichkeit“ verbunden. Statt mich nur zu fragen was ich da draußen bewegen kann, habe ich mich oft mit der Frage beschäftigt, was ich in mir drinnen erfahren kann. Erstaunlicherweise ist dieser Weg nach „Innen“ keine Flucht, sondern er kann zu einer tieferen Einsicht und einer höheren Verbindung da draußen führen. Und manchmal funktionieren die gewonnenen Einsichten da draußen besser als vieles „Schulwissen“. Verbessern wir die inneren Prozesse, verbessern wir unsere Performance in der Welt draußen am wirksamsten.  Und so sage ich: Faszinierend, wie Yuval Harari den Weg der Menschheit zusammenfasst. Ich teile viele seiner Einsichten.

    Aber für die entscheidende Frage wohin die Reise geht, bietet er, soweit ich es verstehe, keine passende Antwort. Denn die Zukunft wird von der Reise nach innen bestimmt, davon bin ich überzeugt. Wir haben die Welt da draußen ausgiebig erforscht und kartographiert. Die Ergebnisse sind atemberaubend. Den Blick nach Innen dagegen zu erforschen gilt bisher noch als Esoterik und Aberglaube, als selbstsüchtig oder sinnlos. Und viele Technologien, um das Bewusstsein zu erforschen und zu kartographieren sind zumeist verboten und ähnlich verfolgt wie Galileo zur Zeiten des Fernrohrs. Aber das wird nicht für immer so bleiben.

    Das bleibt für mich für 2019 und die kommenden Jahrzehnte ein zentrales Forschungsgebiet. Denn wesentliche Probleme lassen sich einfach lösen, wenn wir sie erst einmal verstanden haben. Es gibt keine äußere Notwendigkeit, den Globus zu verwüsten und dann davon zu träumen ins Weltall auszuwandern. Es ist ein inneres Problem einer inneren Fehlsteuerung, davon bin ich überzeugt. Und wir brauchen keine Angst davor zu haben diese Ursachen zu erkennen und bessere Lösungen „downzuloaden“. Denn sie sind bereits verfügbar. Wir werden beweisen, dass es bessere Lösungen gibt. Ich freue mich auf das kommende Jahr und die kommenden Jahrzehnte.

    Was für ein Jahr. Es wären genug Erlebnisse für fünf Jahre gewesen, und es wäre immer noch viel gewesen. Dankbarkeit an all die lieben Menschen, die wunderbaren Erfahrungen und die Existenz mit ihren Wundern, die all das ermöglicht hat. Danke, danke, danke.

    Neujahrsgrüße 2019 Familie Fortmann

     

     

  • Be the change you want to see

    Nadine:

    Ich bin oft und viel in die Ruhe gegangen in letzter Zeit. Ich habe eine Pause bei Facebook eingelegt und übe mich darin, mein Handy auch mal auszuschalten. Ich spüre dass ich tief in mir drin zu Hause bin, und dass ich dies von meinen Eltern gelernt habe: ein gesunder Zugang zum Leben. Das bedeutet auch, die Dinge aus der richtigen Perspektive zu betrachten, weniger aus Hektik und Abhängigkeit.

    In diesem Zustand bin ich kreativer, verspielter und begleite die Kinder gern, weil ich mich mehr auf sie einlassen kann.  Ich habe damit angefangen Sport zu treiben und genieße diese intensive Zeit mit mir. Als Frühaufsteher bin ich morgens um 7 Uhr meist allein unterwegs beim Joggen oder auf dem Weg ins Schwimmbad. Wenn Zeit ist danach schreibe ich oder meditiere. Indem ich meinem Körper die Bewegung gebe, die er braucht, ehre ich ihn und liebe es ihn als Kunstwerk zu betrachten.

    Etwas aus persönlicher Erfahrung zu erkennen ist für mich ein hohes Gut. Viel geht es bei mir um Abhängigkeit. So wie ich es bei näherer Betrachtung erfahre hat, sie viele Gesichter, sie ist verbunden mit anderen Menschen, bestimmten Situationen, mit Glaubenssätzen und sie löst Selbstzweifel wie etwa Schuld und Scham aus. Ich sehe:  wenn ich in eine Abhängigkeit gerate mache ich mich oft sehr viel kleiner und unselbständig und reagiere kontrolliert.

    Ich suche oft nach Anerkennung und rücke dabei meist von mir selber ab. Dann bin ich  zutiefst enttäuscht wenn diese nicht zurück kommt, oder anders als ich es meine zu brauchen. Was für ein blöder Mist:  Gefallen wollen, um sich besser zu fühlen; es allen Recht zu machen und dann darauf zu warten das etwas zurückkommt. Nervosität und Selbstzweifel bis hin zu Scham etwas nicht ganz richtig gemacht zu haben als Folge die mich auch nicht frei macht. Statt in der Fülle zu leben bin ich dann hauptsächlich damit beschäftig auszuweichen und zu projizieren.

    Ich habe gelernt: wenn ich mein Leben nur vom Verstand her kontrolliere und beobachte bin ich nicht authentisch.  Dann erfahre ich nicht  vollständig was ich brauche um auf einer tieferen Ebene zu lernen, nämlich da wo Transformation stattfindet. Diese passiert im Stillen und ist ein konzentrierter innerer Vorgang.

    Bewerten und Vergleichen ist die Folge eigener Unsicherheit – die wiederum in eine Abhängigkeit führt. Ich lebe dann sozusagen in einer Glocke und halte auch alle anderen darin fest, indem ich alles auf mich beziehe. Puh,  ganz schön anstrengend.

    Verständnisvolles Sehen wird möglich wenn ich mich traue nach innen zu schauen und mir Zeit für mich nehme. Ich komme um die Basics nicht drum herum, was berührt mich,  wo verkrampfe ich, wo liegt der Schmerz, ist er alt ist es neu? Gehört es noch zu mir oder ist es nur ein Schatten? Was braucht es um ein integrierter vollständiger Mensch zu werden? Wo beginnt der Wandel, wie weit kann ich nach innen schauen? Was auftaucht hat etwas mit mir zu tun, soviel ist klar.

    Der tiefe innere Wandel braucht das Belichten und das Hinschauen auf unsere Abhängigkeiten, das Erkennen dessen was wir brauchen um in unsere Kraft zu kommen und zu erkennen, was uns Kraft raubt. Ich bin bereit für den Wandel –  er vollzieht sich auch ohne meine ständige Aufmerksamkeit.

    Ich muss nichts festhalten oder erreichen:  der Weg des Wandels wird mich von jetzt an begleiten. Solange ich mir selbst näher komme besteht immer die Möglichkeit aus meiner Freiheit heraus zu handeln. Ich bin verbunden –  nicht getrennt vom großen Geist oder der Quelle oder wie auch immer es jeder bezeichnet. Wahre Selbsterkenntnis öffnet:  du gibst und ziehst an, du bist das Zentrum,  du bist Energie.

    Der Weg der Ehrlichkeit gegenüber mir selbst ist unumgänglich. Ich kann aufhören damit etwas sein zu wollen:  ich bin einfach. Wie will ich jemals Freiheit empfinden wenn ich mich selbst – mein inneren Schöpferkern den der sich entschieden hat hier dieses Leben zu leben – niemals kennengelernt habe? Wie kann ich jemals die Kontrolle loslassen und ins Vertrauen kommen wenn ich nicht auf den Grund meines Seins getaucht bin?

    Wie will ich mein nächstes Jahr verbringen?

    • In Ruhe mit mir sein
    • Sport
    • Liebe und Sexualität leben
    • Meine Ausbildung zur „psycho spirituellen Seelenbegleiterin“ beenden
    • Meditation
    • Unser Familiengeschäft weiter vorantreiben
    • Englisch lernen
    • Viel Zeit mit meinen Freunden verbringen und viele neue Freunde finden

    Ein weiteres intensives Reifejahr, das passt zu den Anfang 40ern. Meinen Lysi in die Pubertät begleiten mit mehr Gelassenheit im besten Falle, diese Entwicklung die Eltern und Kinder gemeinsam erleben ist auf eine Art schon millionenfach geschehen; auch wir werden es hinbekommen.

    Vertrauen in meine eigenen Stärken, in meine Intuition, lernen Dinge geschehen zu lassen und im richtigen Moment aktiv zu werden: ich weiß das ich diese Gabe habe. Die innere Ruhe finden um im richtigen passenden Flow Moment die entscheidende Frage oder Richtung aufzuzeigen.

    Demut und Bescheidenheit, ein offenes Herz, vor allem erst mal für mich selbst. Ich bin nicht hier um mich selber klein zu halten, um mich wieder und wieder im Kreis zu drehen und mich von meinen Schatten jagen zu lassen. Mich zu quälen mit den gleichen bohrenden Fragen nach:  habe ich alles richtig gemacht?

    Nein ich bin hier um zu lernen mein volles menschliches und spirituelles Wesen zu entfalten. Ich will aus mir heraus kreieren und erschaffen. Ich bin dankbar um jede Erkenntnis die mich diesem Ziel näher bringt. In Vorfreude auf ein gemeinsames Jahr.

    Guten Rutsch in 2019

    Eure Nadine

     

    IMG_7598

     

     

  • Seven steps to realize your dreams: Step 1. Be yourself

    Seven steps to realize your dreams:

    Step 1. Be yourself

    1. Be yourself. It all starts and ends with yourself. And it doesn’t matter how many voices you might hear out there to tell you what you should believe or follow, at the end you have to listen to yourself. You will find out that you knew it already. This means especially: It is o.k. to follow what you like. To enjoy what makes you happy. There is no obligation to follow the crowd, your friends or the parent’s advice at the very end. The most important thing is to learn, and you can learn the best if you do it yourself.

     

    This is true in so many ways. You can decide to spend your time inside or outside, to read, dream, ride a bicycle, to devote yourself to a game you enjoy, to become master in something you like. To follow any interest that seems fascinating to you. The more you allow yourself to follow your idea, your curiosity, the stronger your sense of yourself will realize itself.

    Just be careful not to follow automatically the beaten track, where everybody is heading towards if you don’t feel comfortable with it.

    And you always know it. You can feel it. Remain curious, stay with the beginners’ mind and allow yourself to have your opinion.

     

    Develop and train your own senses and your own experiences. We all come from a history of millions of years knowing how to live and how to survive. If you want to lose your anxiety and gain confidence, you have to make real experiences out there.

    If you want to gain confidence train yourself how to survive out there. Where you can go with your feet, what you can do with a small backpack and just a little money. It is your opportunity to grow and experience. Everything can help you on that way. Knowing how to handle cold weather or hot climate, hunger and thirst, how to find a place to relax and sleep, to discover a path you can follow.

     

    Swimming in the lakes, rivers and oceans, walking through the fields, meadows, deserts and mountains. Pack your staff on you backpack and try to get where you want to go. Or take a bicycle, learn how to repair it and follow your way across the country. Take the rainy season or the winter time when it snows if you want to experience something. Everyday there is a chance you can have an adventure. Or just take the other bus. Taking you somewhere were you have never been.

    You can make every day an interesting experience. Just use the chances you have to improve your self-confidence and try it out. The only thing you should take care of is not spending to much of your time following bullshit or the media on tv, the internet or your mobile. This is not the way you will discover yourself. You can use it, but only if you gain confidence in yourself.

    This is the most important step. Learn how to trust yourself and your decision.

     

    Be courageous to follow an idea or an adventure that inspires you. Any idea is valid. One day you might try to clean you room from everything and make it as empty a possible. As organized as you might dream of. The other day you might get inspired by trying to build what you always wanted: With the least equipment and out of rubbish. Again, don’t buy the story that you need to buy that much to make an experience that is valid. Buying isn’t essential, doing is. Trying is.

    There are endless ways you can train yourself. Playing with a ball, trying to get better in any sports. Doing exercise that strengthens your endurance, your strength, your flexibility. Again, you can do this with the cheapest equipment you can find. Less is more. If you´re young enough, you can learn to run bare feet as men did for the last 1 million years. Yes, you are perfectly prepared. You can eat irregularly and it doesn’t have to be healthy all the time. Just don’t follow the addictions that are out there. And anything can become an addiction.

     

    Just try something different. It might help to get up with the other leg, move your bed to a new spot in your room, brush your teeth with the wrong hand. You can try to write with the other hand to train your flexibility. You can learn poems or play acts in front of your mirror, you can dance with your headphones on to your favorite music and get as mad as you want.

    You are the true artist, and you are a little god by yourself. There is no danger following the wrong idea or the wrong path. As long as you stay in contact with yourself you will get the right inspiration and make the right decisions. And again, you don’t have to think you are too much of this or that. It is perfectly well how you are and you might realize that you are just different -as everybody else.

     

    Don’t try to act as a man or a woman, a kid or a grownup, a citizen or a stranger just because you think you have to. This is all bullshit and you don’t have to follow that idea at all. The most famous pop stars allow themselves to be a mixture of what they want to be. We love them for that attitude. You are not different.

    There are more movements out there that you can count that can inspire you on the way of self-realization, of empowerment. Of liberation, of diversity, of open-mindedness, awareness, mindfulness. Of creativity, agility. It all comes to the same conclusion: You are free and you are your own unique expression. There is nothing big about it, it doesn’t put any pressure on you. You don´t have to win or impress or prove anybody. You can just allow you to be yourself.

     

    What ever you do, it is all right. You might want to dream or act, to do more or to do less, it is ok. You will find it out yourself. But you have to try it yourself. There is nobody that can tell you what your special way is. But you have to make your experiences so that you can learn from them. And allow yourself to be intense. You might be quiet and receptive, loud and expressive. You might be both. You are not one of these attitudes, you are all of them combined.

    People are not shy or courageous, intelligent or simple, strong or weak. We will experience all states and feelings and they are all part of us. But one thing is clear: The more you allow yourself to follow your path, the more on the long run you will get what you want and you will feel self-confident in what you do.

     

    Certainty comes out of the courage to follow uncertain paths. So if you don’t feel like doing what you´re supposed to do but you prefer to do it your way, this might just be the right way that makes you stronger.

    At the end, what does matter is that you feel happy with your life.

    IMG_4151