Home is the best place to be

Wie bei so vielen Dingen merkt man erst mit Abstand, wie schön es ist. Deutschland ist einfach schön – und natürlich ganz besonders im Vorfrühling. 

Sei es in der Großstadt Berlin, die im Vergleich zu den Megacities beschaulich ist, oder auf dem Land in Sachsen, wo sich historische Gebäude in malerische Landschaften einfügen.  Unser erster Ausflug zum 1. Mai führt uns natürlich zu den Großeltern nach Zwickau. Das große alte Backsteinhaus weckt bei allen schöne Erinnerungen. Und der erste Weg führt uns auf den Friedhof, zu den Gräbern unserer Vorfahren.

Hier, wo ganz in der Nähe die Weimarer Klassik ihren Anfang nahm und Goethe und Schiller sich zu Hause fühlten, ist es vielleicht nicht verwunderlich, dass der erste schriftliche Ursprung der Umweltbewegung in einem Schloss in Langenfeld bei Zwickau in Sachsen zu finden ist. Hier wurde 1713 die Nachhaltigkeit als wesentliches Prinzip der Forstwirtschaft zur Erhaltung der Schätze eines Landes postuliert. 

Unzählige mittelalterliche Burgen stehen in Deutschland auf den Hügeln in der Landschaft und erzählen von einer langen Geschichte – das kleine Museum hier war beeindruckend und inspirierte Velis gleich zu einem improvisierten Vortrag über die Geschichte dreier Ritter. Bei genauerem Hinhören erkannte ich Parallelen zur Rolle des Landvermessers in Kafkas Roman „Das Schloss“, den Velis gerade las.

Es waren nur drei Tage Schule, die die Kinder etwas aufgeregt, aber am Ende sehr zufrieden absolvierten. Die kleinen Tiefenbohrungen der Lehrer in Mathe, Deutsch und Geschichte konnten unsere Kinder mit erfolgreichem Homeschooling und Selbststudium gut parieren. 

Und natürlich war die Freude groß, am Sonntag endlich auch Lysander wiederzusehen, so dass die Familie nach über drei Monaten endlich wieder komplett war. Er brachte gute Laune und frischen Schwung aus Sri Lanka mit und engagierte sich gleich mit Tipps zu Sport und gesunder Ernährung. Velis half in 3 Stunden mit einem Miles Sprinter alle Kisten wieder aus dem Lager in Lichtenberg zu holen, und Nadine machte sich gleich daran, die Dinge, die noch von Wert waren, wieder einzuräumen, aber auch Abschied zu nehmen von denen, die nun nicht mehr gebraucht wurden. Dabei wurde mir wieder bewusst, wie wenig ich eigentlich vermisst hatte.

Aber natürlich die Freunde und die Familie – Morpheus Freunde waren die ersten, die ihn direkt vor dem Haus in Empfang nahmen. 

Unsere Studenten hatten ja alles vorbildlich wieder hinterlassen. Und in der Grundschule gab es gleich einen Vortrag über „clever, glotzen, zocken, chatten“. Nadine kam inspiriert nach Hause zurück und wir riefen gleich eine Familienkonferenz ein, um die News zu teilen. Mindestens so viel Bewegung wie Mediennutzung ist die neue Regel.

Alles bleibt in Bewegung, und so hatten wir schon am Montag einen Riesenkran direkt vor unserer Haustür, der mit Hilfe von zwei weiteren Kränen einen stationären Kran bei uns im Hof aufstellte, mit einem Ausleger von bestimmt 60 m eine beeindruckende technische Leistung. Jetzt haben wir 16 Monate Bauzeit vor uns – aber Berlin braucht ja auch Wohnraum und das können wir gut verschmerzen. In der alten Post ist jetzt ein Drogeriemarkt, der Tara sofort begeistert. Und natürlich schmeckt das Brot von zu Hause allen so gut.

Ich habe wieder angefangen, von zu Hause aus und mobil zu arbeiten, auch hier sind die Veränderungen durch die rasante Entwicklung der künstlichen Intelligenz und eine organisatorische Neuausrichtung spürbar – ich bin genau zum richtigen Zeitpunkt wieder da, um durchzustarten.

Zuerst gibt es zu Hause ein Essen mit meinen Geschwistern und der Familie, dann gönnen wir uns am Sonntag Spargel mit frischen Kartoffeln und Schinken – nach dem ersten Großeinkauf bei Aldi mit dem Fahrradanhänger – der Bus ist ja verkauft. Erstaunlicherweise lassen sich die auf der Reise gesammelten Kreditkartenpunkte in Aldi-Gutscheine umwandeln – und so haben wir jetzt 500 € – die Amex Platinum Card für 60 €. Das war auf jeden Fall eine super Investition für die Reise, (damit konnten wir immer kostenlos in die Lounges), auch wenn ich sie jetzt gleich wieder gekündigt habe.

Wir machen zu Hause im Prenzlauer Berg die ersten Spaziergänge im Kiez zum Wasserturm und in den Leisepark, ich gehe wieder mit Lysander und Niels im Friedrichshainer Stadtpark joggen und vor allem genießen wir alle den Platz in unserer schönen Wohnung. Zu Hause ist es am schönsten.

As with so many things, you only realize how beautiful it is in retrospect. Germany is simply beautiful – especially in early spring. 

Be it in the big city of Berlin, which is tranquil compared to the megacities, or in the countryside in Saxony, where historic buildings blend into picturesque landscapes.  Our first trip on May 1st naturally takes us to the grandparents in Zwickau. The big old brick house brings back fond memories for everyone. And the first route takes us to the cemetery, to the graves of our ancestors.

It is perhaps not surprising that the first written origins of the environmental movement can be found in a castle in Langenfeld near Zwickau in Saxony, where the Weimar Classical period began and Goethe and Schiller felt at home. Here, in 1713, sustainability was postulated as an essential principle of forestry to preserve the treasures of a country. 

Countless medieval castles stand on hills in the German countryside and tell of a long history – the small museum here was impressive and immediately inspired Velis to give an impromptu talk about the history of three knights. Listening more closely, I recognized parallels to the role of the surveyor in Kafka’s novel „The Castle“, which Velis was currently reading.

It was only three days of school, which the children completed somewhat flustered, but very satisfied in the end. Our children were able to parry the teachers‘ short in-depth drills in math, German and history with successful homeschooling and self-study. 

And of course we were delighted to finally see Lysander again on Sunday, so that the family was finally complete again after more than three months. He brought a good mood and fresh energy from Sri Lanka and immediately got involved with tips on sport and healthy eating. Velis helped to get all the boxes back from the warehouse in Lichtenberg in three hours with a Miles Sprinter, and Nadine immediately set about putting away the things that were still of value, but also saying goodbye to those that were no longer needed. I realized again how little I had actually missed.

But of course the friends and family – Morpheus‘ friends were the first to welcome him right outside the house. 

Our students had left everything in exemplary condition. And in elementary school there was a lecture on „clever, gawking, gaming, chatting“. Nadine came home inspired and we immediately called a family meeting to share the news. At least as much exercise as media use is the new rule.

Everything keeps moving, and so on Monday we already had a giant crane right outside our front door, which, with the help of two other cranes, erected a stationary crane in our yard, an impressive technical feat with a boom of certainly 60 meters. Now we have 16 months of construction ahead of us – but Berlin also needs living space and we can cope with that. There’s now a drugstore in the old post office, which Tara loves straight away. And of course the bread from home tastes so good to everyone.

I’ve started working from home and remotely again, and the changes brought about by the rapid development of artificial intelligence and an organizational realignment are noticeable here too – I’m back at just the right time to hit the ground running.

First we have a meal at home with my siblings and family, then we treat ourselves to asparagus with fresh potatoes and ham on Sunday – after the first bulk shopping trip to Aldi with the bike trailer – the bus is sold. Amazingly, the credit card points collected on the trip can be converted into Aldi vouchers – and so we now have €500 – the Amex Platinum Card for €60. It was definitely a great investment for the trip (it meant we could always use the lounges for free), even though I’ve now canceled it again.

At home in Prenzlauer Berg, we take our first walks in the neighborhood to the water tower and Leisepark, I go jogging again with Lysander and Niels in the Friedrichshain city park and, above all, we all enjoy the space in our beautiful apartment. Home is the best place to be.


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Kommentare

Eine Antwort zu „Home is the best place to be”.

  1. Avatar von Selena Milanovic
    Selena Milanovic

    Yaaay!! WELCOME BACK ❤

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