24. Juli 2018, 20.46 Uhr, El Calafate, Argentinien
Schließlich also haben wir es zum Perito Moreno Gletscher geschafft. Er ist Teil des nach der Antarktis und Grönland drittgrößtem Eisfeld der Erde in Patagonien, über 300 Kilometer lang. Es erstreckt sich über Chile und Argentinien hier im Süden, auch der Gletscher den wir am Lago Grey vorgestern in Chile sahen gehört dazu.
Trotz Winter hatten wir Glück mit dem Wetter und die Sonne schien. Es ist einfach ein magischer Ort, am Ende der Welt gelegen und für mich auch beim dritten Besuch (ich war mit 8 und mit 19 schon mal hier) absolut einmalig. Vorne türmen sich die Eisblöcke bis zu 70 Meter hoch auf und bis zum Horizont bilden sie eine undurchdringliche Eiswüste in weiß und blau.
Der Gletscher staut nach links gesehen immer wieder den Flusslauf auf und der See dahinter steigt um über 20 Meter an. Vor zwei Jahren war wieder der Durchbruch, wenn das aufgestaute Wasser die Eiswand zerstört und in einer gewaltigen Flutwelle den natürlichen Stausee entleert. Derzeit ist er ganz niedrig und wird über die Jahre wieder ansteigen, bis zum nächsten Einsturz.
Doch brechen jeden Tag Eisstücke in der Größe von Hochhäusern ins Wasser. Auch wir hatten Glück und sahen alle gemeinsam so ein Spektakel.
Jetzt ist das letzte Ziel unsere Reise erreicht und wir werden die Rückreise antreten. Noch ein Tag in Calafate, dann die 500 km Fahrt nach Punta Arenas in Chile zurück und von dort nach Santiago. Dort haben wir noch einen Tag Puffer eingeplant, bevor es am 29.07. in 14 Stunden nonstop nach Rom geht. Von dort nur noch ein Hüpfer bis Berlin.
Unsere Wohnung ist dann hoffentlich wieder frei, unsere Untermieter haben eine neue Bleibe gefunden. Aus der Kälte des patagonischen Winters freuen wir uns auf den Sommer in Berlin und lange Abende mit Familie und Freunden.
Auch die ersten Anfragen für die Arbeit kommen schon, so wird es vermutlich bei mir nur ein kurzes Landen und umpacken, bevor es wieder beruflich auf Reisen geht. Aber auch ein Festival in Polen wartet noch am ersten Wochenende nach der Rückkehr und wenn alles gutgeht haben Nadine und ich zwei, drei Tage kinderfrei (dank Nadines lieber Mama) mit Freunden um die Rückkehr zu feiern – was für Aussichten!














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